Der Turm der Winde in Athen von Hermann J. Kienast: Neue Deutung als Planetarien-Vorläufer, mit Zeichnungen & Fotos. Der Turm der Winde ist das besterhaltene antike Bauwerk in ganz Griechenland. Er steht zu Füßen der Akropolis, mitten im Zentrum von Athen, und ist wegen seiner eigenwilligen Form seit je ein viel beachtetes Monument. Die Auseinandersetzung mit ihm beginnt im 15. Jh., bereits Mitte des 18. Jhs. wurde eine vorbildliche Dokumentation veröffentlicht - eine umfassende wissenschaftliche Bearbeitung wurde jedoch erst jetzt vorgelegt.Der Turm hat einen oktogonalen Grundriss, an den drei Anbauten angefügt sind - zwei rechteckige Ädikulen, die die beiden Eingänge an der Nordseite hervorheben, und einen runden Anbau nach Süden. Das Dach hat die Form einer achtseitigen Pyramide, die den prismatischen Baukörper perfekt nach oben abschließt. Die Architektur des Turms besticht durch formale Eleganz wie auch durch konstruktive Details. Der gesamte Bau ist aus pentelischem Marmor errichtet. Seine äußere Erscheinung ist geprägt von geschlossenen Wänden, die an ihrer Krone mit Reliefs verziert sind - acht Windallegorien, denen der Turm seinen m