Wohnwände – die Klassiker im Wohnzimmer

Eine Wohnwand  schafft Raum und ein harmonisches Gesamtbild.
Eine Wohnwand schafft Raum und ein harmonisches Gesamtbild.
Was darf in einem Wohnzimmer nicht fehlen? Das Sofa? Ein Fernseher? Ein Couchtisch? Mit Sicherheit. Ein weiterer Klassiker im Wohnzimmer ist außerdem die Anbau- oder Wohnwand. Doch was verbirgt sich eigentlich hinter diesen Begriffen? – Unter einer Wohnwand versteht man ein Arrangement von Möbeln (Schränke, Vitrinen und/ oder Regale), das meist im Wohnzimmer zu finden ist und dort in der Regel das TV-Gerät „einrahmt“. Die kleinsten Kombinationen beinhalten drei Möbelstücke, größere bis zu sieben oder sogar noch mehr. Variabilität ist der größte Vorteil der Anbauwand. Ob Sie sämtliche Elemente vor einer Wand arrangieren, sie über Eck oder frei im Raum platzieren, ist ganz Ihnen überlassen. Darüber hinaus bieten Baukastensysteme die Möglichkeit, Ihre Wohnwand selbst zusammenzustellen und bei Bedarf auch zu erweitern. Ob gemütlich im Landshausstil, edel kolonial, urig rustikal oder skandinavisch schlicht – für jeden Stil und jeden Geschmack gibt es die richtige Wohnwand! Wie Sie diese finden und was es vor dem Kauf einer Anbauwand noch zu beachten gibt, das lesen Sie hier.

Die einzelnen Elemente einer Wohnwand

Je nach  Einrichtungsstil lassen sich wunderbare Wohnwände finden.
Je nach Einrichtungsstil lassen sich wunderbare Wohnwände finden.
Zu jeder Wohnwand gehört das TV-Unterteil beziehungsweise Lowboard. Die Tragkraft dieses Ablagebodens beträgt, je nach Modell, circa 30 bis 50 kg. Es empfiehlt sich, vor dem Kauf auf die Angaben zur Belastbarkeit zu achten, nicht dass Ihr Flachbildschirm zu schwer für das Lowboard ist! Oft befindet sich direkt unterhalb des Ablagebodens mindestens ein Fach für Receiver oder DVD-Player. Praktisch: Möbel mit geschlossener Rückwand verfügen über eine Aussparung zur Kabelführung. Für Stauraum ist das Lowboard in der Regel nicht konzipiert, denn hier findet in der Regel nicht recht viel mehr Platz als ein paar DVDs oder Blue Rays. Der Grund: Moderne Lowboards werden meist in der Absicht entworfen, leicht und elegant zu wirken.

Als Stauraummöbel werden im Rahmen einer Wohnwand oft Standvitrinen oder Highboards angeboten. Die Maße der Schränke und Vitrinen könne hierbei variieren: Kleine Modelle sind ungefähr 80 cm hoch und breit, die größten Schränke erreichen mitunter eine Höhe von 200 cm. Wegen der besseren Standsicherheit empfehlen die meisten Hersteller vor allem bei hohen Möbelstücken die Wandmontage und versehen die Rückwände mit entsprechenden Vorbohrungen. Passende Dübel und Schrauben gehören in der Regel zum Lieferumfang. Wohnwände, die eine Vitrine enthalten, bieten oft ein hübsches Extra, nämlich die indirekte Beleuchtung. In einigen Sets ist diese schon inklusive, für andere muss sie hinzu gekauft werden. Ergänzend oder alternativ zu den genannten Möbeln, werden auch Sideboards als Bestandteil der Wohnwand angeboten. Diese stabilen Nachfahren der Anrichte bieten Raum für Schweres und Sperriges.

Hängemöbel sind ebenfalls Teile der Wohnwand. Hängevitrinen, -regale oder –schränke sind dabei beliebte Abstellfläche vor allem für dekorative Gegenstände wie zum Beispiel Vasen oder Kerzen. Da diese Möbelstücke in der Regel relativ klein und einfach im Design sind, können sie oft auch zu- oder nachgekauft werden. Doch nicht nur bei Regalen, auch generell lohnt es sich, nach ergänzenden, extra angebotenen Elementen Ausschau zu halten – so lassen sich Wohnwände nach Belieben ergänzen und erweitern.

Preis und Leistung beim Wohnwand-Kauf

Bevor Sie sich zum Kauf einer Wohnwand entschließen, empfiehlt es sich, auf ein paar Dinge zu achten, damit Sie daran auch lange Zeit Freude haben. Das Material der Verschleißteile ist ein verlässlicher Indikator für die Qualität: Metallscharniere und -beschläge haben eine hohe Lebensdauer. Griffe und Füße aus Aluminium, Edelstahl oder Holz sehen gut aus und sind langlebig. Massivholzmöbel sind generell langlebiger als einfache Varianten aus Sperrholzplatten. Als Faustregel gilt: Je größer die Wohnwand, das heißt je mehr Teile sie beinhaltet, desto teurer ist sie auch. Viele Anbauwände sind so schon ab 200 Euro, manchmal sogar noch darunter, erhältlich. Ausgestattet sind solche Basic-Sets in der Regel mit einem Low- und einem Highboard sowie einer Hängevitrine und einem Wandboard.

Ein zusätzlicher Kostenfaktor kann die indirekte Beleuchtung von Wohnwänden sein: In der Produktbeschreibung wird explizit erwähnt, falls der Lieferumfang die Beleuchtung beinhaltet. Sollten Sie diesen Punkt vermissen, erkundigen Sie sich beim Hersteller, ob das Modell für Unterbau- oder Glaskantenbeleuchtung ausgelegt ist. LED-Glaskantenbeleuchtung kostet zwischen knapp 20 und 100 Euro, je nach Anbieter und Länge. Als Unterbaubeleuchtung dienen Leuchtstoffröhre, Halogenstrahler oder LED-Leuchte. Je nach Anbieter, Art und Menge zahlen Sie hier noch einmal zwischen 25 und 100 Euro. Auch Glas kann ein weiterer Kostenfaktor sein: In hochwertigen Anbauwänden wird Sicherheitsglas verarbeitet, das auch schwerere Lasten trägt. Das hat jedoch auch seinen Preis.

Material, Oberfläche und Pflege von Wohnwänden

Aus MDF gefertigte Wohnwände werden beschichtet und/oder lackiert angeboten. Hochglanzlack wirkt dabei besonders edel, ist jedoch sehr pflegeintensiv. Schwankungen der Luftfeuchtigkeit und der Raumtemperatur können Haarrisse in der Lackschicht verursachen. Wenn die sichtbare Alterung des Möbels Sie stört, meiden Sie großflächigen Hochglanzlack, besonders auf schwarzen Möbeln. In mattem Lack sind eventuelle Blessuren oder Altersfehler nicht so sichtbar.

Kunststoffbeschichtung ist nicht nur widerstandsfähig gegenüber dem Raumklima, sondern auch weniger stoßempfindlich als lackierte Oberflächen. Zusätzlich sind solche Möbelstücke einfach in der Pflege: Lacke und Beschichtungen können Sie feucht reinigen und anschließend trocken reiben.

Falls Sie sich für eine Wohnwand mit Furnier oder aus Vollholz begeistern, bedenken Sie bitte den etwas höheren Pflegeaufwand: Sollte Staubwischen einmal nicht ausreichen, ist es notwendig, die natürliche Oberfläche mit einem handelsüblichen Holzreiniger zu säubern. Sobald Sie das Holz trocken gerieben haben, behandeln Sie Ihr Möbel mit Öl, Wachs oder einer Politur, damit die gleichmäßige Farbe sowie der seidige Glanz des Holzes erhalten bleiben.

Das richtige Werkzeug für den Selbstaufbau von Wohnwänden

Die meisten Wohnwände, vor allem preisgünstige Modelle, werden zum Selbstaufbau geliefert. Sie benötigen hierfür in der Regel folgende Werkzeuge: Kreuz- und Spaltschraubendreher in verschiedenen Größen oder einen Akkuschrauber mit entsprechenden Bits, Hammer, Zollstock, Wasserwaage und Bohrmaschine. Bei sehr preiswerten Modellen fehlen mitunter Vorbohrungen, so dass es ratsam ist, eine Ahle oder einen Vorbohrer zur Hand zu haben. Haben Sie zwei linke Hände? Kein Problem – oft werden Wohnwände auch mit zusätzlichem Aufbauservice angeboten.

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