Living like...

Living like Alice in Wonderland

2010 kam einer der erfolgreichsten 3D-Filme in die Kinos: Tim Burtons „Alice in Wonderland“ und verzauberte das Publikum. Kein Wunder, denn der bildgewaltige Film spielt, ebenso wie seine Romanvorlage, mit der Vorstellungskraft des doch alltagsvereinnahmten Menschen.

Vom Kinderbuch in den Kinosaal

Die Erzählung des britischen Schriftstellers Lewis Carroll von 1865 gehört zu den erfolgreichsten Kinderbüchern weltweit. 1998 wurde eine Erstausgabe des Werkes für sagenhafte 1.500.000 US-Dollar versteigert. Inmitten des sehr moralischen, viktorianischen Zeitalters erschafft Carroll eine fiktionale Welt, die so spielerisch mit der Logik umgeht, dass sie nicht nur bei Kindern gut ankommt. Auch Mathematiker und Philosophen beziehen sich gerne auf das faszinierende Werk, welches treffenderweise als Nonsensliteratur bezeichnet wird. Das bedeutet jedoch nicht, dass alle Ereignisse als schwachsinnig zu bewerten sind. Vielmehr ist diese Art der Sinnesverweigerung als Kritik an dem Moralkodex des viktorianischen Englands und auch in der Fantasy-Verfilmung von Burton als satirische Anspielungen auf gesellschaftliche und kulturelle Missstände zu werten.

Nicht nur die Filmemacher wurden von Carroll inspiriert, auch in der Kunst und Musik gibt es zahlreiche Adaptionen. Bekanntes Beispiel ist das Video zu Gwen Stefanis „What you waiting for?“.

Special Tipp: Die Hamburger Kunsthalle zeigt seit Juni 2012 die Ausstellung „Alice im Wunderland der Kunst“. Die Themen drehen sich offensichtlich um Bewusstseinserweiterung. Nicht ohne Grund gibt es in der Psychologie das „Alice-im Wunderland-Syndrom“, bei der die betroffenen Menschen sich selbst oder Ihre Umwelt in halluzinatorisch-veränderter Weise wahrnehmen.

Teil 2 der Reihe "Wohnen im Movie-Style": Alice im Wunderland

Traum und Realität verschwimmen und eröffnen dem Leser und Zuschauer eine Welt, in der nichts so ist, wie es scheint. Charakteristisches Merkmals scheint die Gradwanderung zwischen scheinbar verrückten Fabelwesen, wie Greif und Schildkrötensupperich, und Spießertum zu sein. Kräftige Farben treffen auf bedecktes Grau. Perfekt für alle, die noch eine außergewöhnliche Einrichtungsidee suchen. Wie auch schon in unserem ersten Teil "Wohnen im Stil von Heidi" haben wir hier ein paar Impressionen zusammengestellt:

Living Next Door To Alice

Ähnlich wie bei Alice im Wunderland, ist es beim Interieur durchaus möglich, sich ein Wunderland voller Absurditäten und Paradoxien zu erschaffen. Jedoch ist es ratsam, sich dabei auf einen Raum zu beschränken, da dieser sonst leicht zu Überforderung führen könnte. Teilweise Grau- und Brauntöne an Wänden und in den Möbeln bringen die farbenfrohen und ausgefallenen Details noch stärker zur Geltung. Dominierend dabei sind Blau, Rot und Grün.

Unsere Vorschläge für Wunderwelten:

  • Vom Flaschenkühler im Hasendress bis hin zur übergroßen Taschenuhr und Zylinder: Das sprechende, weiße Kaninchen inspiriert zu passenden Accessoires.
  • Auch überdimensionierte Karten- oder Schachspiele sollten keinesfalls fehlen, eben so wenig, wie ausgefallene und doch klassische Spiegel.
  • Unabdingbar im eigenen Wonderland ist ein Teeservice, welches an die Teeparty des verrückten Hutmachers erinnert. Auch hier gilt: spießig trifft auf ausgefallen.
  • An den bedeckt gehaltenen Wänden dürfen sich Wallprints oder Wandtattoos mit Motiven der Grinsekatze oder auch Johnny Depp als Hutmacher gerne breit machen.
  • Ganz Mutige bringen mit Möbel im Fliegenpilzlook das richtige Wunderland-Feeling in die eigenen vier Wände.

Text: Anne Timm

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Kommentare(1) Kommentar schreiben
Ok, das is mir ne Nummer zu upgespaced! Echt krass. Allerdings mochte ich auch den Film nicht...
Franzika Ehrlich 11.09.2012, 17:47Uhr
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