Kurationen

Freiluft-Dinner ganz in Weiß

von Janina Temmen

Wir laden zum Essen mit Freunden im Stilcode der berühmten „Diner-En-Blanc“-Events ein: Unsere 50 Must-haves für das Dinner in Weiß.

Diner-en-Blanc sind Open-Air-Events, die im Sommer in Großstädten flashmob-artig zusammengerufen werden und die unter dem Dresscode “Weiß“ stehen. Klingt cool. Aber woran liegt es, dass am Ende des Abends immer alle glücklich ihre Stühle zusammenklappen, die Tupperboxen in ihre Taschen packen und beseelt nach Hause schlendern? Vielleicht ist es die Tatsache, dass sie überhaupt wussten, wann und wo es stattfindet? Oder die Farbe Weiß, welche die Gäste so berauscht? Egal, so soll es sein. Und deshalb laden wir bei nächster Gelegenheit auch zu einem Freiluft-Dinner in Weiß ein. Die Location steht in diesem Fall im Voraus fest: Bei uns zu Hause, auf dem Balkon, im Garten oder bei weit geöffneten Fenstern.

Die Farbregel Weiß muss eingehalten werden. Wirklich.

Der Clou bei einem Diner-En-Blanc liegt darin, dass sich wirklich alle Gäste an den Dresscode halten. Und eben auch alle Möbel und Accessoires! Klingt streng, ist aber halb so wild. Denn es gibt schließlich unendlich viele Weißtöne. Ganz zu schweigen von Beige, Greige oder Vanille, die man mit einem zugedrückten Auge auch noch zur Weißgruppe zählen kann. Also keine Sorge: Wer seine Schränke öffnet und unter diesem Gesichtspunkt nach passenden Statisten sucht, wird mehr finden, als er denkt. Auf dem Dinnertisch sehen auch Glasvasen oder gläserne Servierteller hübsch aus: Sie lassen das Weiß unter ihnen durchscheinen und zählen so doch auch irgendwie noch zur Farbfamilie.

Alles wird aufgehübscht für das Dinner

Dinner bleibt Dinner, ob nun drinnen und bei Königs oder draußen auf dem Balkon. Also wird es an diesem Abend besonders schick bei uns. Wir tragen das wallende Hippiekleidchen aus dem letzten Mykonos-Urlaub. Der Tisch trägt eine bodenlange, weiße Decke und schicke weiße Platzsets. Die Stühle werden mit Hussen oder weißen Kissen aufgehübscht. Dazu treten wir die Deko-Offensive an: Weiße Rosen stehen in der Mitte des Tisches oder werden über ihn verstreut. Cremefarbene Papierlampions hängen in den Bäumen oder vom Balkongeländer über uns ab. Und die Tafel ist gedeckt mit schneeweißem Geschirr, polierten Kristallgläsern und allen anderen (weißen!) Küchen-Schätzen, die wir immer schon mal ausführen wollten.

Das Weiße Dinner setzt auf den Gänsehaut-Faktor

Diner-En-Blanc-Events erhalten ihre besondere Atmosphäre aus einer Mischung aus Improvisation und eindeutigem Regelwerk (Es könnte lauten: Komme in Weiß und in Frieden. Und mit gefülltem Picknickkorb.). Machen wir nach. Nur, dass wir unsere Gäste bekochen und den Abend mit einer Prise Eleganz bereichern. Für den Wow-Effekt kann auf dem Tisch zum Beispiel ein zwölfarmiger Kerzenhalter thronen. Auch goldenes Besteck macht sich gut. Oder wir hängen Omas alten Kronleuchter in den Baum. Und die Fenstersimse oder den Kiesweg zur Terrasse säumt eine schier endlose Parade aus weißen Windlichtern und Kerzen. Sommernächte sind für die ganz große Romantik schließlich wie gemacht.

Foto im Aufmacher: Sergei Bachlakov / Shutterstock.com

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