Sit down please – Ratgeber Stühle

Ein Leben ohne Stuhl? Unvorstellbar! Zum Essen, Lesen, Fernsehen oder einfach nur für eine nette Unterhaltung – viele Menschen sitzen allein im Job täglich acht Stunden. Genau aus diesem Grund gibt es für jede Sitz-Situation einen passenden Stuhl, der in seiner Form und Polsterung an die jeweiligen Bedürfnisse der Sitzenden angepasst ist. So reicht in der Küche meistens ein Holzstuhl ohne Polsterung, im Wohnzimmer hingegen sollte der Wohnzimmerstuhl schon etwas gemütlicher ausfallen. Welcher Stuhl für Ihre Sitzgewohnheiten im Wohnzimmer am besten geeignet ist, worauf Sie beim Kauf achten sollten und welche Vor und Nachteile Ihnen die einzelnen Stuhlarten bieten lesen sie hier im moebel.de Stuhl-Ratgeber.

Puristischer Klassiker – Der Freischwinger

Der  Freischwinger in modernem, kühlen Design
Der Freischwinger in modernem, kühlen Design
Für einen entspannten Sitz an Sekretär oder in der Leseecke sorgen die beliebten Freischwinger Stühle. Von Ludwig Mies van der Rohe im Jahr 1927 entworfen, stehen sie mittlerweile in vielen Wohnzimmern und oft auch in Wartezimmern bei Ärzten. Der Stuhl wurde unter dem Motto entworfen „Weniger ist mehr“ und besitzt daher meist ein puristisches, modernes Äußeres. Das Stuhlgestell der Freischwinger besteht häufig aus einem einzigen Stück (Edel-)Stahl, das zu einem stabilen Gerüst geformt ganz ohne „Hinterbeine“ auskommt. Durch das freie Schweben der Sitzfläche federt der Stuhl leicht nach, sobald man sich setzt und ist somit sehr gemütlich und angenehm für den Rücken. Durch die wippende Bewegung kann man in diesen Freischwingern sehr gut entspannen, neigt jedoch nicht dazu, wie zum Beispiel in einem Schaukelstuhl, sich gänzlich zu entspannen und womöglich einzuschlafen.

Freischwinger passen zu einem modernen und kühlen Einrichtungsstil, können aber auch mit rustikalen Möbeln kombiniert werden um einen individuellen Stilbruch hervorzurufen und das Wohnzimmer optisch gemütlicher zu gestalten. Doch auch für Freunde des plüschigen Stils gibt es mittlerweile Freischwinger mit gepolsterten Bezügen oder mit Kunstfell überzogen, sodass Sie nicht zwingend auf einem kühlen Lederbezug wippen müssen.

Kurzurlaub auf dem Schaukelstuhl – von modern bis traditionell

Gemütlicher  geht’s nicht – Schaukelstühle von traditionell bis modern
Gemütlicher geht’s nicht – Schaukelstühle von traditionell bis modern
Schon seit Jahrhunderten wissen Menschen die Gemütlichkeit des Schaukelstuhls zu schätzen. Der erste Schaukelstuhl stammte circa aus 1620 aus den USA und ist dort seitdem auf fast jeder Veranda zu finden. Auch in Deutschland sind Schaukelstühle ein beliebtes Möbelstück und kommen längst nicht mehr nur geflochten und altmodisch mit ausgewaschenen Auflagen daher. Heutzutage gibt es eine Reihe von modernen Alternativen: vom Ledersessel mit Stahlkufen bis hin zum Plastik-Schaukelstuhl aus einem Guss. Auch große Designer haben den Schaukelstuhl für sich entdeckt und verwandeln Klassiker wie den Eames Chair in einen designvollen Schaukelstuhl für den etwas größeren Geldbeutel.

Doch auch die geflochtenen Klassiker der Schaukelstühle haben ihren ganz individuellen Reiz. Denn, sind Sie stolzer Besitzer eines Stuhls aus längst vergangenen Zeiten, können Sie diesen beim Restaurator aufmöbeln lassen, eine schöne Auflage nähen (lassen) und schon steht in Ihrem Wohnzimmer ein Einzelstück, das so garantiert niemand Zuhause hat. Sie können auch einen neuen Schaukelstuhl im Used-Look vergangener Jahrhunderte kaufen, der noch keine echten Gebrauchsspuren aufweist und Ihnen so noch länger erhalten bleibt.

Eins haben alle Schaukelstühle gemein, egal ob Schaukelsessel, Flechtstuhl oder Holzstuhl mit Polster: Sie sind die gemütlichste Versuchung, seit es Stühle gibt!

Königliches Ambiente mit Wohnzimmerstühlen

Königlich  oder puristisch – Wohnzimmerstühle sind der Blickfang im  Wohnzimmer
Königlich oder puristisch – Wohnzimmerstühle sind der Blickfang im Wohnzimmer
Die wohl klassischste Methode im Wohnzimmer für mehr Sitzplätze zu sorgen ist ein Wohnzimmerstuhl. Diese Stühle sind meist gut gepolstert und mit reichlich verzierten Bezügen ausgestattet. Auch der Stuhlrahmen besteht oft aus Holz mit zahlreichen Schnitzereien und Verzierungen, was den Wohnzimmerstuhl wie einen kleinen Thron aussehen lässt. Sie können die Wohnzimmerstühle in vier- oder sechsfacher Ausführung an einen Tisch im Wohnzimmer stellen, jedoch ist nur ein Exemplar im Wohnzimmer, das an einen Sekretär oder in eine Ecke an einen Beistelltisch gestellt wird, ein echter Blickfang in Ihrem Wohnzimmer und dient gleichzeitig als dekoratives Element.

Die Polsterung der Sitzfläche fällt bei diesen Stühlen sehr üppig aus, sodass Sie auch längere Zeit Platznehmen können, ohne einen schmerzenden Hintern zu riskieren. Beim Kauf eines Wohnzimmerstuhls sollten Sie darauf achten, dass sich der Bezugsstoff einfach abnehmen lässt und somit auch gewaschen werden kann. Denn besonders Samtbezüge oder Seidenstoffe verlangen eine schonende Pflege. Moderne Varianten des Wohnzimmerstuhls gibt es als Drehstuhl – halb Stuhl, halb Sessel – Eierstuhl, Rattenstuhl und noch viel mehr. Aber die meisten – typischen – Wohnzimmerstühle besitzen Armlehnen.

Hocker – die rechte Hand der Stühle im Wohnzimmer

Sitzhocker  oder Fußhocker – Hocker gehören immer dazu.
Sitzhocker oder Fußhocker – Hocker gehören immer dazu.
Füße hoch und relaxen – genau das machen die meisten Menschen im Wohnzimmer. Damit Sie nicht immer gleich auf die Couch ausweichen müssen, können Sie sich an Ihren Freischwinger, Schaukelstuhl oder Wohnzimmerstuhl einen Hocker stellen, auf den Sie die Füße legen können, ohne in eine liegende Position zu gelangen.

Besonders empfehlenswert ist ein Hocker bei längerem Sitzen, denn so sinkt zum Beispiel die Thrombosegefahr erheblich, da die Beine besser durchblutet werden - ganz davon abgesehen, dass es mit einem dicken Schmöker viel gemütlicher ist die Beine hochzulegen. Zu den verschiedensten Polsterstühlen, Holz- oder Metallstühlen gibt es passende Hocker im jeweiligen Design - oft auch mit dem Lieblingsstuhl als Set zu kaufen.

Doch auch zum Sitzen taugen Hocker, wenn auch nur für einen kurzen Zeitraum. Es gibt Hocker mit Rollen, Hocker mit Deckel und viel Stauraum in ihrem Inneren, Polsterhocker oder einfache Hocker mit einer runden Sitzfläche und vier Stuhlbeinen. Letztlich entscheidet der Geschmack, für welchen Hocker Sie sich entscheiden. Der Vorteil: Hocker sind Sitzgelegenheiten, die schnell im Schrank verstaut werden können und genauso schnell hervorgeholt werden können, sobald Gäste kommen. Für einen Fußhocker empfehlen wir allerdings die gepolsterte Variante, sonst wird’s ein wenig hart.
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