Kolumne

Weiß trifft Holz: Dein Zuhause als Ruhe-Oase

Ich kenne die Bedenken nur zu gut: „Ganz in Weiß? Ist doch kein Wohnen! Da mangelt es den Menschen ja an Farben!“ Veto! Hier und da ein buntes Sträußchen sorgt ebenso für einen Ausgleich! Acht Jahre lang war ich in Einsätzen unterwegs, durfte Fülle und Farben sehen, denen wenige so geballt begegnen.

 

Die Sehnsucht war oft groß: „Machen Sie mich leer! Ich kann den Farbenmix nicht mehr sehen, ich will Klarheit und endlich Ruhe und mehr Struktur!“ Natürlich wirken Farben aufs Gemüt und haben einen großen Einfluss auf unsere Emotionen. Aber: Ganz in Weiß zu leben hat etwas extrem Beruhigendes, etwas extrem Klares und Aufgeräumtes. Weiß bringt Räume zum Strahlen und schenkt ihnen Licht! Nach dem Sommer kommt der Herbst, wir saugen Farben aus der Natur, doch drinnen – für manche ist ein Wohnen in Weiß nur Trend, für andere einfach viel mehr: Stimmigkeit! Freundlichkeit! Fast wie eine kleine Therapie: Sich nur auf sich zu konzentrieren, weil die Farben im Außen langsam verblassen oder gänzlich weichen.

 

Eine ganz liebe Bekannte von mir lebt ausschließlich in Weiß, aber nicht, weil es irgendwann mal Trend war. Sie geht in die Tiefe – selbst in den Schränken herrscht das reine Weiß: weiße Tesaroller, weiße Küchenmesser, weiße Tassen, weiße Kugelschreiber. Wer einmal dort war, mistet sofort bei sich selbst aus, will sich all den vielen bunten Brüchen entledigen.

 

Nun geht es heute nicht ausschließlich um Weiß. Es geht um die Kombination mit Holz. Schaffelle auf hölzernen Stühlen, Schränke und Sideboards, die beide Oberflächen gekonnt kombinieren. Weiße Bilderrahmen, die zum Beispiel Landschaften umrahmen. Wenn wir in Hotelbetten liegen, genießen wir das saubere Weiß, niemand käme auf die Idee, sich gern auf Delfinen oder Rosen zu betten – außer Rosenblätter liegen liebevoll auf der weißen Leinenbettwäsche, umrandet von einer Praline als Willkommens-Aufmerksamkeit.

 

Weiße Polstermöbel? Natürlich sind sie empfindlicher, egal ob Leinen, Baumwolle oder Leder, doch gleich eine Schutzdecke darüberzulegen, muss auch nicht sein. Wir leben doch nicht im Museum! Sollte es mal einen Fleck geben, wird der einfach schnell behandelt – der Markt hat doch die besten Zaubermittelchen!

 

„Die Menschen ersaufen an äußerer Fülle und verdursten an innerer Leere!“ Es geht darum, ein klares Zuhause zu haben, nicht überfrachtet - denn Zuhause ist eine Ruhe-Oase, ist Chilling-Zelle, Kraftraum, seelische Tankstelle. In Weiß zu leben, sollte man mal ausprobiert haben! Keine Sorge, es ist alles andere als langweilig – und wenn Dir reines Weiß zu heftig ist, probiere unbedingt die Kombination mit Holz, denn dies ist ein geschmackvoller Garant für eine helle, einladende Einrichtung. Holz hat, ebenso wie Weiß, viele unterschiedliche Nuancen. Und: Auf einer großen Leinwand, Weiß bepinselt, darf natürlich ein kleines Wort stehen in Deiner Lieblingsfarbe. Welches wäre es bei Dir: Liebe? Mut? Erfolg? Glück?

 

Deine Conni Köpp (Wohnexpertin)

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