Lifestyle

Vorsätzlich fahrlässig ins neue Jahr

Das neue Jahr hat begonnen. Egal, ob wir den vergangenen 365 Tagen mit einem lachenden oder einem weinenden Auge hinterher sehen: Es vergeht kein Jahreswechsel ohne die guten oder alten Vorsätze. Gerade die Feiertage lösen in uns eine nachdenkliche Stimmung aus. Ob das nun an dem erhöhten Alkoholkonsum liegt oder nicht, sei einmal beiseitegelassen – Fakt ist, dass die meisten von uns zum Jahreswechsel Bilanz ziehen und in der Schlussfolge neue Ziele ins Auge fassen. Zu den beliebtesten Vorsätzen gehören zweifellos:

  • Abnehmen und gesünder essen
  • Sport treiben
  • Berufliche Verbesserung
  • Kinder bekommen und/oder heiraten
  • Optische Veränderungen, z.B. neue Frisur

Der Geist ist willig …

Das Schwierige an den guten Vorsätzen ist deren Umsetzung. Einen Vorsatz zu haben, ist ziemlich leicht, denn wer möchte sich und sein Leben nicht gerne verbessern? Doch egal, wie eisern der Wille zum Einhalten der Vorsätze auch noch im Dezember gewesen sein mag – es dauert nicht lange und das „schwache Fleisch“ schlägt wider zu. Meist beginnt es nur damit, dass der Vorsatz zunächst verschoben wird. Klar, wenn schon zu Beginn des neuen Jahres große Geburtstagsfeiern anstehen, ist es nahezu unmöglich, ausgerechnet jetzt den Kalorien und dem Alkohol abzuschwören. Eine Erkältung lässt auch den Vorsatz des Sportelns zunächst in die Ferne rücken und das mit dem Familie gründen ist auch so eine schwierige Angelegenheit, wenn der passende Mitspieler dazu fehlt. Und so heißt es wieder einmal den Endgegner „Innerer Schweinehund“ überlisten.

Erfolgsstrategien

Pluspunkte gibt es schon mal für alle, die überhaupt einen oder mehrere Vorsätze haben. Übers Knie brechen braucht niemand etwas, das führt in den wenigsten Fällen zum Erfolg. Deswegen bringt es weder etwas, sich zu hohe Ziele zu setzen, noch zu unkonkrete Ziele zu stecken. Wer bis Ende Januar 10 Kilo abspecken möchte, wird unweigerlich scheitern, weil er praktisch gar nichts mehr zu sich nehmen darf, wer sich jedoch vornimmt, ein paar Kilo im neuen Jahr zu verlieren, wird höchstwahrscheinlich allerhöchstens zunehmen, da er keine wirkliche Muße zur Diät hat. Vernünftiger ist es, sich ein greifbares Ziel zu setzen, so zum Beispiel, jeden Monat 2 Kilo abzunehmen oder bis Februar 60 Minuten am Stück joggen zu können. Zur Unterstützung können die Ziele schriftlich festgehalten werden: Der obligatorische Zettel am Kühlschrank muss sich dann zwar die ein oder andere Beschimpfung anhören, wirksam ist er trotzdem. Indem man einen Vertrag mit sich selbst schließt, steigt das Gefühl der inneren Verpflichtung. Gesteigert wird dies noch durch das Miteinbeziehen von Familie und Freunden. Die Blöße, schon wieder nicht durchgehalten zu haben, will sich kaum einer geben. Und auch die ständigen Beschwerden über den Job nerven irgendwann nicht nur Sie. Doch nicht nur die Lieben um einen herum unterstützen sämtliche Vorsatzpläne:

Ein Schrittzähler führt direkt vor Augen, dass nach der Arbeit noch längst nicht Feierabend ist…

Eine neu-angeschaffte Waage lügt nicht!

Ein Obst- und Gemüseschneider erleichtert das Kreieren von leckeren und gesunden Salaten. So ist der angebliche Aufwand eines Salates keine Ausrede mehr.

Zeit für ein neues Kochbuch! Neue Rezepte lenken ab vom Appetit auf McDonalds und Co.

Ein neuer bequemer Bürostuhl am heimischen Schreibtisch, motiviert zum Schreiben der scheinbar mühseligen Bewerbungen.

Die Anschaffung eines neuen Bettes und/oder Matratze könnte den Kinderwunsch hinreichend beeinflussen…

Denken Sie um Himmels willen nicht den ganzen Tag an Ihren Vorsatz! Wenn sich alles nur noch um die Entsagung der geliebten Chips am Abend dreht, dann ist ein Rückfall vorprogrammiert. Lenken Sie sich ab und lassen Sie zur Abwechslung mal den Fernseher nach Feierabend aus. Das erinnert nur zu sehr an alte Verhaltensmuster. Lesen Sie ein gutes Buch, telefonieren Sie mit tollen Menschen oder wie wäre es mal mit einem Spiel? Der Klassiker Memory feiert sein Comeback!

Congratulations!

Die Liste der Ratschläge und Hilfsmittel ist lang. Literatur gibt es zu genüge. Doch nichts von alledem kann ein Wunder bewirken. Seien Sie nicht zu hart mit sich selbst und belohnen Sie auch kleine Erfolge. Vielleicht sollten nicht gerade verlorene Kilos mit Schokolade feiern, aber es gibt ja auch noch andere Möglichkeiten, Siege zu bejubeln, stimmt’s?!

 


Text: Anne Timm

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