Achtung, Verdunkelungsgefahr! – Ratgeber Jalousien & Rollos

Keine Lust auf neugierige Blicke ins Bad oder Wohnzimmer? Ungestört ausschlafen können, ohne von der Sonne geweckt zu werden? Kein Problem, dafür gibt es Jalousien und Rollos. Dabei handelt es sich aber nicht um zwei verschiedene Begriffe für das gleiche Wohn-Accessoire – Jalousien und Rollos unterscheiden sich grundlegend in Form und Aussehen. Was beide trotzdem gemeinsam haben, ist die Doppelfunktion aus Sicht- und Sonnenschutz. Wie Sie die richtige Variante für Ihr Zuhause auswählen, das erfahren Sie hier.

Maximaler Sicht- und Sonnenschutz: Jalousien

Maximaler  Sicht- und Sonnenschutz mit Jalousien
Maximaler Sicht- und Sonnenschutz mit Jalousien
Eine Jalousie ist ein Sichtschutz und Verdunkelungshilfe bestehend aus flachen, aneinandergereihten Lamellen. Diese sind meist aus Aluminium oder Holz (besonders beliebt: Bambus) und untereinander sowie mit der Aufhängeleiste durch einen stabilen (Nylon-) Faden oder eine Schnur verbunden. Die gängigsten Lammellenbreiten sind 16 mm, 25 mm, 35 mm und 50 mm. Mit Hilfe einer Zugschnur können Jalousien nach oben gezogen beziehungsweise wieder nach unten gelassen werden. Somit kann man sie ganz individuell auf die gewünschte Länge einstellen, je nachdem, wie viele Lichtstrahlen und/ oder neugierige Blicke eindringen dürfen. Zusätzlich gibt es die Möglichkeit, die Jalousielamellen mittels eines Holz- oder Plastikstabs nach oben oder nach unten zu kippen und so den Lichteinfall gezielt in eine Richtung zu lenken. Bei maximalem Kippwinkel, also wenn die Lamellenkanten direkt aneinander anschließen, kann eine komplette Verdunkelung beziehungsweise ein lückenloser Sichtschutz erreicht werden. Daher eignen sich Jalousien besonders gut für Räume, die auf Wunsch komplett abgedunkelt oder abgeschirmt werden sollen – beispielsweise im Bereich Schlafen.

Dekorativer Sichtschutz: Rollos

Bei Rollos spielt, anders als bei Jalousien, neben der Funktion, Schutz vor Sonne und neugierigen Blicken zu bieten, auch der Aspekt der Dekoration eine große Rolle. Doch zunächst eine kurze Definition: Ein Rollo ist ein Sicht- und Sonnenschutz aus Textil. Je nachdem, wie durchsichtig der Stoff ist, lässt er mehr oder weniger Lichtstrahlen und neugierige Blicke durch. Auch ein Rollo ist längenverstellbar und kann somit den individuellen Bedürfnissen angepasst werden. Wie eingangs schon erwähnt, spielt hier außerdem der dekorative Charakter eine große Rolle, denn anders als bei Jalousien kann bei der Wahl eines Rollos explizit auf die Farbe oder das Muster geachtet werden. Daher, und aufgrund der eingeschränkten Sicht- und Sonnenschutz-Funktion, eignen sich Rollos besonders für Räume, in denen man ein optisches Highlight setzen möchte und die keinen kompletten Sichtschutz beziehungsweise Abdunkelung benötigen; beispielsweise also für Küchen oder Büros. Doch auch wenn die Funktion bei allen gleich ist, Rollo ist nicht gleich Rollo – hier muss noch einmal genauer unterschieden werden.

Einfache Bedienung: Seitenzugrollos

Seitenzugrollos  passen an jedem Fenster
Seitenzugrollos passen an jedem Fenster
Eine gängige Variante des Rollos ist das Seitenzugrollo, oft auch Kettenzugrollo genannt. Es ist in der Regel auf eine an der Wand oder dem Fenster befestigte, runde Trägerstange, auch Welle genannt, aufgerollt. Mittels einer seitlich befestigten Kette lässt sich die Welle bewegen und das Rollo wird ab- beziehungsweise aufgerollt. Die Höhe lässt sich hierbei also ganz individuell und vor allem – und das ist der Vorteil dieser Variante – stufenlos einstellen: Wenn Sie die Kette loslassen, bleibt das Rollo „stehen“ – praktisch! Aufgrund dieser einfachen Bedienbarkeit eignet sich ein Seitenzugrollo für alle Fenster gleich gut.

Im Dunkeln ist gut Munkeln: Verdunklungsrollos

Eine Sonderform des Seitenzugrollos ist das Verdunklungsrollo. Es funktioniert genauso wie ein herkömmliches Seitenzugrollo; der Stoff bei dieser Art von Rollo ist in der Regel aber viel fester und undurchsichtiger, um, wie der Name schon sagt, eine möglichst gute Abdunkelung eines Raumes zu garantieren. Daher eignet sich diese Variante zum Beispiel auch besonders gut für Schlafzimmer, wo es auf Dunkelheit ankommt. So wird auch der längste Langschläfer nicht von einfallenden Sonnenstrahlen wachgekitzelt!

Sprunghafte Zeitgenossen: Springrollos

Springrollos funktionieren ähnlich wie Seitenzugrollos. Auch hier ist der Rollostoff um eine Welle gewickelt und wird auf- beziehungsweise abgerollt, dies geschieht hier allerdings mithilfe eines Federmechanismus. In der Regel ist am unteren Ende eines Springrollos mittig eine Schlaufe platziert, an der man ziehen und so das Rollo abrollen kann. Ist die gewünschte Länge erreicht, hält man kurz an, die eingebaute Feder rastet dann ein – zieht man das Rollo nach dem Arretieren ein Stückchen nach unten, wird die Feder wieder gelöst und das Rollo rollt sich mit einem „Sprung“ wieder nach oben auf. Diese Variante eignet sich gut für Räume, bei denen mit einem einzigen Handgriff der Lichteinfall schnell und individuell geregelt werden soll, beispielsweise also für die Küche.

Keine Angst vor Falten: Raffrollos

Dekorativer  Sichtschutz – das Raffrollo
Dekorativer Sichtschutz – das Raffrollo
Das Raffrollo, auch als Faltrollo bezeichnet, ist, anders als die zuletzt besprochenen Varianten, nicht auf einer Welle aufgerollt; es wird vielmehr zum Beispiel an einer Gardinenstange oder Laufleiste befestigt und auf die gewünschte Länge gefaltet. Mittels einer Schnur lässt sich die gewünschte Höhe des Raffrollos hier individuell einstellen. Diese Schnur kann entweder seitlich befestigt sein oder mittig durch den Stoff verlaufen. Zieht man sie straff beziehungsweise lockert man sie wieder, faltet sich das Rollo entweder auf oder fällt wieder nach unten. Aufgrund dieser Eigenschaft ist diese Variante in der Regel aus einem besonders leichten (faltbaren!) Stoff gearbeitet, zum Beispiel Organza. Daher eignet sich ein Raffrollo gut für Räume, in die der ein oder andere neugierige Blick oder Sonnenstrahl gerne eindringen darf, zum Beispiel also Küche oder Arbeitszimmer. Achtung beim Kauf von Raffrollos! Die angegebenen Höhenmaße sind meist im ungerafften Zustand gemessen.

Bandeln gerne an: Bändchenrollos

Das Bändchenrollo ist eine Spezialform des Raffrollos. Die Funktionsweise ist hierbei nahezu identisch: Genau wie Raffrollos werden auch Bändchenrollos auf Wunsch an einer (oder mehreren) mittig durch den Stoff verlaufenden Schnur nach oben gefaltet, um mehr oder weniger Sichtschutz zu bieten. Die Befestigung des gefalteten Stoffes erfolgt dann durch an benannten Schnüren baumelnde Schleifchen oder Bändchen (daher der Name!) – einfach verknoten, fertig!

Plissees

Plissees  als Alternative zum klassischen Rollo
Plissees als Alternative zum klassischen Rollo
Einer immer größeren Beliebtheit erfreuen sich Plissees. Diese Varianten sind in der Regel aus Stoff gefertigt und lamellenartig vorgefaltet. Sie werden nicht auf eine Welle aufgerollt, sondern auf Wunsch mithilfe einer Zugschnur ziehharmonikaartig nach oben zusammengeschoben. Auch hier sollte der Stoff besonders leicht und faltbar sein, damit das Plissee bei Bedarf komplett nach oben gefaltet werden kann. Diese Variante eignet sich daher auch gut für Räume, bei denen keine komplette Verdunklung vorgesehen ist, also beispielsweise Küchen, Arbeitszimmer oder auch Wintergärten.
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dhananjay kumar 02.04.2014 09:54:04Uhr
 
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