Wohnbasics

Wohnen mit Leder

von Natalie Schulz

Echtes Leder hat immer etwas zeitlos Klassisches. Und es altert schön. Alles über die gängigsten Lederarten und wie man Leder in der Wohnung toll kombiniert.

Wohntrends ändern sich gefühlt immer ein bisschen schneller. Doch egal, was gerade trendy ist, es gibt einen treuen Begleiter, der nicht nur jeden Trend mitmacht, sondern mit der Zeit immer schöner wird: Leder.

Leder kombinieren

Edles Holz und Lederapplikationen machen den Holztisch Dance Natur zu einem absoluten Hingucker.
Naturmaterialien unter sich: Holztisch Dance Natur mit feinen Lederdetails.
Foto: Karup

Leder lässt sich problemlos in jeden Einrichtungsstil integrieren. Besonders schön kommen Möbelstücke aus Leder in klaren Tönen wie Schwarz, Weiß oder Grau zur Geltung, zu sanften Pastellnuancen bildet es einen perfekten Kontrast, aber auch die Kombination mit starken Tönen verträgt Leder locker. Dabei gilt: Schwarzes und weißes Leder wirkt dominant, eher kühl und passt zum Clean Chic. Cognacfarbenes Leder hingegen schafft in jeder Umgebung Wärme. Ganz modern wird es mit Lederstücken in Nude-Tönen. Diese wirken auch als große Wohnlandschaft sehr dezent.

Egal, für welche Lederfarbe ihr euch entscheidet, Naturmaterialien sind gerne unter sich und so wirkt die Kombination mit Holz besonders harmonisch. Dunkles Holz lässt die Stücke gediegener wirken, während helle Hölzer wie Buche, Ahorn und Kiefer die Einrichtung lässig und modern erscheinen lassen.

Leder wertet nicht nur Holz auf, sondern nimmt Materialien wie Edelstahl, Marmor oder Messing die kühle Strenge. Accessoires mit Leder sind eine gute Möglichkeit, sich dem Material anzunähern. Wer sich traut, setzt auf Leder als Solist. Klassisch als Sofa, Sessel oder Essgruppe, am Puls der Zeit ist man auch mit Teppichen, Kissen, Sitzpoufs, Boxen, Bilderrahmen oder Lampen aus Leder. Das Schöne: Ledermöbel aus Echtleder sind immer Unikate, weil die verschiedenen Tierhäute unterschiedlich ausfallen.

Glatt oder rau – der Unterschied zwischen den Lederarten

Bänke aus Leder profitieren von der richtigen Pflege
In der Küche, im Esszimmer oder mal im Flur – mit der richtigen Pflege ist eine Lederbank ein lebenslanger Begleiter. Bank von Butlers.
Foto: Otto

Narben- oder Vollleder, Nappa- oder Anilinleder, Nubuk-, Velour- oder Büffelleder – die prägendste Unterscheidung ist die in Glatt- und Rauleder.

Narben- oder Vollleder wird aus der obersten Hautschicht gewonnen, hat eine hohe Festigkeit, ist gleichmäßig dick und das wertvollste Leder. Naturbelassene Nappa- oder Anilinleder haben eine offenporige Oberfläche und damit eine besondere Haptik. Das bedeutet: Beim Streichen über das Leder hinterlässt man immer eine Spur. Der Unterschied zu rauen Ledern wie Nubuk-, Velour- oder Büffelleder ist marginal. Diese haben ebenso eine offene Oberfläche, werden zudem jedoch angeraut.

Grundsätzlich gilt: Aufgerautes Leder ist weniger dehnbar, wirft beim Gebrauch aber auch weniger Falten und überzeugt durch eine weiche Haptik. Nachteil gegenüber Glattleder: es ist deutlich empfindlicher. Glattes Leder hingegen ist unempfindlich, strapazierfähig, unkompliziert zu reinigen und lässt sich leichter färben als raues Leder. Ausbleichen können sie beide. Daher im Fachhandel nicht nur nach der Farbbeständigkeit, sondern auch nach der Lichtechtheit fragen. Manches Leder altert nämlich sogar bei künstlichem Raumlicht.

Ledermöbel reinigen und pflegen

Kein anderes natürliches Material ist als Möbeloberfläche so strapazierfähig, fleckenresistent und verhältnismäßig unkompliziert zu reinigen wie Leder.

  • Lederoberflächen sollten wöchentlich von Staub und leichten Verschmutzungen befreit werden – das lässt das Leder atmen und geht am besten mit einem mit destilliertem Wasser befeuchteten Tuch. Bei Rauleder tut es der Staubsauger auf einer niedrigen Stufe.
  • Zweimal jährlich sollte Leder mit einem milden Spezialpflegemittel behandelt werden. Dabei nacheinander kleinere Flächen bearbeiten.
  • Fettflecken auf Glattleder können mit Leder-Reinigungsbenzin entfernt werden. Den Reinigungsprozess ruhig mehrmals wiederholen und das Leder zwischendurch trocknen lassen.
  • Sehen kleine Stellen im rauen Leder speckig aus, könnt ihr die Oberfläche vorsichtig mit einer Gummibürste aufrauen.
  • Flüssigkeiten auf Leder sofort vorsichtig mit einem saugfähigen Tuch oder Papier aufnehmen – nicht verreiben!

Foto im Aufmacher: Shutterstock

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