Strick- und Nähmaschinen (nicht nur) für DIY-Profis

Nach schicker Mode in den Geschäften zu stöbern, ist die eine Sache. Sich tolle Mode selbst anzufertigen, dagegen eine ganz andere. Es ist immer ein besonderer Reiz, selbst in die Fußstapfen der großen Modedesigner zu steigen und seine eigenen Blusen, Kleider, Röcke, Hosen, Pullover oder Textilien selbst zu entwerfen und zu fertigen. Strick- und Nähmaschinen helfen dabei, eigene Mode schnell und einfach kreieren. Mit einer Strick- oder Nähmaschine geht die Arbeit nicht nur leichter von der Hand, sondern auch wesentlich schneller. Man schafft in viel kürzerer Zeit so viel wie andere, die per Hand nähen oder stricken, in monatelanger Arbeit fertigen. Im Folgenden finden Sie einen Überblick über die gängigsten Arten sowie deren Eignung für DIY-Anfänger und –Profis.

Die Nähmaschine – Schnelles und präzises Nähen leicht gemacht

Mit Nähmaschinen gelingen Ihnen  raffinierte Sachen im Handumdrehen
Mit Nähmaschinen gelingen Ihnen raffinierte Sachen im Handumdrehen
Es gab Zeiten, da wurde jede Naht noch in reiner Handarbeit gefertigt. Erst mit der Erfindung des ersten Vorläufers der späteren Nähmaschine durch Charles Wiesenthal im Jahr 1755 wurden die Handbewegungen der Nadelstiche erstmals maschinell imitiert. Trotzdem dauerte es noch etwa achtzig Jahre, bis Schneider von der Handnaht auf die maschinelle Naht umstiegen. Das präzise Nähen mit der Hand ist eine echte Kunst. Die Maschine hat diese Kunst industrialisiert und normiert, man braucht kein geschultes Auge und keine ruhige Hand mehr. Vor allem braucht man keine Erfahrung als Schneider mehr, um präzise Nähte zu fertigen. Die Nähmaschine näht immer mit der gleichen Stärke und mit derselben Präzision, das erlaubte es den Schneidern nicht nur, ihre Handarbeit wesentlich schneller auszuüben und mehr Aufträge anzunehmen. Es erlaubte es im Lauf der Zeit vor allem Laien, ebenfalls tolle Kleidung selbst zu fertigen, ohne dafür in die hohe Kunst der Nadelführung mit der Hand eingeweiht zu sein. Jeder kann heute mit einer Nähmaschine ganz einfach gerade und präzise Nähte setzen, spezielle Nähte anfertigen wie zum Beispiel Knopfleisten und Reißverschlüsse und in kurzer Zeit Erfolge beim Schneidern erzielen.

Die Computer-Nähmaschine – der Ferrari unter den Nähmaschinen

Wer sehr viel und häufig Näharbeiten der unterschiedlichsten Art durchführt, kann sich von seiner Nähmaschine eine Menge Arbeit abnehmen lassen – vorausgesetzt, es ist eine Computer-Nähmaschine. Hier lässt sich die Nähmaschine wie ein Computer auf diverse Programme einstellen – damit gelingt jede Naht und die Maschine macht nahezu alles fast wie von alleine. Die Computer-Nähmaschine gilt es der „Ferrari“ unter den Nähmaischen: schnell, präzise und ein absoluter Luxustraum. Man programmiert lediglich, was man haben möchte, und die Nähmaschine sorgt mit absoluter Präzision für die perfekte Ausführung.

Die Strickmaschine – Gleichmäßige Strickwaren wie aus Zauberhand

Stricksachen einfach anfertigen mithilfe  einer Strickmaschine
Stricksachen einfach anfertigen mithilfe einer Strickmaschine
Wer schon einmal gestrickt hat weiß, wie mühselig es ist, absolut gerade zu bleiben und keine Maschen zu verlieren. Es kann bei den besten Strickerinnen und Strickern vorkommen, dass sie an den Rändern Maschen verlieren, was dazu führt, dass der Strickabschnitt an dieser Stelle etwas schmaler wird. Man kann es zwar ausgleichen, dass man dann die folgenden Reihen wieder Maschen dazu aufnimmt und den Pullover beispielsweise wieder auf die ursprüngliche Breite bringt, trotzdem bleibt an besagten Stellen eine kleine Lücke. „Macht nichts“, mag mancher sagen, „es ist eben echte Handarbeit und das darf man ruhig sehen.“ Andere wiederum ärgern sich absolut, wenn sie nicht vollkommen gerade bleiben. Eine Strickmaschine bringt hier Abhilfe: zum einen bleibt sie vollkommen gerade und verliert niemals Maschen an den Rändern. Die Strickmaschine strickt haargenau so, wie sie zuvor programmiert wurde. Zum anderen sind alle Maschen in derselben Stärke immer gleichmäßig gestrickt, so dass das Ergebnis später ein tolles und gleichmäßiges Strickbild ist. Pullover aus der Strickmaschine sind perfekt gestrickt. Sie unterscheiden sich in nichts von industriell gefertigten Strickwaren.

Strickmaschine oder Handarbeit?

Während sich bei Nähmaschinen noch alle einig sind, dass sie eine geniale Erfindung sind, scheiden sich an der Strickmaschine die Geister. Die einen lieben es, wenn Handarbeit auch nach Handarbeit aussieht, wenn also Maschen in unterschiedlicher Stärke gestrickt und die Strickware nicht absolut perfekt gleichmäßig ist. Das zeigt, dass man es eben selbst gemacht hat. Auf der anderen Seite gibt es Menschen, die sich gerne möglichst viele Strickwaren in unterschiedlichen Variationen selbst fertigen möchten und nicht die Zeit haben, Monate und Jahre an Zeit in ihre gestrickten Handarbeiten zu investieren. Letztere Gruppe könnte man fragen, warum sie ihre Strickwaren dann nicht gleich im Laden fertig kaufen? Das kann zum Beispiel daran liegen, dass viele Menschen tolle Ideen für eigene Designs haben und diese in den wenigsten Fällen in den gekauften Strickwaren finden. Also wächst die Lust am Selbermachen. Auf der anderen Seite fehlt die Zeit, jeden Abend zu stricken. Die Lösung ist eine Strickmaschine. Man programmiert sie auf Muster und Design, spannt die Wolle ein und drückt auf den Knopf, wenn es eine vollautomatische Strickmaschine ist oder bewegt den Schlitten per Hand, wenn sie teilautomatisch ist. So schnell kann selbst die erfahrenste Strickerin nicht stricken, wie die Strickmaschine ihre Maschen aneinanderreiht. Das geht ganz bequem während des Fernsehens, man braucht nicht einmal hinsehen. Ehe man es sich versieht, ist ein ganzer Pullover in wenigen Stunden fertig, wofür man bei der reinen Handarbeit Wochen oder Monate braucht. Der Zeitfaktor spricht absolut für die Strickmaschine. Auf diese Weise lassen sich ganze Kollektionen durchstricken – alle selbst entwickelte Unikate.

Strickmaschinen – Worauf kommt es an?

Abgesehen davon, dass die Anschaffung einer Strickmaschine immer auch eine Frage des persönlichen Budgets ist, sollte man wissen, welchen Komfort man bei seiner Strickmaschine wünscht. Will man sie nur gelegentlich einsetzen, dann reicht ein günstigeres Modell mit manueller Nadelwahl. Strickt man indessen sehr viel, lohnt sich die Anschaffung eines Modells mit integrierten Stricknadeln, die dann zur Auswahl stehen, ohne dass man noch selbst die Nadeln wechseln muss. So lassen sich auch Strickwaren in unterschiedlichen Garnstärken durchstricken, ohne dazu jedes Mal die Stricknadeln der Strickmaschine zu wechseln. Wenn man bedenkt, wie viel Geld man eigentlich beim Selbermachen sparen kann im Vergleich zu qualitativ hochwertiger Kaufware, dann lohnt sich die Investition in eine eigene Strickmaschine. Dabei soll man sich nicht von Kaufware für Dumpingpreise beim Textildiscounter in die Irre führen lassen. Hierbei handelt es sich meistens um Billigproduktionen aus Fernost – hergestellt unter eher unmenschlichen Bedingungen bei niedriger Wollqualität. Teilweise sind die Importstrickwaren mit gesundheitsgefährdenden Chemikalien behandelt. Man muss demnach immer den Vergleich zu qualitativ hochwertigen Strickwaren aus dem Wollladen ziehen. Hier hat die Strickmaschine eindeutig und unschlagbar die Nase vorne. Ein weiteres Plus ist natürlich, wenn die Strickmaschine handlich und klein genug ist, damit man sie im Fall der Fälle schnell aus dem Haushaltsschrank hervorholen und auch wieder verstauen kann.

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