Ratgeber Laubsauger und Häcksler – mit viel Power zum ordentlichen Garten

In einem Garten ist das ganze Jahr über etwas zu tun. Besonders arbeitsintensiv sind jedoch die Frühjahrsmonate, weil dann genau der richtige Zeitpunkt zum Neupflanzen und Pflegen der Bestände gegeben ist. Bäume und Sträucher müssen beschnitten werden, um ihr Wachstum anzuregen. Doch dann steht der passionierte Gärtner wieder einmal vor einem Riesenberg an Gartenabfall, der kaum mit einem Komposter oder der Bio-Tonne zu bewältigen ist. Gleiches gilt für das überall herabfallende Laub im Herbst. Zunächst ist es eine denkbar undankbare Aufgabe, das Laub von Hand aufzusammeln. Selbst wenn dies mit einem Laubbesen erfolgt, ist das Abfallproblem noch nicht gelöst. Die Antworten hierauf liefern zwei ausgeklügelte Gartengeräte, die sowohl bei der Pflege der Grünanlagen helfen als auch gleichzeitig eine Lösung für das leidige Abfallproblem liefern. Es handelt sich dabei um Laubsauger und Häcksler. Diese praktischen Gartengeräte stellen wir Ihnen hier genauer vor.

Laubsauger für saubere Gärten

Der  Herbst kann kommen: Laubsauger bringen mühelos Ordnung in Ihren  Garten
Der Herbst kann kommen: Laubsauger bringen mühelos Ordnung in Ihren Garten
Der Laubsauger ist ein elektrisches oder mit Benzin betriebenes Gartengerät zum Aufsaugen von abgefallenem Laub. Beim Betrieb des Laubsaugers wird das Laub wie bei einem Staubsauger aufgesaugt und in einem Behälter gesammelt. Bei einigen Modellen dieser Gartengeräte wird das Laub innerhalb des Gehäuses direkt zerkleinert. Der Vorteil hiervon ist die höhere Menge an Laub, die ohne eine Behälterentleerung aufgesaugt werden kann. Des Weiteren kann dann der Behälter direkt am Komposthaufen entleert werden, weil es sich bei dem ehemaligen Laub nunmehr um kompostierfreundliches Kleinmaterial handelt.

Unter den Laubsaugern gibt es auch Varianten, die mittels einer Luftstromumkehr auch als Laubbläser genutzt werden können. Hierbei wird das Laub nicht aufgesaugt, sondern "weggepustet". Obschon es sich bei Laubsaugern schon um verhältnismäßig laute Gartengeräte handelt, ist die Blasfunktion oftmals unangenehm laut.

Damit der Laubsauger den Garten auch so richtig auf Vordermann bringt, sollte er über eine entsprechende Saug- und Blasleistung verfügen. Die Leistungsangabe bei den Gartengeräten erfolgt über Watt oder kW. Bei elektrischen Laubsaugern ist eine Leistung von 2000 Watt der Regelfall. Laubsauggeräte mit Benzinmotor sollten eine Mindestleistung von 0,75 kW aufweisen. Da Gartengeräte mit hohen Leistungen regelmäßig auch lauter sind als kleindimensionierte Motoren, empfehlen sich Laubsauger mit Leistungsregulierung. Denn oftmals ist die höchste Stufe bei trockenem und lose liegendem Laub auch gar nicht nötig.

Häcksler für das eigene Recycling

Wiederverwertung leicht gemacht:  Häcksler für Ihren Garten
Wiederverwertung leicht gemacht: Häcksler für Ihren Garten
Mit einem Häcksler können sperrige Sträucher und Äste nach der Schnittarbeit zerkleinert und gehäckselt werden. Das Schöne dabei ist, dass das Häckselgut dann als Mulch oder Dünger wiederum im Garten Verwendung finden kann. In einen großen Gartenhäcksler passen sogar ganze Bäume. Jedoch rentieren sich diese Häcksler wohl eher für Gartenbau- und Landtechnikbetriebe. Reine Gartenhäcksler eignen sich für die Zerkleinerung kleinerer Äste und Hölzer mit einem Durchmesser von bis zu 50 mm.

Das Häckselgut der Gartenhäcksler kann dabei unterschiedlich ausfallen. Hier kommt es darauf an, ob es sich um einen Walzenhäcksler oder um einen Messerhäcksler handelt. Ein guter Häcksler produziert "Häckselschnitzel", die ohne Umwege als Mulch oder Dünger verwendet werden können. Weitere Qualitätskriterien sind beim Gartenhäcksler die Motorleistung, das Vorhandensein eines automatischen Einzuges, die Größe des Einfülltrichters, die Standsicherheit und als wichtiges Sicherheitskriterium eine Schnellabschaltung.

Walzenhäcksler oder Messerhäcksler

Walzenhäcksler zermalmen zuverlässig  jedes Schnittgut
Walzenhäcksler zermalmen zuverlässig jedes Schnittgut
Der Walzenhäcksler verfügt über ein Mahlwerk aus versetzt angebrachten und gegenläufigen Walzen. Diese Walzen zermahlen, zerreiben und zerreißen das Schnittgut und die eingeführten Äste. Im Vergleich zu einem Messerhäcksler mahlen die Walzen des Walzenhäckslers zwar etwas langsamer, dafür bieten diese robusten Gartengeräte oftmals eine größere Einfüllöffnung. Umso größer die Einfüllöffnung, desto dickere und stabilere Äste passen hindurch.

Der Walzenhäcksler wird aufgrund seiner verhältnismäßig leisen Arbeitsweise auch Leisehäcksler genannt. Das Häckselgut eines Walzenhäckslers eignet sich aufgrund seiner zerquetschten Konsistenz sehr gut als Düngemittel. Denn durch das Häckseln brechen die Holzfasern des Häckselgutes auf und die Mikroorganismen können leicht eindringen, womit eine Verrottung erleichtert und damit eine Eignung als Dünger gewährleistet wird.

Das Häckselwerk des Messerhäckslers hingegen besteht aus Messerklingen. Je nach Variante befinden sich eine oder direkt mehrere Messerklingen aus speziell gehärtetem Stahl im Häckselwerk. Bei Vorhandensein mehrerer Klingen arbeiten diese gegenläufig. Wie bei einem Rasenmäher rotieren diese Messer sehr schnell und schneiden dabei eingeführtes Schnittgut "kurz und klein". Schritt für Schritt wird also aus dem Ast ein kleiner Haufen Mulch. Das verbleibende Material eignet sich aufgrund der sauberen Abschnitte und ihrer gleichmäßigen Größe sogar häufig als Dekormulch zum optisch ansprechenden Abdecken der Blumen- oder Gemüsebeete.

Häcksler mit Messerschneidewerken gehören zu den klassischen Gartenhäckslern. Sie erfordern eine hohe Motorleistung und arbeiten daher auch sehr geräuschintensiv. Bei einigen Modellen ist das Tragen eines Gehörschutzes in Form eines Ohrenschützers empfehlenswert. Ab und an kommt es bei diesen Häckslern zu Verstopfungen im Schneidewerk. Jedoch ist dafür die Durchlauf- und damit Arbeitsgeschwindigkeit der Gartengeräte sehr hoch. Bei häufigem Gebrauch stumpfen die Klingen im Häcksler ab. Oftmals müssen diese aber nicht sofort ausgetauscht werden, sondern können einfach umgedreht oder mit einer Feile nachgearbeitet werden.

Bei den Häckslern mit Messerschneiden gibt es noch die Besonderheit der Wendelschneidewerke. Hier sitzen die Klingen schneckenförmig auf dem rotierenden Häckselwerk. Im Gegensatz zu reinen Messerhäckslern kommen diese Gartengeräte ohne Gegenplatte aus. Die Messer dieses Häckslers bewegen sich verhältnismäßig langsam, sodass es kaum zu Lärmbelästigungen kommt.

Universalhäcksler

Die reinen Holzhäcksler können aufgrund ihrer schmalen Einfüllöffnung erkannt werden. Daneben werden auch Messerhäcksler angeboten, die als Universalhäcksler auch weiches Material zerkleinern. Diese Gartengeräte verfügen über einen großen Einfüllschacht, durch den beispielsweise auch Topfballen oder Blumenreste passen. Das Häckselwerk der Universalhäcksler ist neben Messerklingen mit einem Kronmesser ausgestattet. Das Kronmesser hat die Aufgabe, das Material vorab grob zu zerteilen.

Häcksler werden als Elektrohäcksler mit normalem Steckdosenanschluss und sogar Starkstromanschluss angeboten. Eine weitere Alternative sind Gartenhäcksler mit Benzinmotoren. Für einen durchschnittlichen Zier- und Nutzgarten am Privathaus werden Häcksler mit normalem Stromanschluss empfohlen. Als besonders arbeitserleichternd haben sich Häcksler mit automatischem Einzug bewährt. Hierbei wird das Schnittgut lediglich in den Eingangsbereich des Einfülltrichters eingeführt und das Gerät zieht die Zweige und Äste selbstständig ein. So kann in der Zeit, in der der Häcksler das Schnittgut bearbeitet, schon die nächste Fuhre an Material herbeigeschafft werden. Jedoch ist auch der automatische Einzug nicht ganz ohne Tücken. Hier ist besondere Vorsicht geboten, damit kein Handschuh, Jackenärmel oder sogar ein Schalende in den Einfülltrichter gelangt.

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