Kolumne

Wie viel Bunt darf‘s heute sein?

Pipi Langstrumpf lieben wir alle – und niemand von uns hätte sich nicht gern ein Zimmer neben Pipi in der Villa Kunterbunt gewünscht. Aber Pipi ist Pipilotta, warum wir auch gern Märchen lieben. In der realen Welt leben wir nicht weniger farbenfroh, doch wollen wir auch gleich so wohnen? Wie viel „Bunt“ darf sein? Bei meinen Einsätzen fragen sich manche Single-Damen, warum kein Mann gern über Nacht bleibt, sind doch die pinken Wände so fröhlich, knallig und einladend. Stimmt - für Frau! Aber ein Mann büßt gern ein bisschen Libido in einem Schlaraffen- und Prinzessinnenraum ein. Nehmen wir es ihm nicht übel, dass er sich auch sehnt nach maskulinem Ausgleich. Wiederum fragen sich Single-Männer ein bisschen erstaunt, warum sich in Bettwäsche mit Boxhandschuh-Aufdruck kaum ein Date verführen lässt. Ja, wir Frauen sind oberflächlich – wir brauchen eben mehr als nur ein Bett, wir brauchen nicht nur Charme, wir brauchen Stil - das Auge wohnt und liebt einfach mit! Fürs Wohnen gilt: Mix und Mut sind toll, doch Vorsicht! Teppiche mit Mustern und Motiven sind zu dominant und vertragen sich nicht gut mit gepunkteten Gardinen. Müssen von Badteppichen denn farbige Blumen strahlen, wo auf dem Duschvorhang doch eine lila Kuh im Grase weidet? Handtücher, Geschirrhandtücher – wonach wird gekauft? Ist jeder Kaufkick eher spontan und aus dem Bauch heraus? Vergessen wir für einen Augenblick, was da Zuhause auf uns wartet? Die Tapeten im Flur sind noch immer in Terrakotta gewischt, aber jetzt wird in den Flur auch noch ein Stühlchen gestellt, der im Muster blaue Quadrate hat.

 

Wenn wir kaufen und einrichten, sollten wir niemals das Gesamtkunstwerk vergessen. Viele Einzelstücke sind toll, aber sie bleiben lieber Einzelgänger, weil sie sich weder auf Krampf noch gern zum Vorhandenen gesellen.

 

Ich plädiere zunächst für eine helle und solide Basis. Weiß. Helle Möbel. Und dann wird’s spannend, denn Accessoires dürfen für poppige Akzente sorgen. Und wie schön, dass Accessoires eben auch mal austauschbar sind. - Natürlich sind außergewöhnliche Tapeten großartig, aber sie dominieren auch, warum das Drumherum nicht weitere Dominanz verträgt. Wo liegt das Auge? Welches Herzstück hat jeder Raum? - Bitte nicht falsch verstehen, Blattgold auf der einen Wand, handgeschriebene Gedichte und viel Kunst auf anderen Wänden – ich liebe mutige Räume und Bewohner, aber wer unsicher ist, der kleide einen Raum zunächst ganz vorsichtig und hell und warte mit dem Zwiebellook - das beunruhigt das Auge – und kostet viel wertvolle Zeit – auch wegen des Putzens!

 

Fröhliche Grüße aus meinem Raum – mit Schlangentapete!

Deine Conni Köpp

 

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