Wohnbasics

Esstische für 10 Personen: die richtige Größe für runde und lange Tische

von Katja Keweritsch

Kaum etwas ist so gemütlich, wie mit Familie und Freunden in großer Runde zu tafeln. Wir zeigen, wie viel Platz du dafür wirklich brauchst.

In diesem Artikel:

  • Wie groß muss ein rechteckiger Tisch für 10 Personen sein?
  • Der richtige Durchmesser für einen runden Tisch
  • Mit wie viel Platz pro Person du rechnen musst
  • Die Vor- und Nachteile eines Ausziehtisches
  • Wo ein großer Esstisch am besten steht

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Wie groß muss ein rechteckiger Tisch für 10 Personen sein?

Mindestens 240 Zentimeter lang und 100 Zentimeter breit. Bei dieser Größe finden auf jeder Seite vier Personen bequem nebeneinander Platz und an den Kopfenden kann auch noch jemand sitzen. Ein größerer Tisch bietet zwar mehr Raum zum Essen und auch mehr Stellfläche für Schüsseln und Töpfe – aber mit der Unterhaltung quer über den Tisch hinweg wird es dann schwierig.

Der richtige Durchmesser für einen runden Tisch

Damit vier Personen entspannt essen können, benötigst du eine Platte mit einem Durchmesser von 100 Zentimetern. Pro Person sollten mindestens 10 Zentimeter hinzukommen, was bei zehn Personen einem Durchmesser von 160 Zentimetern entspräche. Ein solcher Tisch braucht nicht nur viel Platz, er verhindert auch das, wofür runde Tische eigentlich stehen: angeregte Gespräche aller Gäste kreuz und quer über die Tischplatte hinweg.

Deshalb gilt: Für richtig große Runden sind runde Tische nicht geeignet. Der Grund: Je größer der Tisch, desto größer wird der Abstand zwischen den einander gegenübersitzenden Personen, die sich irgendwann nur noch rufend verständigen können. Die clevere Lösung: ein kleiner runder Tisch für den Alltag mit Einlegeplatten für größere Gesellschaften. Die Erweiterungen verändern nämlich die Tischform von rund zu oval, so dass sich alle prima unterhalten können.

Mit wie viel Platz pro Person du rechnen musst

Normalerweise geht man pro Gedeck von 60 Zentimetern in der Breite und 40 Zentimetern in der Tiefe aus. In der Mitte sollten zusätzlich etwa 20 Zentimeter Platz für Schüsseln, Töpfe oder Körbe sein. Zu diesem Tischmaß addierst du dann die Tiefe des Stuhls und gibst noch einmal 30 Zentimeter obendrauf – für genügend Bewegungsfreiheit beim Aufstehen.

Was die Höhe des Tischs angeht: Es gibt keine Norm. Meist ist die Oberkante zwischen 75 und 78 Zentimetern hoch. Die exakten Maße werden wichtig, wenn du bereits Stühle besitzt. Denn: Zwischen Sitzhöhe und Tischoberkante sollten es 30 Zentimeter sein. Zusätzlich musst du auf genügend Beinfreiheit achten. Der Abstand zwischen Boden und unterer Kante der Tischplatte sollte so groß sein, dass deine Beine bei der gewählten Stuhlhöhe bequem unter den Tisch passen.

Große Esstische
Ob ausziehbar oder nicht – große Esstische wirken am besten, wenn sie mitten im Raum stehen. Zudem hat jede Person so genügend Bewegungsfreiheit, um sich entspannt hinsetzen zu können.
Fotos v.l.: Anton Doll Holzmanufaktur (Massivholztisch), Temahome (Ausziehtisch), Wharfside (Tisch Magnum von Team 7), Designbotschaft (Ausziehtisch Pure Grey von Cada Design), Gubi (Tisch Moon)

Die Vor- und Nachteile eines Ausziehtisches

Ein riesiger Tisch, an dem normalerweise nur zwei Personen sitzen, wirkt seltsam leer. Wenn du also nur zu wenigen Gelegenheiten Platz für zehn Personen benötigst, lautet die Lösung: ein Ausziehtisch. Du kannst dabei zwischen unterschiedlichen Verlängerungssystemen wählen:

  • Kulissenauszug: Zieht man den Tisch an den Stirnseiten auseinander, kommen Zargen oder Schienen zum Vorschein. Auf diese werden Zusatzplatten montiert, die lose im Tisch verstaut sind. Nachteil: Der Auszug muss von zwei Personen gleichzeitig bedient werden.
  • Butterfly-Auszug: Auch hier werden die Stirnseiten auseinandergezogen. Die fest installierten Platten werden mithilfe einer besonderen Mechanik herausgeklappt. Nachteil: Der Auszug muss meist von zwei Personen gleichzeitig bedient werden.
  • Synchronauszug: Ideal für Menschen, die allein leben, weil nur an einem Tischende an der Platte gezogen werden muss. Durch die Mechanik gleiten beide Enden nach außen und legen eine Zusatzplatte in der Mitte frei, die wie beim Butterfly-Auszug nach oben geklappt wird. Nachteil: Funktioniert nur bei Säulentischen mit Mittelfuß.
  • Schubladenauszug: An den Stirnseiten befinden sich jeweils zwei Zargen, auf denen die obere Tischplatte ruht. Zieht man zunächst auf der einen, dann auf der anderen Seite an der unteren Zusatzplatte, fällt die obere herab. Zum Verkleinern muss die große Tischplatte etwas angehoben werden, damit die Zusatzplatten wieder darunter geschoben werden können. Nachteil: Verursacht schnell gequetschte Finger.
  • Ansteckplatte: Streng genommen handelt es sich hier nicht um einen ausziehbaren, sondern um einen erweiterbaren Tisch, da zusätzliche Ansteckplatten an den Stirnseiten des Tisches befestigt werden. Nachteil: Die Zusatzplatten müssen separat gelagert werden.

Wo ein großer Esstisch am besten steht

Ganz klar: frei im Raum. An einem Tisch für zehn Personen herrscht viel Kommen und Gehen, für das alle ausreichend Platz brauchen. Außerdem wirkt es seltsam, wenn du versuchst, ein so exponiertes Möbel platzsparend an die Wand zu rücken. Von den Sitzplätzen, die dir dabei verloren gehen, ganz zu schweigen.

Wenn du für deinen Esstisch zwar über einen entsprechend großen Raum verfügst, aber keinen Ballsaal besitzt, gilt: optisch klein schummeln. Entscheide dich für einen Tisch mit schmalen Beinen und einer dünnen PlatteMetallstühle sorgen ebenfalls dafür, dass das Ensemble nicht zu wuchtig wirkt. Noch besser: durchsichtige Kunststoffstühle. Die machen sich quasi unsichtbar.

Bilder im Aufmacher v.l.: Tisch Hven von Skagerak (Foto: Skagerak), Tisch YPS von Team 7 über Wharfside (Foto: Wharfside), Tischsets von Oyoy (Foto: Oyoy)

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