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Video: Das Hausboot von Kolja Stegemann bei FvF

von Bianka Echtermeyer

„Freunde von Freunden“ besucht Kreative zu Hause und fragt sie nach ihrem Lebensgefühl – wie auch Kolja Stegemann in seinem Design-Hausboot.

An einen erfolgreichen Blog haben die Macher von „Freunde von Freunden“ erst gar nicht gedacht, als sie 2009 ihr Interview-Projekt im Internet starteten. Eine Gruppe Designer des Berliner Kreativbüros MoreSleep wollte einfach nur netzwerken und dabei etwas Künstlerisches tun. Sie beschlossen, ihre kreativen Freunde zu Hause zu besuchen, sie zu befragen, manchmal zu filmen und ihr Lebensgefühl zu zeigen.

Aber sie haben mit ihrer Idee einen Nerv getroffen und damit viele Fans gewonnen, über 130.000 allein auf Facebook. Sie arbeiten mit Kooperationspartnern wie Vitra, Siemens und dem Zeit Online Magazin zusammen, sind international unterwegs und bringen Bücher heraus.

Woran das gelegen hat? „Dass wir den Fokus auf Wohnen und Einrichten gelegt haben, war vielleicht auch ein Glücksfall“, meint Geschäftsführer Frederik Frede in einem Interview. Aber eben auf eine persönliche Art.

Und ein Freund dieser Freunde ist auch der Marketing-Berater und Unternehmer Kolja Stegemann, der seinen Feierabend auf seinem Hausboot mitten in Berlin genießt. Zu seinem Lebensgefühl gehören die Stadt und die Natur, wie er im Video erzählt. Mit seiner Freundin Diana und seinem Hund wohnt er im Stadtteil Prenzlauer Berg, aber das war ihm nicht genug. „In einer Großstadt kommt jeder mal an den Punkt, an dem er denkt: Ich brauche eine Auszeit.“

Und deshalb kaufte er das Floating Dutch Design Boot, das der niederländische Architekt Bertjan Diphoorn entworfen hat. Ein schwimmendes Designobjekt mitten auf der Rummelsburger Bucht, 70 Quadratmeter groß, zwei Zimmer, variable Trennmöglichkeiten der Räume, ein Kamin, Designmöbel und vor allem ein fantastischer Blick aufs Wasser. Und das nur 20 Fahrradminuten von seiner anderen Wohnung entfernt.

Die Frage ist: Was braucht man wirklich?

Für ihn hat Wohlfühlen nichts mit Luxus zu tun. „Ich habe Wohnungen gesehen, die hatten 300 Quadratmeter und es gab keine Ecke, wo man sich zu Hause gefühlt hat. Und dann waren da Räume von 15 Quadratmetern und die haben sofort eine Gemütlichkeit ausgestrahlt.“

Deshalb kommt er in seinem Hausboot auch mit wenig aus. Sitzpolster, auf denen er drinnen und draußen liegen kann, eine reduzierte Küche, ein Klappbett an der Wand für Gäste plus ein tolles Urlaubsgefühl. Etwas, was er nur empfehlen kann: „Genau das macht mir Spaß: Menschen dazu anzuregen, über Wohnraum nachzudenken. Die Frage ist: Was braucht man wirklich?“

Das ganze Interview ist nachzulesen auf www.freundevonfreunden.com.

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