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Die Welt der Kräuter

Frisch gepflückte Kräuter sind nicht nur besonders aromatisch, sondern enthalten auch viele Nährstoffe. Mit frischen Kräutern wird jedes Essen zum wahren Genuss!

Kräutertöpfe findet man in jedem Supermarkt in der Gemüseabteilung. Wenn sie Kräuter selber pflanzen wollen, so kann der Topf oder Pflanzkasten aus jedem beliebigen Material bestehen, wichtig ist nur, dass der Topf auf jeden Fall über ein Bodenloch verfügt. Dank des Loches kann sich keine Staunässe bilden. Besonders praktisch sind selbst bewässernde Kräutertöpfe – die Pflanzen können sich hier via Nylonfäden selbst am integrierten Wasserreservoir bedienen und bewässern sich so etwa eine Woche lang selbst. Pro Topf sollten Sie immer nur eine Art von Kraut pflanzen. Kräutersamen gibt es ebenfalls in Supermärkten oder Gartencentern. Die meisten Sorten werden im Frühjahr gesät, wer die Kräuter im Haus züchten möchte, kann dies auch ganzjährig tun. Alternativ kann man aber auch Fertig-Kräuter aus dem Supermarkt umtopfen und ihnen einen Platz im Gemüsebeet einrichten.

Tipp: Kräuter wachsen besser, wenn die Blumenerde im Topf oder im Beet mit einem Drittel Sand vermischt!

Der ideale Platz für Ihren privaten Kräutergarten

Am liebsten hat man seine Kräuter immer griffbereit in der Küche – diese ist jedoch nicht immer der ideale Platz für sie. Kräuter gedeihen am besten, wenn sie es hell und luftig haben. West- und Ostfenster sind ideale Standorte. Sofern es draußen nicht fröstelt, kann man die Kräuter auch nach draußen auf die Terrasse, den Balkon oder in den Garten stellen. Dort sollte man einen Platz finden, an dem sie vor starkem Wind geschützt sind. Auch direkte Sonneneinstrahlung sollte vermieden werden. Ein Südbalkon ist der ideale Außenstandort für Kräuter aller Art.

Nicht nur für's Kochen eignen sich frische Kräuter hervorragend: Diverse Heilkräutern lindern auch die Beschwerden diverser Wehwehchen. Viele davon müssen nicht mal extra angepflanzt werden, sondern man findet sie auch im Herbst in Wäldern und in der unberührten Natur.

Heilkräuter – schonend Beschwerden lindern

Zu den beliebtesten Kräutern in der Küche gehören Schnittlauch, Dill, Petersilie, Basilikum und Minze. Wussten Sie, dass auch diese Kräuter wirklich vielseitig einsetzbar sind? Schnittlauch macht sich nicht nur gut auf dem Butterbrot oder zum Quark, sondern wirkt antibakteriell und verdauungsfördernd, genauso wie Petersilie. Petersilie sagt man zudem eine blutreinigende Wirkung nach. Dill und Basilikum hingegen beruhigen die Nerven und lösen Krämpfe. Ideal für alle, die unter Schlafstörungen leiden! Minze kennen wir schon im Tee als Heilmittel bei Magenbeschwerden, da die Magenschleimhaut bei Verzehr quasi betäubt wird. Auch bei Erkältungskrankheiten ist die Minze eine große Hilfe und wirkt schleimlösend. Alternativ kann man Minze natürlich nicht nur im Tee, sondern auch in orientalischen Gerichten oder als spezielle Note zu Desserts einsetzen.

Die Pflanzen und Kräuter, die man im Herbst in den Wäldern findet, sind zahlreich. Am besten sammelt man diese bei schönem Wetter am Vormittag. Derzeit findet man in Parks, Wäldern, auf Wiesen und Wegrändern Spitzwegerich, Ringelblume, Schafgarbe und Walderdbeeren. Am besten trocknet man die Pflanzen gleich nach dem Sammeln – so muss man sie nicht sofort einsetzen.

Die Heilkräfte der Natur

Den Spitzwegerich findet man an nahezu jedem Wegrand. Je länger die Blätter des Spitzwegerichs sind, desto größer ist seine Heilkraft. Aus diesen Blättern lässt sich zum Beispiel ein Bronchitistee herstellen. Aber auch die Wundheileigenschaften dieses Krautes sind überraschend: Zerquetschen Sie gewaschene Wegerichblätter (zum Beispiel mit einem Nudelholz) und legen Sie sie auf die zu behandelnde Wunde. Dann alles mit Mullbinde abdecken.

In vielen Gärten und auf verwilderten Feldern findet man die Ringelblume. Aus ihren Blüten wird die Ringelblumensalbe hergestellt, die man aus der Apotheke und Drogerie kennt. Diese Salbe hilft bei kleinen Schnitt- und Brandwunden, aufgescheuerten Hautstellen oder auch bei Fußpilz. Diese Salbe kann man auch zuhause herstellen. Einfach 100 Gramm Schweinefett erhitzen und eine handvoll frisch zerpflückte Ringelblumen hinzugeben. Kräftig umrühren und vom Herd nehmen. Am nächsten Tag wird die Masse erneut erhitzt und durch ein Sieb in ein verschließbares Gefäß gießen.

Schafgarbe findet man auf trockenen Wiesen, im Garten und auf Äckern. Will man die Schafgarbe trocknen, hängt man einfach den ganzen Stil mit den Blüten kopfüber auf. Schafgarbentee ist eine schnelle Hilfe bei Sodbrennen, Magen- und Bauchschmerzen. Dazu einfach drei getrocknete oder frische Schafgarbenblättchen mit kochendem Wasser übergießen und fünf Minuten ziehen lassen – fertig!

Die Walderdbeere trägt im Herbst meist keine Früchte mehr. Dennoch könnt ihr die kleinen Blätter auf Wiesen im Wald sammeln und sie einfach mit kochendem Wasser übergießen – schon haben Sie einen leckeren Erdbeertee. Tipp für die warme Jahreszeit: Wenn die Walderdbeerfrüchte voll ausgereift sind, kann man sie mit ein wenig Honig pürieren und als Schönheitsmaske auftragen.

 

Text: Jana Luttmann

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