Wohnbasics

Der Mülleimer Pushboy von Wesco – ein Designklassiker

von Laura Drühe

Da hat aber einer ’ne ganz schön große Klappe: Der Mülleimer Pushboy von Wesco ist seit mehr als 25 Jahren ein Designklassiker in deutschen Haushalten.

Es begann alles mit der findigen Idee eines deutschen Austauschstudenten aus dem Sauerland. Als Egbert Neuhaus in den siebziger Jahren in Texas studierte, fielen ihm überall die riesengroßen Mülleimer auf: in Hotels, Restaurants und Cafés, aber vor allem auch in den Küchen und Haushalten seiner amerikanischen Freunde. So etwas Cooles, typisch Amerikanisches würde doch bestimmt auch super in Deutschland funktionieren!

Die Entdeckung kam gerade recht, denn die elterliche Metallfirma Westermann & Co GmbH (auch bekannt als Wesco) im westfälischen Arnsberg befand sich zu der Zeit in einer kleinen Schaffenskrise. Im Jahr 1867 als Metallmanufaktur gegründet, hatte sich das Familienunternehmen schnell auf die Metallverarbeitung von Haushaltsgeräten spezialisiert und produzierte seit 1910 lackierte Blechwaren für die Küche. Vorratsdosen, Tabletts und eben Mülleimer. Doch als Egbert Neuhaus zum Studieren in die USA ging, hatten die Modelle von Wesco in Deutschland ein angestaubtes Image; das Design galt als altmodisch und uninspiriert.

Der Mülleimer von Pushboy in Rosa
Den Pushboy gibt es in Knallfarben wie Brombeere, Limette, Orange und Pink.
Foto: Wesco

Mülleimer von Wesco: großes Volumen, große Klappe, knallige Farben

Zurück in Deutschland schwärmte Neuhaus seiner Familie begeistert von den großvolumigen, durchdesignten Abfalleimern vor, die bis zu 50 Liter fassen konnten und überall ein cooler Eyecatcher waren. Wesco gab seiner Idee eine Chance – der Rest ist Geschichte.

Seit knapp 30 Jahren fertigt die Firma nun schon den beliebten Pushboy in verschiedenen Farben und Größen an. Die Markenzeichen: der abgerundete Korpus aus pulverbeschichtetem Stahlblech, eine stabile Einwurfklappe aus Edelstahl zur geruchsfreien Entsorgung des Mülls, ein Einsatz aus Metall für den Müllbeutel sowie ein fußbodenschonender Kunststoffring. Aber es sind vor allem die knalligen Farben im Stil amerikanischer Pop-Art, die Wesco zu einem völlig neuen Image verholfen haben – vom Abfalleimer über Brotkästen bis hin zu Wasserkesseln und Messerblock.

Erhältlich ist der Pushboy mit einem Fassungsvermögen von 50 Litern (40 cm breit, 75 cm hoch, 40 cm tief) sowie als Junior-Version mit 22 Litern (35 cm breit, 63 cm hoch, 35 cm tief). Hinzu kommt Pushboy Two mit zwei separaten, 25 Litern umfassenden Kammern für die Mülltrennung.

Verkaufsraum in der Villa Wesco mit einer großen Auswahl an Wesco-Produkten
Einen Besuch wert: Die Villa Wesco in Arnsberg ist ein Zentrum mit Shops, Outlet, Wohnausstellungen, Kochschule, Events und Restaurant.
Foto: Wesco 

Ein Abfalleimer wird zum Wohnobjekt

Weitere Modelle wie Baseboy mit Fußpedal oder Kickboy mit Pedal und Klappe ergänzen die Produktpalette. Insgesamt gibt es mittlerweile mehr als 50 Variationen für die unterschiedlichsten Bereiche und Zwecke im Haushalt. Neuester Zuwachs: der Spaceboy, ein Mülleimer im Stil einer Rakete.

Und Egbert Neuhaus? Der ist mittlerweile geschäftsführender Gesellschafter von Wesco und blickt mit Stolz auf die Firmengeschichte zurück: „Mülleimer haben die Tendenz, extrem langweilig zu sein. Wir haben aus Mülleimern Artikel gemacht, die zum Wohnobjekt wurden. Und das war die eigentliche Revolution.“

Im Aufmacher: Foto: Wesco

Ähnliche Artikel

Kommentare

0
Loading...