Wohnbasics

Die Keramikserie Omaggio von Kähler – ein Designklassiker

von Laura Drühe

Man erkennt sie sofort an den von Hand gemalten schwarzen Streifen. Jetzt gibt es die Keramikserie Omaggio von Kähler auch aus Glas.

Querstreifen machen schön, zumindest wenn es nach der Keramikserie Omaggio von Kähler geht. Denn hier schmücken mit weichen Pinselstrichen von Hand aufgemalte Streifen verschiedene Vasen, Vorratsdosen, Kerzenständer, Kannen, Schalen, Teller, Tassen – und aktuell sogar Weihnachtskugeln.

Das Grundmaterial ist stets weiße Keramik, die Farbvielfalt der Streifen reicht hingegen von Schwarz, Grau und Blau über Rosé, Gelb und Grün bis hin zu Perlmutt, Silber und Gold. Vereinzelnd eingesetzte Holzelemente – beispielsweise Dosendeckel und Kannengriffe – sind eine Reminiszenz an die nordische Tradition der dänischen Designmarke.

Apropos Tradition: Seit seiner Gründung im Jahr 1839 hat sich Kähler auf die Verarbeitung von Keramik spezialisiert. Umso interessanter ist der Neuzugang in der Omaggio-Familie. Im Herbst 2016 wurde die Keramikserie um Teelichthalter und Vasen aus mundgeblasenem Glas erweitert. Ebenfalls gestreift, in den Farbtönen Transparent, Pflaume und Stahlblau. Dank des ähnlichen Designs lassen sich die unterschiedlichen Materialien und Größen schön miteinander kombinieren.

Erhältlich sind die Produkte der Omaggio- und Omaggio-Glas-Serie ab ca. 23 Euro.

Das Designduo Stilleben ist der kreative Kopf hinter Omaggio

Entworfen wurde die Keramik- und Glasserie von Ditte Reckweg und Jelena Schou Nordentoft. Die beiden Designerinnen gründeten nach dem Besuch der Dänischen Designschule (Schwerpunkt Keramik und Glas) ihr Label Stilleben, das für einfaches und doch raffiniertes, funktionales Design steht. In Kopenhagen hat das Designduo ein eigenes Geschäft mit angeschlossenem Webshop.

Vase Omaggio Kähler
Neben klassischem Schwarz-Weiß gibt es die Vasen auch in leuchtenden Farbtönen wie Grün und Rosé. Küchenaccessoires runden die Omaggio-Linie ab.
Fotos: Kähler

Kähler: Dänische Keramik mit Tradition

Die Keramikmanufaktur Kähler zählt zu den traditionsreichsten und bekanntesten Unternehmen Dänemarks und setzt auf handgefertigte Wohn- und Küchenaccessoires. Alles begann im Jahr 1839. Damals eröffnete der norddeutsche Töpfer Herman J. Kähler im dänischen Næstved eine kleine Töpferei. Doch es war vor allem sein Sohn Herman August, der Kähler zum weltberühmten Familienunternehmen ausbauen sollte und mit der Teilnahme an der Pariser Weltausstellung 1889 den Grundstein dafür legte. Dort in Paris präsentierte Kähler seinen ersten Designklassiker: eine metallisch glänzende Vase aus rot glasierter Keramik. Einige der damaligen Handwerkstechniken werden noch heute angewendet.

Herman Augusts Designansatz war es auch, der immer mehr Künstler nach Næstved lockte und Kähler damals wie heute zur ersten Adresse für bedeutende Künstler wie Svend Hammershøj, Kai Nielsen, Louise Campbell, Bjørn Poulsen und Cecilie Manz machte. Noch immer prägt Herman Augusts Signatur das Markenlogo der Firma, die sich mittlerweile im Besitz des Architekten Frantz Longhi befindet.

Eigene Restaurants in Kopenhagen und Aarhus vervollständigen das kreative Konzept Kählers.

Im Aufmacher: Die Designerinnen der Omaggio-Serie: Ditte Reckweg (re.) und Jelena Schou Nordentoft (li.) von Stilleben. Fotos: Kähler

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