Kolumne

ORDNUNG & FÜLLE – WER IST DAS?

Aufräumen ist anstrengend. Aufräumen ist lustlos. Aufräumen ist nervig und Aufräumen ist Zeitverschwendung. STOPP! Stopp damit, dass nicht gefällt, was uns zufrieden macht, wenn wir das Ziel erreicht haben. Stopp mit dem Gestöhne und Gemeckere, was wir doch längst verhindern könnten. Aber wie? SO! Mit zunächst der Erkenntnis, dass nur der viel Arbeit hat, der viel besitzt.

Wie viel braucht ein Mensch?

Doch wie viel braucht ein Mensch? Wie viel und Was und Wer ist wirklich wichtig für uns, bereichert und verschönert unser Leben? Wie viel nur kompensieren wir durch das, was uns an Gegenständlichem umgibt? Der Mensch braucht nicht viel und wonach er sich sehnt, das findet er in keinem Katalog. Weniger Haben und mehr Sein ist das Credo der Zukunft! Wir häufen an, was wir nicht brauchen und verbauen uns am Ende mit diesem wiederholten „(Kauf)Kick für einen Augenblick“ Freiheit und Freiraum. Wir ersticken, verschwinden, vergraben uns, und selbst unsere Möbel können nicht mehr atmen.

Spontaner Besuch? Fehlanzeige!

Wir müssen erst noch ein paar Stunden aufräumen, denn in den letzten Tagen, den bad-hair-days, blieb einfach zu viel liegen. Und nun liegt's auch noch dort, wo es doch gar nicht hingehört. Perfekte Stauraumlösungen wären die eine Seite der glänzenden Medaille, aber noch glänzender als die Medaille selbst wäre das Loslassen. An den Dingen und den Menschen, die uns umgeben, erkennen wir unseren eigenen Wert. Wollen wir ihn wissen? Und die Wohnung – ein einziger Spiegel, der zeigt, was ist. Die Geschichten hinter der Fülle.

Haben Sie je im Urlaub einen 2. oder 3. Koffer vermisst? Natürlich nicht, weil Sie mit der perfekten kleinen Basis großes zaubern konnten. Wenn Sie heute für einen sehr langen Zeitraum Ihr Zuhause verlassen müssten, welche Dinge packten Sie ein? An welchen Sachen hängt Ihr Herz, dass Sie diese zu Ihren engsten Begleitern machten? Schauen Sie in die Fülle Ihrer Räume und spüren Sie sie auf. Wenn es nichts gibt, dann wissen Sie in etwa, wo Sie stehen: Mitten in der Mittelmäßigkeit. Wo ist das Beste, Schönste, Wertvollste, Guttuendste, das Sie umgeben sollte und sich am liebsten noch vermehren, weil Sie ja nicht genug davon bekommen? Wo nur ist es, ist es hin, bevor Ihr Anspruch an das Beste irgendwann durch irgendwas immer kleiner wurde?

Es gibt Räume, die leer wirken, ungewöhnlich leer, aber kalt sind sie nicht. Denn was schon braucht ein Raum tatsächlich? Eine warme Quelle des Leuchtens, Sitzens, Betrachtens. Reduktion will keine Kälte und Leere, Reduktion will das Sichtbarmachen von wahren Werten und Schätzen. Die Menschen ersaufen in äußerer Fülle und verdursten an innerer Leere. Schauen Sie sich heute um und verraten Sie uns, mit wie vielen / wenigen Schätzen Sie sich bald nur noch umgeben möchten!



Text: Conni Köpp

 

Nach Schlagworten suchen
Newsletter bestellen

Deine Vorteile

  • Regelmäßige Information zu neuen Angeboten, Shoppartnern und Services
  • Exklusive Aktionen und aktuelle Gewinnspiele
  • Immer "Up to Date" durch Trend-Tipps und praktische Ratgeber
Kommentare(0) Kommentar schreiben
Noch gibt es keinen Kommentar zu diesem Artikel. Sei der Erste und lasse die anderen User wissen, was Du hierzu zu sagen hast.
 
Der moebel.de Newsletter:
Sale-Aktionen, Trend Tipps, Wohnideen