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Weihnachtsessen für Fortgeschrittene

Mal von den Kalorien ganz abgesehen: irgendwann – spätestens ab dem 3. Advent – hängen selbst dem treusten Weihnachtsfan die Lebkuchen, Spekulatius und der Glühwein zum Halse raus. Problem daran: die ganze Krippe ist voll mit dem Zeug! In Supermärkten türmen sich Berge der zuckerschockdrohenden Leckereien - auch auf der Arbeit und in den eigenen vier Wänden wären Scheuklappen gegen Stolleninflation eine sinnvolle Erfindung. Da es sich beim Weihnachtsfest jedoch um das Fest der Liebe handelt, sollte eine grundlegend positive und optimistische Stimmung in der Luft liegen. Nun heißt es also: statt das Marzipan zu ignorieren, lieber mit Früchten sautieren. Die gebrannten Mandeln nicht vernichten, sondern mit der Ente anrichten…

Nussprinten an Burgunderschinken

Hört sich komisch an? Also bitte – was machen denn die anderen Länder? Da wird auch nicht überall der konservativ gefüllte Truthahn serviert.

  • In Australien wird der 25.12 mit einem ausgiebigen Barbecue am Strand gefeiert. Nicht die schlechteste Idee bei hochsommerlichen Temperaturen.
  • In Paraguay beginnt bereits der Morgen des Heiligen Abend feuchtfröhlich mit einer leckeren Bowle.
  • Einige Gegenden Afrikas, wie Ghana oder Kenia, schlachten zu den Feiertagen eine Ziege, was auch nicht jedermanns Geschmack ist.
  • In Mexiko symbolisieren Tamales – in Maisstroh gewickelte Füllungen aus Fleisch, Schmalz und Maismehl – das Kind in der Strohkrippe. Dieses Völkchen praktiziert auch die sogenannte Pinata – das Zerschlagen eines mit Süßigkeiten gefüllten Gefäßes.
  • Die Finnen hingegen leiten das Weihnachtsfest am 24.12 mit einem traditionellen Familiensaunagang ein. Der Glögi, ein Weihnachtspunsch mit Rosinen und Mandeln, darf hier auf keinen Fall fehlen.

Wem der Sinn in diesem Jahr nicht nach dem herkömmlichen Weihnachtsessen steht, dem seien die üblichen Fliegen mit einer Klappe ans Herz gelegt. Nicht wortwörtlich natürlich, aber in Bezug auf die Invasion der Lebkuchen und Feuerzangenbowle.

Braten in der Röhre gefällig?

Auch ohne Gänsebraten und Wildschweinfilet können Fleischesser an den Feiertagen auf Ihre Kosten kommen und dabei auch noch die üblichen Lebensmittel des Dezembers verbraten:

Glühweinhähnchen

  • 1 ganzes Hähnchen
  • 1 Dose (Bier oder Softdrink)
  • Glühwein
  • Honig, Öl, Chili (Pulver oder ganze Schote)
  • Salz, Pfeffer

Etwas Öl mit Chili und Honig zu einer Marinade verrühren. Das gewaschene Hühnchen damit einpinseln, salzen und pfeffern. Die Flüssigkeit aus der Dose entfernen und stattdessen zu ¾ mit Glühwein befüllen. Nun das Hähnchen mit der Öffnung an der Unterseite auf die Dose setzen. Die Dose sollte soweit in das Hühnchen passen, bis es von allein steht. Das Hühnchen mit der Dose für ca. 60 Minuten bei 180 Grad in den Ofen geben. Zwischenzeitlich immer wieder mit der Marinade einreiben.

Ergibt ein besonders saftiges Brathuhn mit dem gewissen Etwas!

 

Spekulatiusfrikadellen

  • 300 g gemischtes Hackfleisch
  • 1 Zwiebel
  • 60 g Spekulatiuskekse (zerbröselt)

Zwiebel hacken und in etwas Öl glasig dünsten. Mit den Spekulatiusbröseln zu dem Hackfleisch geben, mit Salz, Pfeffer und Chili würzen. Masse zu Frikadellen formen und in einer Pfanne rundherum braten.

Aber auch Vegetarier müssen zur Weihnachtszeit nicht auf den Festtagsbraten verzichten:

 

Linsenbraten

  • 250 g rote Linsen
  • 500 ml Gemüsebrühe
  • 2 Lorbeerblätter
  • 1 EL Butter
  • 120 g Paniermehl
  • 250 g Cheddarkäse
  • 3 EL frische, gehackte Petersilie
  • 1 Stange Lauch, in Ringe geschnitten
  • 125 g geschnittene Champignons
  • 1 El Zitronensaft
  • 2 Eier
  • Salz und Pfeffer

Linsen, Brühe und Lorbeer in einem geschlossenen Topf aufkochen und zugedeckt 15-20 Minuten köcheln lassen, bis die ganze Flüssigkeit aufgesogen und die Linsen weich sind. Den Lorbeer entfernen. Den Boden einer Kastenform mit Backpapier auslegen, die Form mit Butter ausstreichen und mit 2 El Paniermehl bestreuen. Lauchringe mit Cheddar, Pilzen, restlichem Paniermehl und Petersilie unter die Linsen rühren, mit Salz und Pfeffer würzen. Die Mischung mit Zitronensaft und Eiern binden. Anschließend die Masse in die Kastenform füllen. Im vorgeheizten Backofen bei 190 Grad ca. 1 Stunde goldbraun backen.

Zu allen Hauptgängen empfehlen wir glasierte Kartoffeln und eine Clementinenhollandaise.

 

Glasierte Kartoffeln

  • 1 kg sehr kleine Kartoffeln mit Schale gar kochen, abkühlen lassen und schälen.
  • In einer großen Pfanne 100 g Zucker schmelzen, dann 100 g Butter dazugeben und rühren bis eine Karamellmasse entsteht .
  • Die Kartoffeln in der Masse schwenken, bis sie braun sind.

Clementinenhollandaise

  • Von einer Bio-Clementine etwas Schale abreiben und den Saft auspressen.
  • Ein Eigelb in eine Metallschüssel geben und mit 4-5 EL Clementinensaft über einem Wasserbad schaumig aufschlagen.
  • Wenn die Masse dicklich ist, 100 g flüssige Butter in einem dünnen Strahl dazu geben und kräftig weiterschlagen.
  • Die Hollandaise mit Salz, Zucker und Clementinenschale abschmecken

Das Finale: Lebkuchentiramisu

  • 2 große Dosen Mandarinen
  • ½ Packet Lebkuchen
  • 100 ml starker, kalter Kaffee
  • 4 EL Orangenlikör oder Orangensaft
  • 250 g Mascarpone, 250 g Magerquark, 250 g Schmand
  • 1 Pck. Vanillezucker
  • 2 EL Kakaopulver
  • 6 EL Mandarinensaft

Die Mandarinen auf einem Sieb abtropfen lassen, den Saft auffangen. Den Lebkuchen in Scheiben schneiden und eine Auslaufform (24 x 12 cm) damit auslegen. Kaffee und Likör (oder Saft) verrühren und den Lebkuchen damit tränken. Die Mandarinen auf dem Kuchen verteilen. Mascarpone, Quark, Mandarinensaft und Vanillezucker verrühren. Die Creme auf den Mandarinen verteilen und alles mindestens 2 Stunden in den Kühlschrank stellen. Mit Kakao bestäuben und servieren.

 

Christkind, ist das lecker!

 

Text: Anne Timm

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Kommentare(3) Kommentar schreiben
pfui also das ess ich bestimmt nicht spekulatiusfrikadellen iiiih
Sandro Kottwitz 30.11.2012, 15:36Uhr
@frau liebig: stimmt, das würde ich auch nehmen... Aber Spekulatiusfrikadellen? Nee, da bleib ich lieber beim Original.
Jana Erber 30.11.2012, 10:10Uhr
Oh... Das Lebkuchentiramusu klingt aber seeehr lecker. Das tät ich nehmen. Leider schmecken mir momentan die Süßigkeiten aber noch. Muss ich wohl noch warten. :-)
Sarah Liebig 29.11.2012, 14:59Uhr
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