Lifestyle

Flüssige Kostbarkeit - Kaffee

„Anregendes Glück“ – im Arabischen ist das die Bedeutung des Wortes Kaffee. In der Tat kann der Kaffe am frühen Morgen Wunder bewirken und helfen, den müden Kreislauf in Gang zu bringen. Viele kleine Schlucke über den Tag verteilt, fördern wiederum die Konzentrationsfähigkeit. Schuld daran ist der je nach Bedarf dosierbare Koffeingehalt. Zudem enthält Kaffee das Vitamin Niacin, welches am Fett-, Eiweiß-, und Kohlenhydratstoffwechsel beteiligt ist und wichtig für die Regeneration von Haut, Muskel, Nerven und DNA ist.

Tradition und Erbe

Kaffe wird aus gerösteten und gemahlenen Kaffebohnen hergestellt, die nach der jeweiligen Kaffeepflanze unterschieden werden. Wichtigster Kaffeelieferant ist der Arabica-Kaffee und der Robusta-Kaffee. Die Region Kaffa in Äthiopien soll der Ursprungsort des Kaffees sein. Von dort gelangte er wahrscheinlich im 14. Jahrhundert nach Arabien. Handelszentrum war von nun an die berühmte Stadt Mokka. Das erste deutsche Kaffehaus öffnete übrigens bereits 1673 in Bremen seine Pforten. Zu dieser Zeit war Kaffee so teuer, dass nur Aristokraten und wohlhabende Bürger in seinen Genuss kamen.

Heute sind Brasilien und Vietnam die größten Kaffelieferanten weltweit. Wobei traurigerweise der geringste Anteil am vom Endverbraucher gezahlten Preis bei den Kaffeebauern selbst bleibt. Gut, dass sich mittlerweile der Fair-Trade-Kaffee immer mehr durchsetzt – so kann jeder seinen Anteil gegen die Armut in den teilweise Entwicklungsländern leisten.

Die deutschen Großröstereien konzentrieren sich auf den nördlichen Raum: Der Hamburger Hafen ist dabei weltweit der größte Umschlagplatz für Rohkaffee. Der Kaffeehandel hat in Hamburg eine weitreichende Tradition. Der Import von Kaffee war mit einer der Gründe für den Bau der Speicherstadt Ende des 19. Jahrhunderts. Die Lagerhäuser dort boten ideale klimatische Bedingungen für die Kaffeebohnen. Passend dazu bietet die „Speicherstadt Kaffeerösterei“ nicht nur Ihre frisch gerösteten Produkte an, sondern auch eine Kaffeverkostung, bei der die Teilnehmer auch alles über die Geschichte des Kaffees erfahren. Mehr dazu erfahren Sie auf der Homepage.

(unnütze) Facts über das leckere Heißgetränk

 

  • Im Durchschnitt konsumiert jeder Deutsche 4,86 kg Kaffee pro Jahr, das entspricht ca. 2 Tassen pro Tag. Spitzenreiter sind die Finnen mit 8,5 kg Kaffee.
  • Kaffe hat auch eine beruhigende Wirkung: es ist schon lange kein Geheimtipp mehr, dass innerhalb der ersten 15 Minuten nach dem Kaffekonsum das Einschlafen besser funktioniert, da das Schlafzentrum im Hirn vorteilliger durchblutet wird.
  • Eine Studie von 2005/06 zeigte, dass Koffein bei weiblichen Ratten eine Steigerung des Geschlechtstriebes zur Folge hatte. Ob das bei Menschen auch so wirkt, ist allerdings fraglich.
  • Kaffeesatz kann wegen seines erhöhten Stickstoff-Gehaltes als Dünger verwendet werden. Rosengärtner schwören darauf.
  • Das Lesen im Kaffeesatz dient im Aberglauben zum Wahrsagen und wird Kaffeedomantie genannt.
  • Der teuerste Kaffee der Welt ist der sogenannte Palmkatzen-Kaffee „Kopi Luwak“ aus Indonesien. Das Kilo Kaffeebohnen kostet bis zu 1000 Euro. Das wieselähnliche Tier hat eine Schwäche für die süßen Kaffeekirschen, kann aber die Bohne nicht verdauen und scheidet diese im Ganzen wieder aus. Durch Verdauungsenzyme und Magensäure wird die Bohne sozusagen veredelt und erhält so ihr einzigartig-würziges Aroma.

 

Die Kunst des Kaffee-Zubereitens

Dass Kaffee nicht gleich Kaffee ist, dürfte jedem klar sein. Die Vorlieben sind dabei nicht nur ländergebunden – Deutschland ist beispielsweise ein hoher Absatzmarkt für Arabica, Frankreich eher für Robusta – auch die Zubereitung ist sehr variabel.

In Deutschland und den USA ist Filterkaffee sehr beliebt. Dieses wurde 1908 von Melitta Bentz erfunden und umgangssprachlich „schwarz“ oder „weiß“ getrunken.

In Frankreich sehr beliebt ist dabei die Variante Café au Lait. Dort wird einfacher Kaffee mit sehr viel Milch in einer großen Tasse oder Schale serviert.

Beim türkischen Kaffee wird das Heißgetränk mit Zucker und in einigen Ländern auch mit Gewürzen, wie Kardamon oder Zimt, gebrüht und ungefiltert getrunken. Einen ähnlichen Effekt erzielt man mit klassischen Kaffebereitern. So zum Beispiel von Bodum.

Indem mit hohem Druck Wasser durch frisch gemahlenen Kaffee geleitet wird, entsteht italienischer Espresso. Traditionelle Siebträgermaschinen garantieren den perfekten Genuss.: Mit einer Kaffeemühle, z. B. von cilio, die Bohnen zunächst frisch mahlen. Mit einem Milchschäumer, z. B. von Bodum, heiße Milch in fluffigen Schaum verwandeln und in ein Latte-Macchiato-Glas füllen, den Espresso dazu und genießen. Übrigens ist vom Kalorien zählen beim Latte-Macchiato abzuraten. 3,5%ige Milch schmeckt einfach viel besser im Espresso. Besonders köstlich wird’s, wenn man Zucker oder Sirup mit Aroma, z. B. weiße Schokolade, bereits in die zuzubereitende Milch gibt. Himmlischer Milchschaum garantiert!

Einfacher geht’s mit einem Kaffeevollautomaten, damit können sämtliche Kaffeespezialitäten, wie Espresso und Cappuccino, aber auch Eiskaffee zubereitet werden. Allerdings bedürfen diese Geräte einer intensiven Pflege und sollten nur mit Spezialreiniger gesäubert werden. Wir haben ein besonders luxuriöses Modell mit Swarovski-Steinen entdeckt. Garantiert ein Blickfang in der Küche.

Kaffee ist übrigens nicht nur zum Trinken da – auch im Kuchen, in Schokolade oder als ganze Bohne zum Sambuca ist er überraschend lecker. Das Aroma des Kaffees wird sogar in Parfüms oder in Duftkerzen verwendet. Eben unwiderstehlich …


Text: Anne Timm 

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Kommentare(5) Kommentar schreiben
Also bei mir scheint Kaffee nicht zu wirken - jedenfalls kann ich trinken soviel ich will: richtig wach werd ich davon nicht! Aber schmecken tut's.
Teresa Janison 03.09.2012, 17:57Uhr
Echt? Ursprungsland ist Äthiopien? Ich dachte bisher immer, dass es Zentralamerika ist. Wieder was gelernt!
Wiebke  l 03.09.2012, 15:26Uhr
Ha! Bei mir ist das eher milch mit einem schuß kaffee. von zuviel koffein kann ich nicht schkafen nachts...
Miriam Kraus 03.09.2012, 15:20Uhr
Hm, also ich weiß ja nich ob ich für ausgeschiedene Bohnen eines Tieres so viel Geld bezahlen würde... Wohl eher nicht. Auf meinen Kaffee kann ich aber trotzdem nicht verzichten! Der ist ein Muss damit ich morgens in die Gänge komme. Schön mit viel heißer Milch und Zucker! Lecker.
Maria Seeseim 03.09.2012, 14:31Uhr
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