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Raumteilung durch Paravents & Friends

Irgendwas hat er an sich – eine Mischung aus verrucht und romantisch. Dabei war die Funktion des Paravents, auch spanische Wand genannt, ursprünglich eine weniger Exotische: Entgegen der Vermutung stammt die spanische Wand aus Asien und diente bereits in der vorchristlichen Han-Dynastie als Windschutz. Von dort gelangte sie nach Europa, wo sie vor allem in den französischen und spanischen Königshäusern große Erfolge feierte. Der Paravent diente den Adeligen dabei hauptsächlich als dekorativer Sichtschutz beim Ankleiden oder dem Toilettengang. Zwar aus Holz gefertigt, war der Paravent dabei mit edlen Stoffen überzogen und prächtig verziert.

Seit dem trat der Paravent einen Siegeszug durch die Welt des Interieurs an und ist auch aus der modernen Einrichtung nicht mehr wegzudenken. Zugegeben, er ist mal mehr, mal weniger präsent in der Möbelwelt – jedoch gibt es ihn mittlerweile in so unterschiedlichen Formaten, dass er sich nahezu jeder Funktion und jedem Einrichtungsstil anpassen kann.

Teilung für jeden Raum

Traditionell besteht der Paravent aus drei Türen. Die beweglichen Gelenke dazwischen machen die Wand zu einem äußerst flexiblen Möbelstück, welcher die klassischste Form der Raumteilung darstellt. Dabei besteht der Paravent nicht mehr nur aus mit Stoff oder Papier überzogenem Holz. Auch ein Paravent aus reinem Stoff oder Kunststoff ist keine Seltenheit. Gerade in Fernost wurde und wird der Paravent vor allem durch Malerei verziert. Viel moderner sind bedruckte Stoffe, wobei der Kunstdruck im Pop Art Stil die Nase voll hat. Jedoch ist dieser nicht mit jeder Einrichtung kombinierbar und wirkt nur in kühlen und schlichten Räumen sowie mit einfarbigen Wänden nicht als Über-Accessoire. Seine reine Funktionalität als Sicht- und Windschutz hat der Paravent für den Innenbereich nahezu völlig zugunsten des dekorativen Zweckes aufgegeben.

Nach wie vor ist der Paravent in erster Linie für große Räume empfehlenswert, da er kleine Zimmer in Größe und Wirkung nahezu winzig erscheinen lässt. Wie der Name schon sagt ist die spanische Wand tatsächlich eine Art künstliche Mauer, die Wohnbereiche voneinander abtrennen kann. In geräumigen Wohnzimmern können Fernsehbereich mit Sofa vom Essbereich getrennt werden. Selbst ein Arbeitszimmer mit Schreibtisch lässt sich so stilvoll vom restlichen Wohnbereich absondern. Gerade im Wohnzimmer sind oftmals auch Personen zu Gast, die nicht zum Haushalt gehören. Da können dann besonders dekorative Paravents zum Einsatz kommen. Toll sind Trennwände, in die Fotorahmen eingearbeitet sind, die zudem in sich individuell ausgerichtet werden können.

Auch in anderen Räumen, wie dem Schlafzimmer, ist ein Paravent gut geeignet, um das Bett vom Ankleidebereich zu trennen. Gerade die Ummantelung des Schlafbereiches vermittelt ein Gefühl von Geborgenheit. Im Badezimmer kann eine spanische Wand eine gemütliche Atmosphäre um die Badewanne schaffen und für zusätzlichen Sichtschutz sorgen.

Ein Paravent sieht nicht nur schön aus, er schluckt auch ziemlich viel Licht und ist somit nicht für Räume geeignet, die eh schon unter Lichtmangel leiden. In diesem Fall empfiehlt es sich, Beleuchtung an oder hinter dem Paravent zu verwenden, was zudem sehr effektvoll ist.

Besonders für den Outdoorbereich als Sicht- und Windschutz geeignet, sind spanische Wände aus Massivholz, Bambus oder Rattan. Gerade auf Terrassen und Balkonen in Wohnsiedlungen ist die Wahrung der Privatsphäre von besonderer Bedeutung. Vorteilhaft ist da auch die Mobilität des Paravents. Wenn er zu viel Sonne wegnimmt oder im Winter nicht mehr benötigt wird: einfach zusammenklappen und verstauen.

Alternative Wohnzonen

Selbstverständlich bietet ein Paravent nicht die einzige Möglichkeit der Raumteilung. Weniger auf optische Wirkung sondern auch auf den praktischen Nutzen ausgelegt sind Raumteiler in Regalform, die zudem Staufläche oder Bühne für dekorative Elemente darstellen. Allerdings eignen sich diese Raumteiler eher für den Wohnbereich und nicht so sehr für Schlafzimmer oder Badezimmer. Anders verhält es sich mit der neuen Generation von Raumteilern aus Kunststoff. Diese vermischen den Look eines Baldachin-Schiebe-Vorhangs mit der Funktionalität der Raumtrennung. Dabei sehen sie nicht nur sehr edel aus, sondern sind aufgrund der unterschiedlichen Farben und Muster für nahezu jeden Raum einsetzbar.

 

Text: Anne Timm

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