Lifestyle

Schatz, hol das Raclette raus – es ist Silvester!

Einer der beliebtesten Vorsätze an Silvester ist eindeutig der Wille zur Diät: Der Schokolade abdanken, mit dem Fast Food Schluss machen und die Chips im Supermarkt abblitzen lassen. Sehr löblich, doch glücklicherweise beginnen wir mit diesem lästigen Bestreben erst im neuen Jahr – Zeit, bis um Mitternacht noch ordentlich zu sündigen und das auch gern in großer Runde. Gesellschaftsfähig ist dabei die Tradition des Raclettes oder auch Fondues.

Alles Käse - Raclette

Raclette, abgeleitet aus dem französischen „racler“ (schaben), ist eines der Schweizer Nationalgerichte. In alter wallisischer Tradition wird ein halber Laib Käse sehr dicht ans Feuer gelegt, bis er zu schmelzen beginnt und gleichzeitig auch röstet. Nach und nach wird immer eine Schicht von dem geschmolzenen Käse auf einen Teller geschabt und kann dann mit Beilagen, wie Pellkartoffeln oder sauren Gurken, genossen werden. Ein offenes Feuer ist in den meisten Wohnungen und Häusern schlichtweg nicht möglich. Aus diesem Grund wurden schließlich auch die elektrischen Raclettegeräte für das heimische Esszimmer entwickelt, die nicht nur aus mehreren Pfännchen bestehen, in denen der Käse geröstet werden kann, sondern auch über eine Stein- oder Metallplatte verfügen, auf der Fisch, Fleisch oder Gemüse gebraten werden kann. Sie wollen mal etwas anderes? Probieren Sie unser leckeres Rezept:

Hamburger Raclette (4 Personen)

  • 800 g gemischtes Hackfleisch
  • 1 eingeweichtes Brötchen
  • 2 Eier
  • 1 Zwiebel
  • 1 TL grüne Pfefferkörner
  • 1 EL mittelscharfer Senf
  • 1 EL geriebener Meerrettich
  • Salz, Pfeffer aus der Mühle
  • 1 Prise Cayennepfeffer
  • 1 TL Paprikapulver
  • etwas Weinbrand
  • 1 Bund Petersilie
  • Fett zum Braten
  • 600 g Raclettekäse

Hackfleisch in eine Schüssel geben, das Brötchen ausdrücken und mit Eiern, feingehackter Zwiebel, Pfefferkörnern, Senf und Meerrettich dazu und gut durchmischen.

Die Masse mit Salz, Pfeffer, Cyennepfeffer und Paprikapulver kräftig würzen. Mit Weinbrand aromatisieren.

Die feingehackte Petersilie dazu und das Hackfleisch zu 12-14 flachen Hamburgern formen. Die Burger in einer Pfanne von beiden Seiten knusprig braten und je einen in die Raclettepfännchen legen.

Den in Scheiben geschnittenen Raclettekäse darüber geben und im Raclettegerät überbacken. Dazu schmecken Bratkartoffeln und gegrilltes Gemüse.

Mittlerweile gibt es bei der Materialauswahl kaum noch Grenzen. So sind nicht mehr nur Raclettegeräte aus Aluminium oder Stahl üblich, selbst Glas oder Stein ist zu einem beliebten Material geworden.

Leckerer Siedepunkt - Fondue

Auch das ebenso beliebte Fondue stammt aus der Schweiz und meint ursprünglich ein Gericht aus geschmolzenem Käse, in den Fleisch oder Gemüse getunkt wird. Beliebt sind jedoch auch andere leckere Flüssigkeiten, wie Schokolade, Öl, Wein oder Brühe. Für das Schokoladenfondue werden spezielle Geräte hergestellt, teilweise auch für das Käsefondue. Beim beliebten Brühfondue wird das Fleisch, der Fisch oder das Gemüse in der heißen Brühe gegart. Diese Art der Zubereitung ist jedoch weniger schweizerisch, sondern stammt aus Asien. Zu den gebräuchlichen Materialien gehören Metall, Stahl und Keramik aber auch Gusseisen. Üblich in einem Fondue-Set sind meist Fonduetopf, Rechaud mit regulierbarem Brenner, Fonduegabeln und Fonduekörbchen (zum Frittieren). Der Liebling unserer Redaktion passt wirklich ausgezeichnet zum Silvesterschmaus. Welch ein Zufall…

Sekt-Fondue

  • 600 ml Gemüsebrühe
  • ½ Flasche Sekt oder Champagner
  • 200 ml Sahne
  • 1 Zweig Kerbel, Estragon und Thymian
  • Salz und Pfeffer

Gemüsebrühe mit den Kräuterzweigen kurz aufkochen, Herd ausschalten und mindestens ½ Stunde ziehen lassen.

Vorm Servieren die Zweige entfernen und die Brühe erneut erhitzen. Dann den Sekt und die Sahne hinzufügen, nach Belieben mit Salz und Pfeffer abschmecken. In einen Fonduetopf umfüllen.

Zum Eintauchen gewürfeltes Rinder-, Kalb- und Hühnchenfilet verwenden. Auch Fisch und Scampis sind geeignet oder blanchiertes Gemüse.

Als Beilage passt frisches Knoblauchbrot und Salat.

Der Clou: Nach dem Fondueessen, oder am folgenden Tag, kann die sehr schmackhafte Brühe als Suppe gegessen werden.

Egal, ob Fondue oder Raclette: der richtige Dip ist sozusagen die Cocktailkirsche auf der Sahnehaube. Unsere Lieblinge unter den Dips:

Schnittlauchdip

  • 1 Becher Sauerrahm
  • 1/2 Glas (250g) Mayonnaise
  • 1 Spitzer Süßstoff
  • 1 EL Knoblauchgranulat
  • 3 EL Schnittlauch
  • 1 TL Senf (scharf)

Mango-Chili-Dip

  • 1 frische reife Mango Chilipulver
  • 100 g Frischkäse
  • Salz, Senf, Orangensaft, Pfeffer, Knoblauch

Alles jeweils verrühren und genießen! Wie war das nochmal mit der Diät...

Text: Anne Timm

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Kommentare(1) Kommentar schreiben
Hm.... Hamburger-Raclette. Man braucht das Fleisch auch gar nicht in der Pfanne zu braten. Unser Raclette hat eine heiße Platte über den Pfanneneinschüben, da müsste es doch auch drauf funktionieren.
Franzika Ehrlich 20.12.2012, 15:23Uhr
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