Wohnbasics

Die wichtigsten Fliesen-Verlegemuster im Überblick

von Christiane Tillmann

Egal ob Kreuz-, Diagonal- oder Römischer Verband: jede Fliesenverlegeart hat ihren Style. Welche Muster es gibt, erfährst du hier.

Fliesenspiegel ist gleich Fliesenspiegel? Überhaupt nicht! Wer schon einmal Bad, Küche oder den Boden hat fliesen lassen oder direkt selbst Hand angelegt hat, der weiß: Es gibt eine Vielzahl unterschiedlicher Verlegemuster, die komplett andere Looks erzeugen. Wir stellen euch die gängigen Verlegearten vor, damit ihr im Baumarkt oder beim Handwerker-Termin mit Insiderwissen punkten könnt. Wichtig: Informiert euch vor eurem Kauf über interessante Verlegemuster, denn nicht jede Fliese funktioniert zu allem. Außerdem ist der Verschnitt so leichter zu planen, sodass du direkt die richtige Menge kaufen kannst. Los geht’s mit unserem kleinen Verlegemuster 1x1.

Kreuzverband

Metro-Fliesen in der Küche
Der Klassiker für ein schlichtes, modernes Fliesenbild: Kreuzfuge mit Metrofliesen und kontrastierenden Fugen.
Foto: Shutterstock

Der zeitlose Klassiker unter den Mustern überzeugt mit einem übersichtlichen, geometrischen Bild, das durch die bündige Verlegeweise zustande kommt. Hier wird eine Fliese ohne jeglichen Versatz direkt an die nächste gelegt. Wer das Ganze noch auf die Spitze treiben und die Ordnung unterstreichen will, der entscheidet sich für große quadratische Fliesen und schmale Fugen.

Diagonalverband

Diagonalverband: Fliesen diagonal verlegen
Spitze an Spitze: In diesem Bad wurde am Boden ein Diagonalverband mit weiteren Verlegearten gemischt.
Foto: Shutterstock/ Rodenberg Photography

Der Diagonalverband ist mittlerweile eher selten zu finden, obwohl er eine sehr besondere Optik erzeugt. Hierbei werden die quadratischen Fliesen quasi Ecke an Ecke gelegt, was letztlich eine Art Rautendesign ergibt. Besonders spannend, aber auch wild wirkt es, wenn verschiedene Farben wie Schwarz und Weiß abwechselnd miteinander verlegt werden. Der Diagonalverband eignet sich prima für kleinere Flächen wie Bad- oder Küchenböden.

Halbverband

Halbverband: Fliesen werden ungerade versertzt
Dynamisch, aber nicht zu wild: Fliesen mit ungeradem Versatz.
Foto: Shutterstock/ Alexandre Zweiger

Beim Halbverband werden – der Name lässt es schon erahnen – die Fliesenreihen jeweils um die Hälfte zur darüber liegenden versetzt. Somit ist der Halbverband etwas „wilder“ als der völlig symmetrische Kreuzverband, ohne dabei jedoch den grafischen, ordentlichen Look zu verlieren. Die schlichte Verlegeart eignet sich damit für nahezu jeden Einrichtungsstil.

Drittel- und Viertelverband

Drittel- und Viertelverband sind Abwandlungen des Halbverbandes. Hierbei werden die Fliesenbahnen nicht um die Hälfte versetzt zueinander verlegt, sondern eben um ein Drittel oder Viertel. Insgesamt führt das zu einem sehr lebendigen Bild, mit dem man besonders gut kleine Abweichungen in Naturstein- oder Feinsteinzeugfliesen ausgleichen kann. Geeignet ist der Look für fast alle rechteckigen Fliesenmodelle.

Fischgrätverband

Fliesen verlegen im Fischgräten-Look: Fischgrätenverband
Verlegeart mit Wiedererkennungswert: das Fischgrätmuster, hier als Spritzschutzwand in der Küche.
Foto: Shutterstock

Das Fischgrätmuster kennt man eigentlich in erster Linie vom Parkett. Neuerdings werden aber auch Fliesen gern in diesem Look verlegt. Besonders auf dem Badezimmerboden kommt das Zickzack-Dessin zum Einsatz. Dann gern mit verschiedenen Farben und kontrastierenden Fugen sowie an der Wand mit den angesagten Metrofliesen.

Römischer Verband

Römischer Varband als Technik zum Fliesenverlegen
Der Römische Verband in Form von marrokanischen Mosaikfliesen.
Foto: Shutterstock/ DeMih

Der so genannte Römische Verband macht besonders in Kombination mit groben Natursteinfliesen einiges her und eignet sich damit beispielsweise besonders gut für Einrichtungen im Landhausstil oder Provence-Look. Das Grundmuster besteht dabei aus sechs bis acht unterschiedlich großen Fliesen, die sich wiederholen. Somit entsteht ein dynamisches Dessin, das spannend, aber nicht zu überladen wirkt.

Polygonal- oder Netzverband

Natürlicher Look: Fliesen im Polygonal- oder Netzverband
Rustikaler Look: Boden im Polygonalverband.
Foto: Shutterstock

Der Polygonal- oder Netzverband wird besonders gern auf Terrassen eingesetzt. Er zeichnet sich im Prinzip durch sein Chaos aus, denn hier gibt es weder rechte Winkel noch Kreuzfugen. Basis dafür sind Fliesen mit Abbruchkanten, wobei kein Stück dem anderen gleicht und somit auch die Fugenbreiten von Fliese zu Fliese variiert.

Wilder Verband

Beim wilden Verband werden die Fliesen ohne festen Versatz zueinander verlegt. Dabei wird an einer Seite des Raumes begonnen und mit dem letzten Teilstück in der nächsten Reihe weitergemacht. Grundsätzlich eignet sich der wilde Verband für nahezu jeden Einrichtungsstil, da man trotz der dynamischen Verlegung durch Fliesenfarben und Fugen jederzeit mehr Ruhe in das Dessin bringen kann.

 

Foto im Aufmacher: Shutterstock

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