Kolumne

Gemeinsam essen

„Morgens wie ein Kaiser, mittags wie ein König, abends wie ein Bettelmann.“


Der Volksmund kennt diesen Spruch, der nur dann an Gültigkeit verliert, wenn wieder mal und endlich die Familie gemeinsam um den Tisch sitzt und es aus allen Töpfen dampft, was in der Regel abends ist. Und dieses Speisen an gedeckter Tafel, diese Ruhe vor dem nächsten Sturm – für viele Familien wird dann wenigstens diese Mahlzeit zum Festmahl, und für noch mehr Familien leider auch nur sonntags.

 

Und wenn man eben selten alle zur gleichen Zeit an den Tisch bekommt, weil morgens jede Minute Schlaf dem gemeinsamen Frühstück in Ruhe vorgezogen wird, und weil mittags jeder ohnehin für sich isst (Kindergarten / Arbeitsstelle), dann wird einem gewahr, wie besonders wieder gemeinsame Mahlzeiten sind. Sie sind ja so viel mehr als das Greifen nach Butter, Wurst und Brot oder Spaghetti für alle! Sie sind Austausch, Nähe, Gespräche, Gebete, Lachen und Gemütlichkeit zugleich. Man verliert sich den ganzen Tag schon aus den Augen, es braucht daher einen Ort und eine Zeit, an der man wieder aufeinander treffen kann und will.

 

Ich liebe Wohnküchen, weil dort so viele Fliegen mit einer Klappe geschlagen werden: frühstücken tun die einen, während die anderen sich schon die Stullen schmieren oder Mama bereits den Abwasch tätigt. Aber man ist beisammen! Man ist sich nah, bespricht Termine und entlässt sich mit den besten Wünschen in den Tag. Die Nachrichten aus dem Radio flüstern zwischen Abschiedsgrüßen, bevor dann jeder seiner Wege geht.

 

Familien und ihre Werte. Familien und ihre Rituale. Familien und ihre Essplätze. Zu allen drei Themen könnte man ganze Kolumnen verfassen. Ich selbst bin Mama von zwei Töchtern – und wie oft bereite ich mal eben einen bunten Teller vor, mit Schnittchen und Gemüse oder Obst. Dann lese ich dabei noch ein paar Bücher vor, der Esstisch ist längst aus dem Blickfeld raus. Ich war zu faul, habe es noch eilig, hatte keinen Hunger, keine Lust. Das ist nicht fair! In meiner Kindheit musste ich um 18 Uhr ja hungrig sein, dann stand das Graubrot auf dem Tisch und durch die Wohnung hallten alle Namen, die sich nun versammeln sollten! Und je nach Stimmung gibt es freundliche Servietten, auch wenn die zumeist nur Deko blieben.

 

Ich erinnere mich gern an diese Zeit, auch wenn sie nicht so lange hielt, denn ich aß gerne auch bei meinen Freundinnen. Heute stelle ich eine Kerze auf und mache leise klassische Musik an. Und am längsten bleiben meine Kinder und gern Freunde sitzen, wenn Brot und Aufschnitt variieren und gerade frisch vom Bäcker oder Schlachter sind. Tischdecken, schönes Geschirr, Omas Silberbesteck (natürlich täglich!), ein Potpourri an Schüsseln, Servierplatten – und das Decken ist nicht einmal eine Frage der Zeit. Die Griffe sitzen einfach! Und eigentlich bringt es auch Spaß, wenn ich ganz ehrlich bin. Das Ergebnis kann sich jedes Mal sehen lassen! Selbst kleine Botschaften auf den Teller der anderen – was tun wohl erst Verliebte!

 

Am liebsten säße ich bei allen moebel.de-Fans einmal um die Tafel. Wie unterschiedlich Stimmungen, Gebete und Mahlzeiten sein müssen – es fasziniert mich schon sehr! Hast Du eine rustikale Eckbankgruppe? Ist Dein Esstisch lang oder rund? Befinden sich in Deiner Küche ebenfalls Essplätzchen? Legst Du Wert auf das Decken oder wird der Nachwuchs dazu verdonnert und knallt alles lieblos direkt auf die Marmor- oder Holzplatte? Genießt Du das Beisammensein oder läuft bei Dir der Fernseher dazu? Bevorzugst Du Bänke, Sessel oder Stühle ohne Armlehnen? Und im Sommer – speisen Du und Deine Liebsten auf großen Decken im Garten oder nehmt Ihr auf gemütlichen Gartenmöbeln Platz?

 

Das Thema ist so schön, mögt Ihr uns einen Blick gewähren? Wie sieht Eure Tafel aus, wenn die Familie dort zusammenkommt? Was speist Ihr? Wann speist Ihr? Welche Mahlzeit ist für Euch am wichtigsten? Braucht Ihr helles Licht oder genießt Ihr den Aufschnitt im Schummerlicht? Habt Ihr Rituale? Welche Farben haben Eure Küchenwände? Auf welche Bilder schaut Ihr vom Esstisch aus? Hat jeder seinen Lieblingsplatz?

 

Oder bist Du derzeit auf der Suche nach Veränderungen, nach Tricks, um die Familie wieder an den Tisch zu kriegen und gern auch ein Weilchen dort zu halten? Zelebriert Ihr Mahlzeiten mit Gesang und Gebet? Aber wo auch immer Ihr gerade speist oder Nahrung zubereitet, wir wünschen einen guten Appetit! Ob als Kaiser, König oder Bettelmann...

 

Deine Conni Köpp (Wohnexpertin)

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