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Die Geschirrspülmaschine reinigen

von Katja Keweritsch

Die säubert sich doch von selbst, muss das sein? Leider ja. Denn nur mit regelmäßiger Reinigung bleibt alles hygienisch und keimfrei.

In diesem Artikel:

  • Warum muss eine Spülmaschine eigentlich gereinigt werden?
  • Wie oft du deine Spülmaschine säubern solltest
  • So geht’s: die Spülmaschine gründlich reinigen
  • Was du zum Saubermachen deiner Spülmaschine wirklich brauchst
  • Was tun, wenn die Spülmaschine stinkt?
  • Tipps für dauerhafte Hygiene

 

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Warum muss eine Spülmaschine eigentlich gereinigt werden?

Die reinigt sich doch von selbst beim Spülen – oder etwa nicht? Klare Antwort: nein. Natürlich strömt literweise sauberes Wasser durch die Maschine. Aber eben auch Speisereste und Fett. Gelangen diese in unzugängliche Ecken, das Sieb oder die Öffnungen der Sprüharme, setzen sie sich dort fest und bilden einen geradezu idealen Nährboden für Keime, Pilze und Bakterien. Das ist nicht nur eklig, sondern sogar ungesund. Außerdem riecht es irgendwann unangenehm.  

Auch Kalk lagert sich im Laufe der Zeit innen an der Maschine ab. Das führt zu Verstopfungen der Siebe, Düsen und des Abflusses. Die Folge: Dein Geschirr wird nicht mehr richtig sauber. Im schlimmsten Fall gibt dein Geschirrspüler irgendwann komplett den Geist auf. Eine Reinigung verlängert also zum einen die Lebensdauer deiner Spülmaschine. Und zum anderen sorgt sie dafür, dass keine Keime und Bakterien über schmutziges Geschirr in deinen Körper gelangen.

 

Wie oft du deine Spülmaschine säubern solltest

Das hängt natürlich davon ab, wie häufig, du deinen Geschirrspüler benutzt. Aber eine kurze Zwischenreinigung sollte bei täglichem Gebrauch schon einmal die Woche stattfinden. Dafür nimmst du das Sieb aus der Maschine und spülst es unter fließendem Wasser ab. Bei hartnäckigen Verschmutzungen kannst du ein paar Tropfen Spüli dazugeben und es mit einem Schwamm abreiben. Zudem solltest du einmal kurz mit einem feuchten Tuch über die Türdichtungen wischen. Achte darauf, auch  den Spalt zwischen Innenraum und Tür zu reinigen – dort setzt sich besonders gern Schmutz ab. Am Ende gehst du mit deinem Lappen noch einmal über die Außenkanten der Tür – fertig.

Etwa alle drei Monate solltest du deine Spülmaschine gründlich reinigen. Nur so verhinderst du, dass sich Fett, Kalk und Speisereste ablagern – die bilden nämlich nicht nur einen super Nährboden für Keime und Bakterien, sie verstopfen auch irgendwann die Düsen und den Abfluss, so dass dein Geschirrspüler viel früher als notwendig das Zeitige segnet.

 

Auf die richtigen Reinigungsmittel kommt es an - sowohl was Tabs und Salz angeht, als auch bei der Reinigung. Besonders preisgünstig und trotzdem wirkungsvoll: Zitronensäure, Essigessenz und Natron. 
Fotos: Shutterstock: XanderSt, Geo-grafika, Ralf Geithe

So geht’s: die Spülmaschine gründlich reinigen

Am besten planst du die Grundreinigung zu einem Zeitpunkt ein, an dem sowieso gerade eine kurze Zwischensäuberung ansteht – so kannst du dir die wenigstens sparen. Bei der Grundreinigung gehst du dann in vier Schritten vor:

  1. Schritt

Nimm das Sieb aus der Maschine und reinige es unter fließendem Wasser. Bei Fettablagerungen  solltest du es mit ein paar Tropfen Spüli und einer Bürste abschrubben. Tipp: Bei der Gelegenheit kannst du auch gleich den jetzt freiliegenden Abfluss auf Fremdkörper untersuchen. Achtung: Wenn dir ein Glas im Geschirrspüler zerbrochen ist, können sich hier kleine Scherben befinden.

  1. Schritt

Jetzt kommen die Sprüharme dran. Oft kannst du sie ganz einfach abnehmen, was das Reinigen erleichtert. Tipp: Schau in der Bedienungsanleitung nach, wenn du dir nicht sicher bist, wie es geht. Spül die Sprüharme unter fließendem Wasser ab und kontrolliere, ob alle Löcher offen sind. Falls nicht: Nimm einen Zahnstocher und prökel die Verstopfungen vorsichtig heraus. Bei einigen Modellen kannst du die Arme sogar aufklappen – das ist natürlich absoluter Saubermachluxus.

  1. Schritt

Tür und Innenraum. Am besten wischst du alles mit einem feuchten Lappen und etwas Essigessenz ab. Denk auch an die Außenränder der Tür und die Dichtungsgummis: Vor allem in der Fuge unterhalb der Tür sammeln sich gern Essensreste.

  1. Schritt

Am Ende lässt du den Geschirrspüler mit einigen Löffeln Essigessenz im Tabfach leer auf höchster Stufe ohne Vorspülprogramm durchlaufen. Danach legst du ein normales Geschirrreinigertab ein und schaltest das Gerät noch einmal an. Fertig!

 

Was du zum Saubermachen deiner Spülmaschine wirklich brauchst

Teure Spezialreiniger wirken irgendwie verlockend und gaukeln uns vor, unersetzlich zu sein. Aber das stimmt nicht! Preisgünstiger, umweltschonender und mindestens (!) genauso effektiv sinddie altbewährten Hausmittel: Natron, Essigessenz und Zitronensäure.

Ob du Zitronensäure oder Essigessenz verwendest, ist egal. Einigen ist der Zitrusduft angenehmer. Beide Hausmittel wirken kalklösend und antibakteriell – prima also, um damit deinen Geschirrspüler von innen auszuwischen. Auch die Außenränder der Tür und die Dichtungsgummis bekommst du so super sauber. Sollten die Sprüharme hartnäckige Kalkablagerungen vorweisen, kannst du sie zudem in einem Eimer mit Zitronensäure- oder Essigwasser einweichen. Aber Achtung: Beim Enddurchlauf der Spülmaschine nach der Grundreinigung solltest du statt Zitronensäure lieber Essigessenz verwenden. Denn: Bei hohen Temperaturen verbindet sich Zitronensäure mit überschüssigem Kalk zu Calciumcitrat. Das ist noch härter als Kalk und lässt sich aus den feinen Düsenporen nur sehr schwer wieder entfernen.

In Verbindung mit Essigessenz oder Zitronensäure wirkt Natron wahre Wunder. Dafür darfst du die Säure und das basische Natron allerdings nicht gleichzeitig anwenden, da sie sonst miteinander reagieren und ihre Wirkung sich aufhebt. Für den Enddurchlauf der Grundreinigung deines Geschirrspülers füllst du deshalb Essigessenz ins Tabfach und verteilst fünf Esslöffel Natron in der Spülmaschine. Denn: Das Tabfach öffnet sich erst, wenn das Natron seine Wirkung im Spülraum bereits entfaltet hat. Du wirst staunen, wie effektiv diese Hausmittel wirken.

 

Was tun, wenn die Spülmaschine stinkt?

Andere Frage: Woher kommt der unangenehme Geruch? Meistens handelt es sich um Speisereste oder nasses Papier (z.B. von Joghurtbechern), das sich im Sieb, dem Besteckkorb, den Düsen oder dem Abfluss gesammelt hat. Aber auch Töpfe, in denen du mit viel Knoblauch hantiert hast, können zu üblen Gerüchen führen. Erste Hilfe: die Grundreinigung deines Geschirrspülers. Danach ist die Maschine zumindest so sauber, dass du jedem neuen schlechten Geruch die Grundlage entzogen hast.

Zusätzlich kannst du nun eine entsaftete Zitrone in den Geschirrkorb legen und die Spülmaschine leer einmal durchlaufen lassen. Das sorgt für einen natürlich frischen Duft. Alternativ kannst du auch auf handelsübliche Duftspender für Spülmaschinen zurückgreifen. Umweltschonender ist allerdings die Zitrone.

Tipps für dauerhafte Hygiene

  • Flugrost setzt sich beim Spülen auf Metallteilen ab. Er kann Besteck und Töpfe und sogar die Spülmaschine selbst angreifen – deshalb solltest du schnell den Verursacher herausfinden (oft ein beschädigter Spülkorb oder nicht rostfreies Kochgeschirr) und ihn nie wieder in die Maschine lassen.
  • Teller und Töpfe in jedem Fall ohne Speisereste in die Spülmaschine stellen. Achtung: Vorher nicht schon per Hand vorspülen. Das verbraucht unnötig Wasser. Besser: Alle Reste mit einem Holzschaber abkratzen.
  • Die Tür des Geschirrspülers immer geschlossen halten. Die leichte Feuchtigkeit im Inneren verhindert, dass Schmutz antrocknet und damit schwieriger zu entfernen ist.
  • Hin und wieder die Geschirrspülmaschine bei höchster Temperatur laufen lassen – das tötet Keime und Bakterien ab.
  • Auf eine regelmäßige Zwischenreinigung und eine umfangreiche Grundreinigung achten.

Bilder im Aufmacher: Shutterstock: Alexander_Borisenko, photopixel, daphnusia

 

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