X-Mas & the City

Basteln mit Naturmaterialen – Kartoffelsalat auf dem Ledersofa

Wie gestern angekündigt, berichte ich Euch heute von meinem Bastelnachmittag mit Moritz. Auf einem Blog habe ich ganz tolle Inspirationen gefunden, wie mit einfachen Mitteln schöne, individuelle Drucke herzustellen sind. Es funktioniert wirklich super einfach und kann auch prima zusammen mit den Kindern gemacht werden.

Stoffe bedrucken mit Naturmaterialien

Du kannst Tischläufer, Tischsets, Tischdecken, Kissenhüllen, Stofftaschen oder was Dir gerade unter die Finger kommt, bedrucken. Alles was Du dafür benötigst, sind Stofffarben für Stempel, Kartoffeln, ein Schnitzmesser, ein Glas voll Wasser, Kugelschreiber und Pinsel sowie alte Zeitungen oder Prospekte als Unterlage. Die Kartoffeln mittig oder längs halbieren, damit Du die passende Schnittflächengröße für Dein Stempel erhältst. Danach legst Du die Textilien, die Du bedrucken möchtest, auf Zeitung oder Prospekte, damit keine Farbe daneben tropft oder auf den Tisch darunter durchdrückt. Praktisch ist es, wenn Du mit einem Stift das Muster vorzeichnest. Deiner Fantasie sind dabei keine Grenzen gesetzt: Kreise, Sterne, Herzen, Dreiecke, Kreuze, Halbkugeln, Blumen – alles, was Dir gefällt, ist möglich. Wenn Du die Form oder das Muster mit einem Stift als feine Linie in die Kartoffeloberfläche ritzt, ist es später einfacher, diese auszuschneiden. Alles, was nicht mit Farbe bepinselt werden soll, muss mithilfe des Messers weggeschnitzt werden. Wenn Du zusammen mit Kindern bastelst, solltest Du – je nach Alter - diese Aufgabe übernehmen und den Kleinen das Bepinseln und Bedrucken überlassen. Wenn Dein Stempel fertig ist, brauchst Du diesen nur noch mit der gewünschten Farbe bepinseln und schon kann es losgehen. Stofffarbe findest Du in allen Bastelläden oder auch online. Auf der Farbe steht auch, wie Du diese fixieren kannst. In den meisten Fällen muss der bedruckte oder bemalte Stoff nur auf links gebügelt werden.

Eine Alternative zu Kartoffeln sind Stempel aus Radiergummis. Dafür bringst Du mithilfe eines Teppichmessers einen Radiergummi in die gewünschte Form und schon kannst Du losstempeln. Auch mit den letzten abfallenden Blättern kann man tolle Abdrücke herstellen. Einfach die Blätterunterseite mit der Stofffarbe bepinseln, auf den Stoff legen, kurz aufdrücken und fertig. Ein kleiner Tipp: Der Blattstiel wird nicht mit bemalt, sondern später mit einem feinen Pinsel nachgezeichnet – so ist es einfacher, die Blätter wieder vom Stoff abzuziehen. Mit kleineren Blättern kannst Du so auch Blumenmuster herstellen. Vielleicht kommen Dir ja auch noch eigene kreative Ideen?

Eischnee und Sonnencreme für die Ledercouch

Trotz der gründlichen Vorbereitungen mit bergeweisen alten Zeitungen kam es, wie es kommen musste – ein Farbklecks und Kartoffelreste sind leider auf dem Sofa von Oma Grete gelandet. Als wäre das nicht schon schlimm genug, ist das Sofa auch noch mit feinstem Leder bezogen. Schnell habe ich den Küchenschrank durchsucht: Meist gibt es ja spezielle Reinigungs- und Pflegemittel für Lederbezüge. Leider bin ich nicht fündig geworden – doch wozu gibt es schließlich das Internet?

Alternativ zu den klassischen chemischen Reinigern habe ich auf verschiedenen Websites mit Hausfrauentipps und Reinigungstricks einige interessante Sachen zur Lederpflege entdeckt. Ein Tipp lautet, Glattleder mit Eischnee abreiben – Zum Glück habe ich eine meine neue Küchenmaschine, die (wie schon erwähnt) perfekten Eischnee schlägt! Der Eischnee sorgt zusätzlich für tollen Glanz. Daneben habe ich noch einiges über das Einmaleins der Lederpflege gelernt. Ledermöbel sollten regelmäßig abgestaubt oder abgesaugt werden. Bevor Du Dein Ledermöbel feucht reinigst, solltest Du testen, ob das Leder abwaschbar ist. Dafür spritzt Du an einer verdeckten Stelle etwas Wasser auf – bilden sich kleine Tröpfchen auf der Oberfläche, ist das Sofa abwaschbar. Zieht das Wasser ein, darf das Ledersofa nur abgestaubt oder nebelfeucht (mit einem feuchten Tuch) geputzt werden, und dann auch nur mit abgekochtem oder destilliertem Wasser, da sich sonst Kalkflecken bilden können.

Eine natürliche Reinigungslösung kannst Du mit reiner Kernseife herstellen, die Du in lauwarmem Wasser auflöst. Damit kannst Du vorsichtig die Polster abreiben, bei nicht waschbaren Lederbezügen sollte der Kappen sehr stark ausgewrungen werden. Hast Du ein Glattledersofa, kannst Du dieses zwischendurch auch mit Babypflegetüchern (die sich eigentlich für alles eignen) abwischen. Auch Sattelseife aus dem Reiterbedarf stellt ein gutes Reinigungsmittel für Leder dar. Flecken von Kugelschreibern lassen sich sehr gut mit einem in Milch getauchten Tuch entfernen. Ganz wichtig beim Entfernen von Flecken: Niemals zu fest reiben, dadurch werden die Flecken nur noch mehr verteilt. Lieber sanft vom Fleckenrand nach innen tupfen.

Als ich mir die Tipps zur Lederpflege durchgelesen habe, fühlte ich mich teilweise unwillkürlich an die Haut-Pflegetipps erinnert, die man in Beautymagazinen liest. Anti-Aging für das Ledersofa? Warum eigentlich nicht! Leder ist im Grunde schließlich auch nur Haut und benötigt daher, genau wie unsere, auch regelmäßige Schönheitspflege. Besonders nach der langen Heizperiode von Herbst und Winter ist die Pflege essentiell, da die Heizungsluft und eine zu geringe Luftfeuchtigkeit im Raum das Leder austrocknen und rissig werden lässt. Auch direkte Sonneneinstrahlung kann zum Ausbleichen des Leders auf Sofa und Sessel führen. Neben der Eischnee-Methode können Bodylotionen oder die abgelaufene Sonnencreme vom letzten Sommerurlaub verwendet werden. Eine natürliche Lederpolitur erhältst Du, wenn Du 300 ml aufgekochtes Leinöl nach abkühlen mit 300 ml Essig vermischt. Diese kann mit einem feinen Tuch aufgetragen werden.

Kernseife und Eier habe ich schon gefunden, ich werde das gleich einmal austesten. Hoffentlich klappt das! Falls nicht, muss eben eins der bedruckten neuen Kissen den Fleck überdecken. Drückt mir die Daumen!

Paulas Frage an Euch: Was würde Euch an Stoffdrucken besonders gut gefallen. Habt Ihr schon einen dieser Hausmittel-Tipps ausprobiert?

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