Wohnbasics

Den richtigen Bürostuhl finden: kein Hexenwerk

von Natalie Schulz

Ergonomisch, höhenverstellbar, flexibel oder gemütlich? Worauf es bei einem guten Bürostuhl ankommt, damit das Arbeiten im Sitzen gut funktioniert.

Wer viel am Schreibtisch sitzt, sollte gut sitzen. Und gemütlich. Auf jeden Fall in einem ergonomischen Stuhl. Bei der Suche nach dem passenden Bürostuhl scheinen die Kriterien endlos. Aber: Der Kauf eines Bürostuhls ist mit unseren Tipps kein Hexenwerk.

Die Mechanik eines Bürostuhls

Was sich furchtbar technisch anhört, ist essenziell für einen guten Bürostuhl. Denn der Stuhl sollte dem Körper in einer sitzenden Arbeitshaltung Halt und Bewegung geben. Bürostuhlmechaniken lassen sich in drei Gruppen einteilen:

    • Permanentmechanik: Beim Zurücklehnen bewegt sich die Rückenlehne, die Sitzfläche bleibt jedoch starr.

    • Synchronmechanik: Hier bewegt sich beim Zurücklehnen zuerst die Rückenlehne, mit etwas Verzögerung auch die Sitzfläche. Dies ist die am weitesten verbreitete Mechanik. Fast jeder Hersteller hat allerdings einen eigenen Namen dafür.

    • Weitere Mechaniken: Vor allem Weiterentwicklungen der Synchronmechanik sowie ganz neue Ansätze wie zum Beispiel Swooper.

Die Permanentmechanik ist eher veraltet, die Synchronmechanik State oft the Art. Sie ermöglicht es, Rücken und Gelenke zu strecken und fördert so die Durchblutung. Wichtig: Egal für welche Mechanik ihr euch entscheidet, in ihrer Stärke sollte sie auf euer Gewicht eingestellt werden können - so dass die Wechsel zwischen verschiedenen Sitzpositionen spielend und unmerklich geschehen.

Anpassung an die Körpermaße und die Umgebung

Ein guter ergonomischer Bürostuhl lässt sich anpassen – und zwar an alles, vor allem aber an die eigenen Körpermaße. Die Sitzfläche sollte nach hinten erhöht (keilförmig) und nach vorne abgerundet sein. Die Sitzhöhe muss verstellbar sein, idealerweise so, dass eure Oberschenkel eine zum Knie hin leicht abfallende Linie bilden. Darüber hinaus sollte der Bürostuhl noch über Einstellungsspielraum nach oben wie nach unten verfügen.

Höhenverstellbar ist auch das Stichwort bei Rücken- und Armlehnen. Die Rückenlehne sollte mindestens bis zur Unterkante der Schultern reichen, besser noch darüber hinaus. Bei der Form gilt: Oben nicht zu breit und nach hinten abgerundet. So könnt ihr euch ohne Behinderung (nach hinten) strecken. Jede Rückenlehne bietet zusätzlich eine so genannte Lordosenstütze, das ist der untere, nach vorn gewölbte Bereich. Egal, ob sie sich eigenständig in der Höhe oder durch die Anpassung der Rückenlehne verstellen lässt, sie muss einen gut spürbaren und aufrichtenden Halt bewirken. Armlehnen können, müssen aber nicht sein. Entscheidet man sich dafür, sollte beim Heranrollen an einen Tisch immer zuerst der Bauch an die Tischkante stoßen und nicht die Armlehnen.

Ein Bürostuhl ohne Rollen – undenkbar und auch wenig sinnvoll. Für einen sicheren Stand sollten es mindestens fünf Rollen sein, die nicht selbstständig wegrollen können.

Im Aufmacher: Eigentumswohnung in Hamm von unserem Experten Raum2 Foto: Raum2

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