X-Mas & the City

Ein Tag im Küchenstudio – Von Glühwein, Beton und Schalentieren

Hallo Ihr Lieben! Hoffentlich hattet Ihr ein genauso entspanntes erstes Adventwochenende wie ich. Zusammen mit Moritz und Grete saß ich bei Kerzenschein im Wohnzimmer, wo wir gemütlich Spekulatius genascht und heißen Kakao getrunken haben. Zum Glück hatte Grete noch alte Videokassetten mit tschechischen Märchenfilmklassikern: Den Anfang machten gestern Schneeweißchen und Rosenrot, einer meiner Lieblingsfilme.

Als ich auf der Suche nach meiner Küchenmaschine war, fiel mir auf, dass wir wahrscheinlich auch eine neue Küche benötigen. Endlich kann ich mir meine eigene Küche aussuchen! Also beschloss ich: Nichts wie los ins Küchenstudio und erste Ideen sammeln. Heute Nachmittag war ich allerdings erst einmal von der Fülle der Möglichkeiten und Fragen total überfordert – das war ja fast schwieriger, als ein Auto oder perfekt sitzende Schuhe zu kaufen. Daher berichte ich Euch von meinem kleinen Ausflug in die Küchenwelt – sicher haben einige von Euch schon Ähnliches erlebt und vielleicht hilft es Euch für einen späteren Küchenkauf.

In einem Küchenstudio meines Vertrauens ließ ich mich erst einmal beraten. Ich hatte mir zuvor noch nie großartige Gedanken über Arbeitsplatte und Co. gemacht – hauptsache, es sieht schön aus. Wichtig war mir auch, dass meine neue Küche flexibel und platzsparend konstruiert ist und mir trotzdem viel Arbeitsfläche bietet. Ich liebe Kochen und Backen, eine Leidenschaft, der ich gerne mit Moritz zusammen nachgehe. Eine großflächige und robuste Arbeitsfläche ist also wichtig – allein schon wenn ich schon an die vielen Plätzchen denke, die ich noch backen möchte.

Bereits das Thema Arbeitsplatte eröffnete schon eine Vielzahl von Fragen, insbesondere zum Material: Wählbar sind Arbeitsplatten aus Massivholz, Laminat, Schichtstoff, Natur- oder Kunststein, Marmor, Glas, Schiefer, Edelstahl, Beton, oder Keramik. Die Materialwahl entscheidet auch über den Look der Küche. Arbeitsplatte und Küchenfront müssen optisch zusammen passen und dem Stil der Küche gerecht werden. Doch nicht nur der ästhetische Faktor ist entscheidend, jedes Material weist auch spezifische Eigenschaften auf. Da die Hauptarbeit in der Küche auf der Arbeitsplatte stattfindet, sollte diese natürlich robust, alltagstauglich und pflegeleicht sein.

Granit, Schiefer oder Holz für die Küche - Was darf es sein?

An Massivholzplatten gefallen mir besonders die einzigartige Struktur und Maserung jeder Platte – jedes Stück ist ein Unikat! Die richtige Pflege ist bei einer Holzplatte jedoch essentiell, eine regelmäßige Imprägnierung ist unerlässlich, meist ist die mindestens einmal jährlich fällig. Hierfür gibt es spezielle lebensmittelechte Leinölfirnisse oder Wachse. Auf die Ritzen und Unebenheiten im Holz muss bei der Reinigung der Platte besonders geachtet werden, damit Du immer eine hygienische Arbeitsfläche hast. Gerade in der Küche, wo häufig durch Nudelkochen oder den Backofenbetrieb eine höhere Luftfeuchtigkeit und Hitze herrscht, ist die Gefahr größer, dass das Holz aufquillt oder sich Wasserflecken bilden. Am besten wischt Du die Platte nach der Benutzung trocken ab und lüftest einmal durch. Auch wenn die Platten sehr schön aussehen, habe ich doch die Befürchtung, dass das empfindliche Massivholz nicht die beste Wahl in einem Haushalt mit kleinen Kindern ist.

Bei Laminat-Arbeitsplatten hast Du den Vorteil, dass es über 150 verschiedene Designs existieren, aus denen Du wählen kannst. Teilweise ähneln die Dekore optisch sehr stark den natürlichen Vorbildern. Gegenüber diesen haben Arbeitsplatten mit einer Oberfläche aus Schichtstoff oder Laminat den Vorteil, dass Stöße erheblich weicher abgefedert werden – so werden die guten Weingläser oder das empfindliche Geschirr besonders geschont.

Granit zählt zu den am häufigsten verwendeten Materialien. Arbeitsplatten aus Granit haben gute wasserabweisende Eigenschaften, sind äußerst hygienisch und strapazierfähig. Auch Schiefer-Arbeitsplatten macht Wasser wenig aus, dazu reagieren sie noch unempfindlich auf die meisten Reinigungsmittel. Jede Platte ist durch die natürlichen Strukturverläufe und verschiedenen Färbungen des Materials ein Einzelstück. Im Gegensatz zu Schiefer und Granit ist Marmor, wenn auch edler in der Optik, weniger wasserabweisend. Was ich auch noch nicht wusste: Marmor besteht aus Kalk, Schalentieren und Muscheln, die Millionen Jahre lang Druck ausgesetzt waren - nun, darauf wollte ich jetzt auch nicht unbedingt mein Essen zubereiten. Marmor schied also schon einmal aus, auch wenn Moritz ganz begeistert war von der Vorstellung, eine „Küche aus Muscheln“ zu haben.

Platten aus Edelstahl sind nahezu unverwüstlich, alltagstauglich, funktional und bringen pflegeleichte Oberflächeneigenschaften mit sich. Kratzspuren und Fingerabdrücke sind dahingegen deutlicher sichtbar. Bei Edelstahlküchen muss ich jedoch immer sofort an Großküche und Kantinen-Atmosphäre denken. Auch der Punkt mit den Fingerabdrücken war für mich als Mutter eines kleinen Kindes ein Nachteil.

Ganz neu im Trend sind Arbeitsplatten aus Beton. Das traditionelle Baumaterial bietet viele Gestaltungsmöglichkeiten und hohe Stabilität. Betonarbeitsplatten sind kratz- und reibfest, dennoch muss die Oberfläche gewachst werden. Zuerst dachte ich, dass so ein grauer Klotz in der Küche nun nicht wirklich viel her macht, aber der Verkäufer versicherte mir, das im Laufe der Zeit eine charakteristische Farbchangierung des Betons auftreten würde, die sich später in eine edle Patina verwandelt. Dann gibt es weiterhin Arbeitsplatten aus Glas. Diese sind ebenfalls sehr einfach zu reinigen, kratzfest, geruchsneutral und wasserresistent. Eine individuelle Gestaltung ist auch möglich, da man unter die Glasplatte verschiedene Designs setzen kann.

Glühwein & Schokolade als Entscheidungshilfe

Ich hätte nicht gedacht, dass es so viele verschiede Auswahlmöglichkeiten gibt und so schwer wird, sich für ein Material zu entscheiden. Am Ende der Beratung wusste ich so viel über Küchenarbeitsplatten, dass ich beinahe selber welche verkaufen könnte. Moritz hat auch ganz brav ausgehalten und in der Zwischenzeit die Schrankinhalte der Ausstellungsküchen erkundet. Zur Belohnung ging es dann für uns beide auf den Weihnachtsmarkt – für mich gab es einen Glühwein und für den Kleinen eine heiße Schokolade. Das hatten wir uns verdient!

Auf jedem Fall würde ich Euch empfehlen, bevor Ihr euch für ein Material entscheidet, einen Beratungstermin mit einem Küchenplaner auszumachen, der Dich zu Hause berät und auch Maß nimmt. Das ist wirklich super praktisch, wenn man noch Entscheidungshilfe braucht oder unsicher ist, ob die ausgewählte Arbeitsplatte wirklich die richtige für Deine Bedürfnisse ist. Zudem können eventuelle Besonderheiten vor Ort gleich mit berücksichtigt werden. Ideal also bei eher kleinen Räumen oder eine Deckenschräge.

Worauf mich der Verkäufer netterweise auch aufmerksam gemacht hat: Rund ein Drittel des Stromverbrauchs wird durch die Küchengeräte erzeugt, wir sollten also lieber gleich energie- und wassersparende Geräte investieren. Zudem sind gerade neue Modelle besonders geräuscharm, was auch den Stress beim Kochen ein wenig reduziert. Das ist besonders in einer kleineren Küche oder wenn mit mehreren Leuten zusammen gekocht wird, von Vorteil.

Ich kann mich noch nicht wirklich entscheiden, welche Platte ich wählen soll. Aber noch habe ich ja ein bisschen Zeit, um mir das zu überlegen. Vielleicht habt Ihr ja auch ein paar Tipps für mich?

Paulas Frage: Mit was habt ihr Eure Küche ausgestattet? Habt ihr schon erste Plätzchen-Back-Aktionen in eurer Küche gestartet?

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