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Buchtipp: Magic Cleaning von Marie Kondo

von Rebecca Rauch

Wer dieses Buch gelesen hat, möchte nur noch eins: aufräumen. Versprochen. Wie das am einfachsten gelingt, verrät Ordnungsexpertin Marie Kondo in ihrem Bestseller.

Wer schreibt?

Marie Kondo räumt auf. Und das beruflich. Sie ist nämlich Ordnungsberaterin. Dazu entwickelte sie die KonMari-Methode. Wenn man die Regeln dieser Methode befolgt, dann bleibt es ordentlich. Dauerhaft.

Ein Bestseller zum Thema Ordnung

Mit Marie Kondo kommt auch eine geballte Ladung an Frauenpower. Ihr Buch wurde in 27 Sprachen übersetzt und verkaufte sich bisher über eine Million Mal. Das TIME Magazine zählt sie zu den 100 einflussreichsten Menschen auf der Welt. Wenn man in den USA erwähnt „I will kondo“, dann weiß jeder sofort, was gemeint ist: aufräumen und ordnen. Und zwar so, wie Marie Kondo es tun würde.

Das Besondere an diesem Buch

  • Jedes Kapitel enthält typische Situationen, die Kondo in ihrem Job als Ordnungsberaterin erlebt. In vielen Reaktionen ihrer Klienten erkennt man sich wieder.

  • Schön sind auch die kleinen Einblicke in japanische Besonderheiten: So ist immer mal wieder die Rede von Handyanhängern, Hauskleidung und traditionell japanischen Kostümen, die viele Frauen in Japan im Schrank haben.

  • Während des Lesens möchte man mit dem Aufräumen beginnen. Sofort! Und das muss erst mal ein Buch nachmachen.

Lieblingsseiten

Wäsche zusammenlegen und in den Schrank einsortieren? Eigentlich kein Problem. Marie Kondo erklärt ab Seite 89 allerdings, wie es richtig geht: T- Shirts, Pullis, Socken und Co. werden nicht einfach nur zusammengelegt und gestapelt. Sie werden nach einer bestimmten Technik zusammengelegt, gerollt und dann in die Schublade gestellt. Das hat drei große Vorteile: Die Klamotten zerknittern nicht, man hat sie immer alle gleichzeitig im Blick und es spart Platz.

Hier eine Anleitung:

Wer freut sich über das Buch?

  • Die beste Freundin, die sich ständig darüber beschwert, dass ihr Schrank überquillt, sie aber trotzdem nichts zum Anziehen hat. Das schreit regelrecht nach einem Schrank-System.

  • Mamas und Papas, die eigentlich alles aufheben, weil man es ja nochmal brauchen könnte.

  • Die Schwester, die sich beklagt, ständig aufzuräumen und trotzdem keine Ordnung zu haben.

  • WG-Bewohner/innen, bei denen sich in den letzten Jahren und durch unterschiedlichste Mitbewohner/innen ein Sammelsurium an Geschirr, Töpfen, CDs und Büchern angehäuft hat.

Was weiß man jetzt, was man vorher noch nicht wusste?

Ganz klar: Stapeln ist verboten und Kleidung stellt man hin. Außerdem soll man keine Zimmer aufräumen, sondern Dinge der gleichen Kategorie (z. B. Kleidung, Bücher, Kosmetikartikel, Küchenutensilien). Bisher hat man fast immer falsch aufgeräumt.

Wie ist das Buch aufgebaut?

Für alle, die jetzt Lust aufs Aufräumen bekommen haben, kommt hier ein Überblick über die Buchkapitel.

1. Chaos Pur, obwohl man ständig aufräumt
Darin beschreibt Kondo genau das, was dem einen oder anderen bekannt vorkommt: Eben erst aufgeräumt und schon liegt wieder irgendwo etwas herum. Eine ganz wichtige Erkenntnis in diesem Kapitel: Dinge aufräumen, keine Zimmer.

2. Der Anfang: Komplett entrümpeln
Ganz wichtig bevor das Entrümpeln losgeht: Ein klares Bild davon haben, wie die Wohnung aussehen soll. Denn es nützt nichts, wenn man mit dem Ausmisten beginnt, aber gar kein richtiges Ziel vor Augen hat. Hilfreich sind hier Inspirationen in Form schöner Wohnbilder. Hat man ein Bild im Kopf, kann das Aufräumen beginnen. Wichtig: Eine ganz bestimmte Reihenfolge einhalten. Zuerst Klamotten und als letztes Erinnerungsstücke.

3. Ganz einfach: Nach Kategorien getrennt aufräumen
Als erstes beginnt das Ausmisten der Klamotten. Welche Blusen, Cardigans und Shirts trägt man gerne? Haben sich die Lieblingsteile nun aus dem Klamottenberg herauskristallisiert, beginnt das richtige Einordnen der Kleidung: zusammenlegen, rollen, hinstellen. Der große Vorteil: Die T-Shirts zerknittern nicht und die Socken leiern am Saum nicht mehr so schnell aus. Der noch größere Vorteil: Ordnung im Schrank. Nachdem die Klamotten erfolgreich sortiert wurden, geht es mit dem Ausmisten in der Reihenfolge weiter: Bücher, Unterlagen und Schriftstücke, Kleinkram (wie z. B. CDs/DVDs, Kosmetikartikel, Schmuck, Hausapotheke, Geräte usw.) und als letztes Erinnerungsstücke wie Fotos, Basteleien der Kinder, Briefe usw. Alle Kategorien haben eins gemein: Jedes Teil muss einzeln beurteilt werden: Mag ich es oder mag ich es nicht?

4. Aufräumstrategien für ein leichteres Leben
Wie bleibt es ordentlich? Kondo hat dafür einen ganz einfachen Tipp: Jedes Teil hat seinen festen Platz. So kommt die Tasche immer an den gleichen Platz, das Portemonnaie ebenso.

5. Wie Magic Cleaning Ihr Leben verändert
Im letzten Kapitel berichtet Kondo über die positiven Auswirkungen, die das Aufräumen mit sich bringt.

Foto im Aufmacher: Buchcover Magic Cleaning. Wie richtiges Aufräumen Ihr Leben verändert. Fotos: Rowohlt, Shutterstock

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