Einfach gut schlafen mit der richtigen Decke

In der kalten Jahreszeit hält sie uns warm und wenn es draußen heiß ist, bleibt’s unter ihr angenehm kühl: Gute Bettdecken regulieren das Schlafklima indem sie Feuchtigkeit aufnehmen und nach außen abgeben. Und es gilt: Die Decke sollte mindestens 20 Zentimeter länger sein als der Mensch, der darunter unter viel Gezuppel und Geziehe schlafen möchte. So weit - so gut. Doch die Auswahl verschiedener Materialien und Arten ist riesig. Welche für Sie - egal ob Sommer oder Winter - die richtige ist, lesen Sie hier.

Darauf schwor schon Oma: Die Daunendecke - worauf Sie beim Kauf achten sollten

Daunendecken sind wirklich für Jedermann  geeignet, da kommen auch Allergiker nicht zu kurz
Daunendecken sind wirklich für Jedermann geeignet, da kommen auch Allergiker nicht zu kurz
Die klassische Daunendecke ist mit dem feinen Untergefieder von Enten oder Gänsen gefüllt und hält dank der guten Isolationseigenschaften der Feder schön warm. Und entgegen des weit verbreiteten Vorurteils sind Daunendecken auch besonders gut für Allergiker geeignet, da Hausstaubmilben generell nicht in den Federn nisten. Qualitativ unterscheiden lassen sich die Bettdecken anhand der Kennzeichnung der Europanorm (EN 12934). Bei Federbetten mit der Kennzeichnung „Klasse 1“ handelt es sich um eine Füllung mit neuen, nicht aufbereiteten Federn und weniger als fünf Prozent Federbruch. Bei der Kennzeichnung einer „Klasse 2“ Daunendecke ist der Zusatz „neu“ nicht erlaubt und der Federbruch kann bis zu 15 Prozent betragen. Generell gilt: je höher der Anteil des Federbruchs, desto schlechter die Isolation der Decke. Um diese nicht selbst zu beeinträchtigen, sollten Sie die Federbetten im Übrigen täglich aufschütteln und lüften - jedoch nicht direkt in der Sonne, da Hitze den Bruch der Federn begünstigt.

Ein weiteres Qualitätsmerkmal ist die Art der Füllung (Federn oder Daunen) und - bei einer Mischung - der jeweilige Daunen- beziehungsweise Federngehalt. Die Angabe zum Anteil der Federnarten erfolgt in Gewichtsprozent, also zum Beispiel 90 Prozent Daunen und 10 Prozent Federn. Da die Daune aufgrund ihrer feinen Verästelung sehr viel Luft speichern kann, ist ein hoher Daunenanteil immer die bessere Wahl. Ist die Füllung zudem als „Reine Gans“ gekennzeichnet, dürfen maximal zehn Prozent, bei der Kennzeichnung „Gans“ bis 30 Prozent der Federn von der Ente stammen. Unser Tipp: In spezialisierten Reinigungen können Sie Ihre Daunendecke waschen lassen und den Federn so zu neuem Volumen verhelfen - vom selber waschen in der Maschine wird abgeraten.

Naturfasern fürs ganze Jahr: Schafwoll- und Kamelhaardecken

Kuscheliges Schlafvergnügen garantieren  Kamelhaardecken
Kuscheliges Schlafvergnügen garantieren Kamelhaardecken
Ebenfalls ganzjährig geeignet sind Decken mit einer Füllung aus Schafschurwolle oder Kamelhaar, wobei einzig Tierhaarallergikern eher von Kauf abgeraten sei. Was Sie wissen sollten: Beide Decken-Arten bieten ein ideales Schlafklima, die Kamelhaardecke ist jedoch etwas leichter als die Schafwolldecke. In punkto Qualität gehören die Decken aus der Wolle des Merinoschafes zu den Besten, da dessen Wollfasern als extrem weich, fein und bauschig gelten. Und diese Eigenschaften haben zur Folge, dass die Merino-Fasern im Vergleich besonders viel Luft umschließen und isolierend wirken. Die Wollfasern sind besonders fein, weich und bauschig. Dadurch umschließen sie viel Luft und wirken isolierend. Zur Pflege ist zu sagen, dass Sie genau wie die Daunendecken auch die Wolldecken täglich lüften sollten, jedoch bitte nicht aufschütteln und so wie Kaschmirdecken nicht waschen!

Perfekt für den Sommer: Wildseide-, Pappelflaum- oder Baumwolldecken

Im Gegensatz zu den Woll- und Daunendecken eignen sich die drei Naturfasererzeugnisse Baumwolldecke, Wildseidendecke und Pappelflaumdecke eher nicht für die ganzjährige Nutzung. Die Fasern der Baumwolle saugen zwar Feuchtigkeit sehr gut auf, geben diese aber nicht nach außen ab, so dass das Schlafklima eher kühl ist - perfekt für den Sommer! Geringfügig besser wärmen Decken aus Wildseide, die jedoch auf der anderen Seite den Nachteil haben, dass sie nicht in der heimischen Waschmaschine gewaschen werden können, Baumwolldecken dagegen problemlos bei 30 bis 60 Grad.

Auch die Samenfasern der Pappel sind deutlich atmungsaktiver und weisen höhere Isolationseigenschaften auf als die der Baumwolle. Begründet liegt dies in der Beschaffenheit der Fasern: die des Pappelbaums sind nämlich um einiges feiner und leichter. Wer im Schlaf stark schwitzt, wird unter einer Pappelflaumdecke besser schlafen, da diese viel Feuchtigkeit aufnehmen, ohne nass zu wirken.

Und nun noch ein Hinweis für Allergiker: Wildseide, Baumwolle und Pappelflaum sind generell unproblematisch. Einzig bei den Seidendecken sollten Sie darauf achten, dass sie „entbastet“ sind. Als „Bast“ wird der Kleber bezeichnet, den die Raupe zum spinnen des Kokons verwendet und dieser kann Allergien auslösen. Zudem sind Tierhaarallergiker angehalten bei den Pappelflaumdecken auf die Mischung des Materials achten, da die Samenfasern in der Regel mit Baumwolle oder Wildseide - manchmal jedoch auch mit Kamelhaar - versponnen werden.

Der pflegeleichte Alleskönner: Microfaserdecken

Die moderne Synthetik- oder Microfaserdecke zeichnet sich durch gute Wärme-Eigenschaften, Atmungsaktivität, Hautfreundlichkeit und eine besonders unproblematische Pflege aus. Diese Funktionalität verdankt die Faser ihren extrem dünnen Fäden, die dreimal feiner als zum Beispiel Baumwollfäden sind. So sorgt die Microfaserdecke ganzjährig für ein optimales Schlafklima, da sie im Sommer kühlend wirkt und im Winter mollig warm hält.

Darüber hinaus können Sie die Synthetikbettdecke meist ohne Bedenken zur Kochwäsche geben und sogar Bügeln. Außerdem ist sie extrem lange haltbar, Antiallergen und mit die günstigste Variante unter den Bettdecken. Kurz: Wer keine Vorliebe für eine bestimmte Naturfaser hegt und eine Decke für alle Tage sucht, ist mit der Mikrofaser bestens versorgt.

Mehr als ein Muster: Die Vorteile von Steppbett oder Kassettendecke

Optimale  Schlafbedingungen – den Kassettendecken sei Dank
Optimale Schlafbedingungen – den Kassettendecken sei Dank
Nach dem Material lassen sich Bettdecken auch durch die Verarbeitung unterscheiden. Am häufigsten und beliebtesten sind hier die sogenannten Steppbetten oder Kassettenbettdecken, in die durchgehende Stegbänder eingenäht sind, die ein verrutschen der Füllung verhindern und so eine gleichbleibende Isolations- und Wärmeleistung garantieren. Die Anzahl der Kammern und die Höhe der Stege können hierbei variieren und geben Aufschluss über die Isolationswirkung. Eine geringe Höhe der Stege spricht zum Beispiel für eine Sommerdecke, eine Höhe bis 15 Zentimetern für eine Winterdecke.

Einkuscheln im Ballonbett

Der Klassiker unter den  Daunenbetten: Ballonbetten
Der Klassiker unter den Daunenbetten: Ballonbetten
Im Gegensatz zum Steppbett befindet sich die Füllung des sogenannten Ballonbettes, oder auch „Plumeau“ genannt, frei in der Hülle. Das Ballonbett ist die klassische Form des Daunenbettes und gilt zwar im Vergleich zu der gesteppten Variante als weniger populär, ist jedoch immer noch im Handel erhältlich. Toll ist das Ballonbett für all jene, die sich im Bett gerne unter einem riesigen Deckenberg einkuscheln und die das voluminöse Oberbett vielleicht mit einer glücklichen Kindheit und Ferien bei Oma verbinden

Praktisches Decken-Set: Jahreszeiten-Decken

Neben einer Decke fürs ganze Jahr oder zwei einzelnen Zudecken können Sie sich auch für ein praktisches und kostengünstiges Set, die so genannte Jahreszeiten-Decke oder Vierjahreszeiten-Decke entscheiden. Diese besteht in der Regel aus zwei Einziehdecken mit unterschiedlich hoher Füllmenge. Eine eignet sich als leichtes Oberbett für den Sommer, die zweite, dickere Decke als Übergangsdecke für Herbst oder Frühling. Im Winter können beide Decken durch Klettverbindungen, Knöpfe oder ähnliches, verbunden werden.

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