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Den Schreibtisch aufräumen – vier einfache Tipps

von Christiane Tillmann

Mit diesen schnellen Ordnungstricks geht das Schreibtisch-Aufräumen flott von der Hand und macht auch noch Spaß – versprochen!

An manchen Tagen wünscht man sich einen Mini-Bulldozer, der einfach einmal quer über den Schreibtisch fährt und sämtliche Ablage-Stapel, Post-it-Haufen und Frühstückskrümel auf die andere Seite in den Mülleimer fährt. Ganz so einfach ist es mit dem Schreibtisch-Aufräumen aber nicht. Schließlich sind wir selbst schuld an der Misere, haben über Wochen Dinge angesammelt, die wir mal besser direkt abgeheftet hätten und nörgeln jetzt, weil wir nichts mehr wiederfinden oder uns das Chaos zu unseren Händen von der Arbeit ablenkt. Wie also den inneren Schweinehund bekämpfen? Mit System natürlich. Hier kommen unsere besten Tipps, wie du deinen Schreibtisch aufräumst – und aufgeräumt hältst.

Tipp 1: Grundreinigung mit Methode

Zwei Systeme sind besonders erfolgversprechend, wenn es darum geht, den Schreibtisch erst einmal aufzuräumen:

  • Das Vier-Felder-System: Hierbei wandert alles, was sich auf dem Tisch befindet, in vier Felder, die du zuvor mit Kreppband oder Post-Its auf dem Boden markiert hast: „Wegschmeißen“ (und genau das machst du mit diesem Stapel), „Weiterleiten“ (hierin befinden sich Dinge, die du zurückgeben musst und delegieren kannst, z.B. ein geliehenes Buch), „Wichtiges“ (Achtung, diese Dinge wandern nach der Aktion wieder auf deinen Schreibtisch und „Sofort erledigen“ (das meint alles, was schnell zu erledigen ist, Anrufe, Terminbestätigungen etc.).

  • Die Distanzmethode: Zu Beginn des Arbeitstages stellst du eine große Kiste hinter dich und gibst alle Dinge, die auf deinem Tisch stehen, hinein. Im Laufe des Tages wirst du bemerken, dass du einige Dinge häufig brauchst. Diese wandern mit der Nutzung zurück auf den Schreibtisch. Die, die du an diesem Tag überhaupt nicht gebraucht hast, bleiben erstmal in der Kiste, bis du sie sortierst. Je öfter du sie brauchst, desto näher bleiben sie bei dir. Dinge, die du täglich brauchst, wandern direkt auf den Tisch. Dinge, die du manchmal brauchst, in ein entfernteres Regal und Dinge, die du gar nicht brauchst, in die Tonne oder an jemanden, der sie gebrauchen kann.
Accessoires für den Schreibtisch
Hey there, beautiful: Hübsche Accessoires wie hier von Ferm Living machen happy und sorgen dafür, dass wir unseren Schreibtisch nicht länger vernachlässigen (li.). Die Briefablage Dania von Skagerak bietet Platz für ausgesuchte Dokumente (re.).
Fotos: Geliebtes Zuhause

Tipp 2: Schönheit einziehen lassen

Wer in seinen Schreibtisch investiert und ihn liebevoll individuell einrichtet, der weiß ihn auch mehr zu schätzen und läuft weniger Gefahr, ihn permanent zuzumüllen. Deshalb: Ersetze alle Objekte, die kaputt sind, durch Dinge, die dir gefallen und dir ein inneres „Schöön“ entlocken. Das gilt übrigens auch für kümmerliche Pflanzen, die sorgen einfach für schlechte Laune. Besser: In eine gesunde Grünpflanze und einen schönen Übertopf investieren oder sich öfter mal einen frischen Strauß gönnen.

Tipp 3: Sich selbst zur Ordnung erziehen

Ab sofort gilt: regelmäßig aufräumen. Und zwar am besten jeden Abend. Wer es schafft, nach Feierabend auf einen leeren Schreibtisch zu blicken, der hat nicht nur das Vergnügen, am nächsten Tag mit frischem Kopf durchzustarten, sondern auch noch den Vorteil, dass er einen Haken hinter den Arbeitstag machen kann. Ganz nach dem Motto: Heute habe ich alles geschafft, was ich mir vorgenommen habe. Dabei hilft es ungemein, wenn man bereits beim Arbeiten daran denkt, all die Dinge, die man nutzt, danach wieder an ihren Platz zurückzulegen.

SOS-Tipp: Dem Schweinehund den Unterschlupf stehlen

Du gehörst zu jenen Schreibtisch-Messies, die immun gegen Tipps sind? Dann hilft nur noch eines: Nimm alles vom Schreibtisch herunter, auf dem du Dinge stapeln oder in denen du sie verstauen kannst: Also keine Kisten, keine Boxen, keine Rollcontainer, einfach gar nichts. Nur das Nötigste darf die Platte berühren (Laptop, Schreibtischleuchte), alles andere wandert direkt an seinen Bestimmungsort.

Foto im Aufmacher: Shutterstock

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