Das richtige Grillgerät für jeden Geschmack

Wurst vom Holzkohlegrill oder Elektrogrill oder doch lieber vom Gasgrill? In Sachen Geschmackstest scheiden sich hier die Geister! Auf welchem Grillgerät Ihre nächste Grillparty zum kulinarischen Erfolg wird, was eigentlich den (Geschmacks-)Unterschied ausmacht und wie die verschiedenen Arten genau befeuert werden erfahren Sie hier in unserem Grillgeräte-Ratgeber.

Rustikaler Grillgenuss mit dem Holzkohlegrill

Das in Deutschland mit Abstand beliebteste Grillmodell ist der Holzkohlegrill. Unter diesen Überbegriff fallen alle Grillgeräte, die mit Hilfe von Holzkohle oder Pellets angeheizt werden. Vom Wegwerfgrill, über Campinggrill, Kugelgrill, Standgrill, Schwenkgrill, Grillfass, Gartengrill, bis hin zum Grillwagen. Echte Grillfans schwören auf den typischen Holzkohlegeschmack, den das Fleisch bei der Zubereitung mit diesem Grill annimmt.

Jedoch sollte bei all dem Grillvergnügen auf die Gefahren hingewiesen werden: Zu den häufigsten Unfallursachen beim Grillen gehört die Stichflammenbildung durch Verwendung von flüssigen oder gasförmigen Brandbeschleunigern. Auch Funkenflug durch Wind oder Verwendung eines Föhns und ungenügender Sicherheitsabstand zu brennbaren Materialien sind eine oft unterschätzte Gefahrenquelle. Deshalb sollten, besonders wenn Kinder oder auch Haustiere im Haushalt leben, andere Grillarten dem Holzkohlegrill vorgezogen werden. Falls Sie sich doch für einen Holzkohlegrill entscheiden sollten, ist es wichtig beim Kauf unbedingt auf den Hinweis "DIN EN 1860-1" und das Siegel für "Geprüfte Sicherheit" (GS-Zeichen) zu achten.

Ein Nachteil von Holzkohlegrills ist die lange Vorheizzeit. Um mit dem eigentlichen Grillen von Fleisch und Co. beginnen zu können, muss erst gewartet werden bis die Kohle vollständig durchgeglüht ist. Auch die Reinigung gestaltet sich bei diesem Modell schwieriger als bei anderen. Es muss gewartet werden, bis die Kohle abgekühlt ist, um dann alle Ascherückstände entfernen zu können. Holzkohlegrills gehören im Grill-Vergleich zu den günstigeren Grillgeräten. So sind einfache Wegwerfgrills sind schon ab drei Euro erhältlich. Sie sind ebenso wie Campinggrills klein, handlich und einfach zu transportieren.

Der Kugelgrill – eine Sonderform des Holzkohlegrills

Ein  Alleskönner für Holzkohlefans – der Kugelgrill
Ein Alleskönner für Holzkohlefans – der Kugelgrill
Kugelgrills bestehen aus zwei Schalenförmigen Hälften. Die obere bildet den Deckel und in der unteren liegt der Kohlenrost. Die heiße Holzkohle liegt also nicht direkt auf dem Boden der Schale. Die Kohlen bekommen durch das Belüftungssystem von unten mehr Sauerstoff und erzeugen so schneller eine lange und beständige Hitze. Darüber liegt der meist nicht höhenverstellbare Edelstahlrost, auf dem die Speisen gegrillt werden. Ein Kugelgrill kann wie ein normaler Grill zum einfachen Grillen kleiner Fleischstücke benutzt werden. Sein Vorteil wird aber erst bei Braten oder Hähnchen deutlich: Bei geschlossenem Deckel kann die Hitze nicht entweichen, wodurch der Braten von allen Seiten gleichmäßig gegart wird. Meist sind an zwei der Standbeine des Kugelgrills Räder montiert, sodass der Grill problemlos verschoben werden kann. Standgrills bestehen aus einer sehr stabilen, festen Konstruktion. Sie werden an einem festgelegten Platz im Garten oder auf der Terrasse aufgestellt und sollten dann nicht wieder verrückt werden. Der Vorteil eines Standgrills ist seine Stabilität.

Weitere Varianten des Holzkohlegrills

Bei einem Schwenkgrill befindet sich die Holzkohle entweder in einer Feuerstelle direkt am Boden, oder in einer Feuerschale. Meist sind an einem dreibeinigen Gestell Metallketten befestigt, an denen der Grillrost aufgehängt wird. Es gibt auch galgenartige Konstruktionen mit nur einem Standbein. Über die Metallketten wird die Höhe des Grillrosts über dem Feuer geregelt. Schwenkgrills sind mobil einsetzbar, dürfen aber nur im Freien verwendet werden. Sie schaffen eine rustikale Lagerfeuer-Stimmung für gesellige Garten-Abende mit Freunden.

Grillfässer sind meist aus Gusseisen und teilweise auch aus Edelstahl gefertigt. Sie sind sehr robust und durch ihr Eigengewicht auch relativ standfest. Mit 50 bis 60 Zentimetern Höhe sind Grillfässer vergleichsweise niedrig und daher in ihrer Bedienung eher unbequem.

Ein gemauerter Gartengrill ist eine feste Installation im Garten und kann nicht bewegt werden. Durch die Mauern ist das Feuer vor Seitenwind geschützt und dank des eingebauten Kamins entsteht ein konstanter Zug. Das Anfeuern wird durch diesen sogenannten Kamin-Effekt erleichtert. Über die Mauern wird zusätzliche Wärme abgestrahlt, sodass auch an etwas kälteren Abenden ohne Probleme gegrillt werden kann und Gemütlichkeit entsteht. In die Gestelle von Grillwägen sind praktische Schneide- und Zubereitungsflächen integriert, auf denen auch kleine Schalen mit Gemüse abgestellt werden können. Durch die Rollen kann der Grillwagen variabel platziert werden.

Modernes und sauberes Grillen mit dem Gasgrill

Der  Gasgrill – Modern und einfach zu bedienen
Der Gasgrill – Modern und einfach zu bedienen
Ein Gasgrill ist eine echte und dazu noch rauchfreie Alternative zum Holzkohlegrill. Kennern zufolge soll der Geschmack nahezu identisch mit dem von Speisen vom Holzkohlegrill sein. Besonders geeignet sind Gasgrills für Wohnungsbesitzer, die ihren Balkon zum Grillen nutzen möchten, denn die minimale Rauchentwicklung stört den Nachbarn über Ihnen garantiert nicht. Bevor Sie allerdings in einer Mietwohnung auf dem Balkon den Grill anschmeißen, sollten Sie sich unbedingt in Ihrem Mietvertrag darüber vergewissern, ob dies überhaupt zulässig ist. Zur Benutzung eines Gasgrills benötigt man nur das geeignete Gestell und eine gefüllte Gasflasche. Die Betriebstemperatur ist in Sekundenschnelle erreicht und kann problemlos über lange Zeit gehalten werden. Über die Gaszufuhr lässt sich die Temperatur ganz einfach regeln. Die Reinigung von Gasgrills ist sehr einfach, da es keine Ascherückstände gibt und Fettreste in eine mit Wasser gefüllte Schale unter dem Grillrost tropfen.

Die Gefahren von Holzkohlegrills wie beispielsweise Funkenflug fallen beim Gasgrill gänzlich weg. Trotzdem sollten auch hier unbedingt alle Herstellerhinweise beachtet werden. Allerdings sind Gasgrills etwas teurer als Holzkohle- und Elektrogrills. Dies wird jedoch durch die im Vergleich zu Kohle und Strom eher geringen Gaskosten ausgeglichen. Einzige nennenswerte Nachteile sind somit die Lagerung der Gasflaschen und dir größere Raumeinnahme durch die Gasflasche am Grill.

Gesundheitsbewusst grillen mit dem Elektrogrill

Grillen  auch bei Regenwetter – mit dem Elektrogrill
Grillen auch bei Regenwetter – mit dem Elektrogrill
Einzige Bedingung für einen Elektrogrill ist das Vorhandensein einer Steckdose. Schon nach kurzer Vorheizzeit ist das Gerät betriebsbereit. Der Kauf von Holzkohle oder Gasflaschen ist überflüssig. Da es keine Rauchentwicklung gibt, eignet sich ein Elektrogrill auch für die Anwendung auf dem Balkon oder im Haus. Dadurch sind Sie wetterunabhängig. Genau wie beim Gasgrill muss auch beim Elektrogrill nur der Grillrost gereinigt werden, da Asche nicht vorhanden ist und Fettreste in eine Wasserschale tropfen.
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muzzamil
my comment on grill-zubehoer
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