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Wie Gott in Frankreich – Die Récamiere

Lümmeln wie Gott in Frankreich - auf der Recamiere
Lümmeln wie Gott in Frankreich - auf der Recamiere

Jedes Möbelstück hat seine Geschichte. Im Falle der Récamiere lässt sich diese, blickt man auf den wohlklingenden Namen, schon etwas erahnen: Seinen Ursprung hat dieses stilvolle Möbelstück im Frankreich des 18. Jahrhunderts. Doch von wegen veraltet: Auch heute noch erfreut sich die Récamiere im Land der Baguettes und Croissants großer Beliebtheit. Der Grund: Mit diesem Möbelstück assoziiert man einfach unwillkürlich einen gewissen Hauch Luxus und Dekadenz. Und darauf stehen die schnieken Franzosen. Doch bevor wir weiter auf die Geschichte und Besonderheiten blicken zunächst noch eine kurze Definition: Als Récamiere bezeichnet man eine Liege mit zwei hochgeschwungenen Armlehnen, aber ohne Rücklehne. Sie wird oft auch Chaiselongue oder Duchesse genannt.

Herkunft der Récamiére

Das sofaähnliche Polstermöbel Récamiere hat ihren Namen von der französischen Schriftstellerin Julie Récamiere, mit Geburtsnamen Jeanne Françoise Julie Adélaïde Bernard, geerbt. Julie Récamiere wurde im Jahr 1777 in Lyon geboren. Als Ehefrau eines reichen Bankiers gehörte sie zu der erlesensten Gesellschaft Frankreichs. Sie war nicht nur für ihre literarischen Werke bekannt, sondern auch für ihre bewundernswerte Schönheit und den zornigen Charakter. Selbst Napoleon sollte ihr dreimal das Angebot gemacht haben, seine Palastdame zu werden. Dies hat sie jedoch dreimal abgelehnt. Später unterhielt Madame Récamiere einen Salon in Paris und machte sich dadurch einen großen Namen. Viele bekannte Künstler und Staatsmänner waren bei ihr häufig zu Gast.

Im Jahr 1800 wurde Julie von dem bedeutendsten französischen Maler des Klassizismus in der Revolutionszeit, Jacques-Louis David, auf einem Liegesofa gebettet, gezeichnet. Das Ölgemälde wurde „Madame Récamiere“ genannt. Seitdem trägt das zugehörige Möbelstück ihren Namen.

Récamieren – immer wieder en vogue

Im 18. Und 19. Jahrhundert war die Récamiere ein Luxusgegenstand und nur in wohlhabenden Häusern zu finden. Nach damaligen Traditionen galt es als sehr schick, die Gäste liegend auf einer Récamiere zu empfangen. Ab Mitte des 19. Jahrhunderts kam sie plötzlich aus der Mode. In den 20er Jahren, mit dem Wiederaufkommen des Hangs zur Dekadenz, wurde die Récamiere wieder beliebt und fand erneut ihren Platz in vielen Wohnzimmern. Dank moderner Innenausstatter ist das Möbelstück auch heute wieder „en vogue“ (übrigens nicht nur in Frankreich!) und wird in vielen verschiedenen Varianten, passend zu jeder Einrichtung, angeboten. Ob klassisch und puristisch aus Holz und Leder oder modern aus Kunstpolster oder Rattan, für Wohnzimmer, Balkon oder Terrasse – die Récamiere gibt es heute für jeden Geschmack.

Tamilla Mastova / Miriam Kraus

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