Kolumne

Refugien der Kindheit

Woran erinnerst Du Dich, wenn Du Dein Kinderzimmer vor Augen hast? Das kleine Refugium, wie eine Wohnung im Kleinformat. Dort wird geschlafen, geträumt, gespielt, empfangen, getanzt, gelernt. Manchmal auch gespeist, und nur selten natürlich aufgeräumt. Der Raum des kreativen Chaos!

 

Ein Raum, der sich verändert, weil sich auch die Bedürfnisse des kleinen Bewohners schnell verändern. Babyjahre – Kleinkindphase – Grundschulalter – Pubertät – Jugend und Lehrjahre. Worauf kommt es an? Wir sollten niemals an der Matratze sparen, eher noch am Kleiderschrank. Wie viel Mitbestimmungsrecht hat Dein Nachwuchs? Der Nachwuchs weiß genau, welche Farben ihm gut tun, wo er gern sein Bett stehen hat. Als Einrichterin habe ich unzählige Betten ans Fenster geschoben, und wenn es um Jugendliche ging, sorgte ich für Raumtrennungen, um Arbeitsbereich und Chill-Zone zu separieren. Unterschiedliche Lichtquellen – zum Träumen als Stehlampe um die Sitzsäcke herum und eine Lampe auf dem Schreibtisch, dessen Licht die empfindlichen Augen nicht verdirbt. Blau ist vielleicht der Arbeitsbereich, Orange die Freunde-Ecke, hellgrün die Schlafzone.

 

Manche Eltern bauen die Wickelkommode um, entnehmen den Aufsatz und streichen den Korpus, drehen neue Knöpfe an die Fronten. Schön sind auch Farben, die zur unteren Hälfte der Wände dunkler sind, das wirkt gemütlich und beschützend. Das Bett hat für den Tagesgebrauch eine Überdecke und gemütliche Kissen, an den Wänden hängen schöne Bilder, vielleicht selbst gemalte, schön gerahmte Kreationen der kleinen Bewohner.

 

Ich weiß um den Wunsch vieler Eltern (besonders der Mütter mit einem großen Einrichtungsgen), dass sich ein roter Faden (den Stil betreffend) durch alle Räume zieht. VETO! Es gibt da einen Raum, der sich auf jeden Fall gern abheben darf: das Kinderzimmer! Hier herrscht eine andere Welt. Und wie viel können wir noch lernen von den Kleinen, die ihre Wünsche und Vorstellungen oft so viel klarer äußern können als die Großen. Die Kleinen, die noch ausgestattet sind mit Intuition, die bei den Großen oft verkümmert ist.

 

Wir werden nicht selten im Leben den Wohnraum wechseln und Umzüge hinter uns lassen, aber eines werden wir niemals vergessen: wie sich unser Kinderzimmer angefühlt hat. Als Einrichterin war mir dieser Raum stets ein besonderes Bedürfnis. Was habe ich Betten von Türen weggerückt, um sie aus dem Blickfeld verschwinden zu lassen. Was habe ich mit jungen Menschen Refugien geschaffen, in denen der Rückzug auf gemütlichen Teppichen (auf dem Boden sitzen erdet schön) endlich möglich wurde. In denen all die Farben sein durften, nach denen es dürstete, was habe ich mich für die Kleinen stark gemacht, wenn die Großen etwas „geschmacklos“ fanden. Schaffe Deinen Kindern einen Raum, der mehr ist als vier Wände plus Decke. Es ist ihr Zuhause. Und je wohler sie sich fühlen, desto eher hast auch Du mal Deine Ruhe.

 

Fröhliches Schaffen!
Deine Conni Köpp (Wohnexpertin)

Nach Schlagworten suchen
Newsletter bestellen

Deine Vorteile

  • Regelmäßige Information zu neuen Angeboten, Shoppartnern und Services
  • Exklusive Aktionen und aktuelle Gewinnspiele
  • Immer "Up to Date" durch Trend-Tipps und praktische Ratgeber
Kommentare(0) Kommentar schreiben
Noch gibt es keinen Kommentar zu diesem Artikel. Sei der Erste und lasse die anderen User wissen, was Du hierzu zu sagen hast.
 
Der moebel.de Newsletter:
Sale-Aktionen, Trend Tipps, Wohnideen