Schluss mit unterbelichtet! – Der Experten-Ratgeber zum Thema „Leuchtmittel“

Da kann sie noch so schön sein – ohne das richtige Leuchtmittel steht jede Lampe nur nutzlos in der Ecke. Seit dem offiziellen, von der EU angeordneten Aus für Thomas Edisons großartige Erfindung, die Glühbirne, fragen sich viele, welches Leuchtmittel nun als Ersatz dienen kann. Dabei tauchen immer wieder die Begriffe Halogenlampe, LED-Leuchte und Energiesparmodell auf. Die wenigsten wissen jedoch, was sich dahinter genau verbirgt und welche Variante zur eigenen Lampe passt. Damit Ihnen diesbezüglich ein Licht aufgeht, erklären wie Ihnen hier die Unterschiede der verschiedenen Leuchtmittelarten und zeigen Ihnen, welche am besten für Sie und Ihre Lampen geeignet ist.

Grundsätzlich unterscheidet man bei Leuchtmitteln zwei verschiedene Arten – zum einen die Leuchtmittel, die mittels Gas zum Leuchten gebracht werden, und zum anderen Leuchtmittel, die zur Lichterzeugung keinerlei Gas benötigen.

Leuchtmittel mit Gas

Bei einigen Leuchtmitteln sorgt ein bestimmtes Gas oder Gasgemisch dafür, dass die Lampe zu leuchten anfängt. Das kann zum Beispiel Brom, Brommethan oder Argon sein. Bei dieser Art von Leuchtmitteln muss allerdings noch eine weitere Unterscheidung getroffen werden: Gasbetriebene Leuchtmittel mit Glühfaden und gasbetriebene Leuchtmittel ohne Glühfaden.

Gasbetriebene Leuchtmittel mit Glühfaden – Die Halogenlampe

Halogenlampen  spenden ein warmes, angenehmes Licht
Halogenlampen spenden ein warmes, angenehmes Licht
Ein gasbetriebenes Leuchtmittel mit Glühfaden ist die Halogenlampe. Einfach gesagt ist diese Variante eine Weiterentwicklung der klassischen, aber mittlerweile verbotenen Glühbirne. Daher funktioniert sie auch fast nach dem gleichen Prinzip: Ein in einem Glaskolben befindlicher Glühfaden wird solange erhitzt, bis er anfängt zu glühen und somit Licht abgibt. Der Unterschied zur Glühbirne: Durch ein spezielles Gasgemisch innerhalb des Kolbens kann hier eine bis zu 40 prozentig bessere Lichtausbeute erzielt werden. Auch die Lebensdauer von Halogenlampen liegt in der Regel um bis zu dreimal höher als bei Glühbirnen. Der Vorteil dieser Variante im Vergleich zu den anderen Leuchtmitteln ist, dass das erzeugte Licht dem der Sonne sehr ähnlich ist und daher von den meisten Menschen als sehr angenehm empfunden wird. Der Nachteil: Obwohl die Halogenlampe schon eine verbesserte Lichtausbeute als die Glühbirne hat, zählt sie trotzdem zu den Stromfressern. Der Grund dafür ist, dass von der gesamten erzeugten Energie einer Halogenlampe nur circa sieben Prozent tatsächlich in Form von Form von Licht abgegeben wird, der Rest in Form von Wärme. Außerdem ist die Lebensdauer dieser Leuchtmittelart mit rund 2500 Stunden auch eher mäßig. Hinzu kommt, dass bis 2012 die meisten Halogenlampen ebenfalls verboten werden – ausgenommen die sogenannten Niedervolt-Halogenlampen. Auf Grund dieser genannten Nachteile sollten Sie sich den Kauf einer Halogenlampe gut überlegen und sich vielleicht eher für eine der folgenden Varianten entscheiden.

Gasbetriebene Leuchtmittel ohne Glühfaden – Leuchtstoffröhren und Energiesparlampen

Zu den gasbetriebenen Leuchtmitteln, die keinen Glühfaden enthalten, zählen zum einen Leuchtstoffröhren und zum anderen Energiesparlampen. Beide funktionieren nach dem gleichen Prinzip – eine in einem Glasrohr befindliche Mischung aus Quecksilberdampf und Argon gibt bei Stromfluss UV-Licht ab, welches über eine Leuchtstoffverkleidung in sichtbares, unschädliches Licht umgewandelt wird – die Lampe leuchtet.

Besonders  beliebt in großen Räumen – Die Leuchtstoffröhre
Besonders beliebt in großen Räumen – Die Leuchtstoffröhre
Leuchtstoffröhren sind, wie der Name schon sagt, längliche Röhren, gefüllt mit dem oben erwähnten Gasgemisch. Aufgrund ihrer Größe beziehungsweise Länge finden sie in der Regel nur in größeren Lampen Platz: Sehr beliebt sind sie in Büros, Fabrikhallen und sonstigen großen Räumen, denn aufgrund ihrer Beschaffenheit können sie besonders viel Licht an eine weite Umgebung abgeben.
Schont  die Umwelt und Ihren Geldbeutel – Die Energiesparlampe
Schont die Umwelt und Ihren Geldbeutel – Die Energiesparlampe
Bei Energiesparlampen leuchtet das Gas ebenfalls in einem Glasrohr, welches zuweilen noch von einem Kolben umgeben und so zusätzlich geschützt ist. Das Glasrohr in einer Energiesparlampe ist dabei aber deutlich kürzer und dünner als bei Leuchtstoffröhren und außerdem (schraubenförmig) gebogen, um eine möglichst große Leucht-Oberfläche auf möglichst kleinem Raum zu schaffen. Daher eignen sich Energiesparlampen im Prinzip für jede Lampe im normalen Hausgebrauch – vom Deckenfluter über die Tischlampe bis hin zum Kronleuchter. Übrigens: Das Gerücht, diese Art von Lampen spende ein kühleres Licht als die gute, alte Glühbirne, kann man getrost vergessen – die Hersteller bieten mittlerweile Energiesparlampen in allen Farbabstufungen an.

Die Lichtausbeute bei Leuchtstoffröhren und Energiesparlampen ist bis zu viermal höher als die von Glühbirnen – das schont die Umwelt und Ihren Geldbeutel! Vorsicht allerdings bei der Entsorgung dieser Leuchtmittel! Aufgrund der in den Röhren enthaltenen Gase und Dämpfe können sie nicht einfach so weggeworfen werden, sondern müssen gesondert über Recycling-Sammelstellen oder den Fachhandel entsorgt werden.

Leuchtmittel ohne Gas – Die LED-Leuchte

Die  LED-Leuchte geht praktisch nie kaputt
Die LED-Leuchte geht praktisch nie kaputt
Ein Leuchtmittel, das vollkommen ohne Gas und Glühfaden funktioniert, ist die LED-Leuchte. LED steht hierbei für Light Emitting Diode, auf Deutsch also lichtabgebene Diode, kurz Leuchtdiode. Physikalische Prozesse innerhalb der Lampe sorgen hier dafür, dass mittels Stromzufuhr Licht erzeugt wird. Der Vorteil an dieser Variante ist, dass die Lebensdauer bei rund 100.000 Betriebsstunden liegt und damit 15 Mal höher als bei einer Leuchtstoff- oder Energiesparlampe. Eine LED-Leuchte geht also praktisch nie kaputt. Die einzigen Nachtteile, den diese Lampen haben, sind ihre geringe Lichtstärke und die Temperaturabhängigkeit: Um einen größeren Bereich auszuleuchten, muss man mehrere LED-Lampen nebeneinander anbringen und bei sehr warmer Umgebungstemperatur ist die Strahlkraft etwas eingeschränkt. An diesen Nachteilen wird allerdings intensiv geforscht – vielleicht ist das Problem also bald schon behoben! Grundsätzlich eignen sich LED-Lampen ebenfalls für alle Lampen im normalen Hausgebrauch – dass ihre Lichtabgabe allerdings (bis jetzt noch) nicht ganz so hoch ist wie die von Energiesparlampen und Co., sollte man beim Kauf berücksichtigen.

Halogenlampe, Energiesparlampe und LED-Leuchte als Ersatz für die Glühbirne im Hausgebrauch

Egal für welches der vorgestellten Leuchtmittel Sie sich entscheiden – für den ganz normalen Hausgebrauch gilt: Im Prinzip passen sowohl die Halogenlampe als auch die Energiesparlampe und die LED-Leuchte in die Lampenfassungen, die früher für Glühbirnen vorgesehen waren. Sie müssen Ihre alten Lampen also nicht wegschmeißen!

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Kumardiw
Diwaker
KÜvüxÄcädÖfögß KÜvüxÄcädÖfögß 04.06.2014 11:38:51Uhr
 
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