Geschmackvolle Akzente an Wand & Decke – der Experten-Ratgeber (nicht nur) für Heimwerker

Überlegen Sie, mit welchen Materialien beziehungsweise Techniken Sie Ihre Wände und Decke Zuhause verschönern können? Wir zeigen Ihnen auf moebel.de nicht nur ein breites Sortiment an Fliesen, Paneelen und Tapeten, sondern geben Ihnen auch Tipps bei der Auswahl der richtigen Variante für Ihr Zuhause. Außerdem erfahren Sie hier, welches Zubehör Sie dazu brauchen und was es bei den einzelnen Varianten alles zu beachten gibt. Viel Spaß beim Heimwerken!

Unkompliziert und schmutzabweisend – Fliesen

Fliesen  als solider Schutz für Wand und Decke
Fliesen als solider Schutz für Wand und Decke
Fliesen sind ein unkompliziertes, nachsichtiges Material: Im Gegensatz zu vielen anderen Wand- und Deckenbelägen verzeihen Fliesen Wasserspritzer, Dreck und Schmutz und lassen sich meist problemlos mit Wasser und Seife reinigen. Daher werden Fliesen gern in allen Bereichen genutzt, in denen eine hohe Schmutz- und Feuchtigkeitsbelastung herrscht, beispielsweise in der Küche oder im Bad. Dabei haben sie längst ihr Image, nur am Boden zu liegen, abgelegt und sich zu einer hübschen Verkleidung für Wände und Decken gemausert. Es gibt sie in unterschiedlichen Formen (als Mosaikmatte oder in Plattenform) und Farben, glasiert und unglasiert, von klassisch in Keramik über mediterran in Terracotta bis hin zu modern in Granit, Schiefer oder aus Glas. Die Anbringung von Fliesen an der Wand erfolgt in der Regel mittels Zement: Aufstreichen, Fliesen andrücken, kurz warten – fertig!

Holz-Paneele schaffen Wohnlichkeit und Behaglichkeit

Unter dem Begriff „Paneel“ versteht man eine furnierte Platte aus Holz, die als Verkleidung von Wänden und Decken verwendet wird. Holz ist ein atmungsaktives Material und verhilft Ihrem Zuhause zu einer warmen und natürlichen Atmosphäre. Nicht zu unterschätzen ist außerdem die Wärme- und Lärmisolierung, die diese Art von Wand- und Deckenverkleidung bietet. Deswegen eignen sie Holzpaneele besonders gut für Räume, in denen es besonders wohnlich und angenehm sein soll, beispielsweise also Wohn- und Schlafzimmer. Achtung bei der Auswahl von Paneelen! In kleinen Räumen wirkt eine Verkleidung mit dunklem Holz schnell erdrückend, denn selbiges schluckt viel Licht. Wählen Sie hier besser eine hellere Holzart beziehungsweise hell lackierte Paneele. Auch in größeren Räumen sollten Sie dunkle Holzpaneele nur in Maßen einsetzen, um den Raum nicht zu düster wirken zu lassen.

Wie bringt man diese jedoch genau an Wände und Decken an? Eine typische Methode ist das Andübeln der einzelnen Paneele auf einer sogenannten Traglattung. Diese Latten (Mindestmaß von 18 x 35 mm) sollten im Abstand von 50 bis maximal 60 cm an der zu verkleidenden Wand angebracht werden. Dabei nehmen Sie am besten die Wasserwaage zur Hand, denn nicht jede Wand ist absolut gerade. Anschließend werden dann die Paneele an den besagten Latten mittels Dübeln befestigt. Ein einfaches Nut- und Federsystem sorgt dafür, dass keine Lücken zwischen den einzelnen Paneelen entstehen.

Der Klassiker der Wand- und Deckengestaltung – Tapeten

Sie sind immer noch der Klassiker unter den Wand- und Deckenverkleidungen – Tapeten. Egal ob mit Palmenmotiv oder Comicfiguren fürs Kinderzimmer, einfarbig, mehrfarbig, gestreift, gepunktet, geblümt… keine andere Variante bietet eine so große Auswahl. Ihrer Fantasie sind keine Grenzen gesetzt, deswegen können Tapeten auch prinzipiell in jedem Raum einer Wohnung oder eines Hauses angebracht werden. Damit Ihnen die Auswahl aus dem riesigen Sortiment ein wenig leichter fällt, wollen wir Ihnen neben den klassischen, farbigen Tapeten noch zwei ganz besondere Varianten vorstellen, nämlich die Fototapeten und die Vliestapeten.

Stimmungsvoll und einzigartig – Fototapeten

Die  Fototapete schlägt zwei Fliegen mit einer Klappe: Tapete und  dekoratives Bild in Einem
Die Fototapete schlägt zwei Fliegen mit einer Klappe: Tapete und dekoratives Bild in Einem
Die Fototapete erfreut sich immer größerer Beliebtheit. Dabei handelt es sich, wie der Name schon vermuten lässt, um ein hübsches Foto, das auf die Größe einer Wand aufgezogen und auf Tapetenbahnen aufgebracht wurde. Sehr beliebte Bildmotive sind dabei zum Beispiel Naturmotive oder beeindruckende Panoramen von Großstadtmetropolen. Fototapeten können in der Regel mit normalem Tapetenkleister tapeziert werden. Achtung aber beim Anbringen dieser Tapete! Fototapeten sind, vor allem wenn es sich um ein großes Motiv handelt, in der Regel nicht als ganzes Stück erhältlich, sondern in mehrere, dünnere Bahnen zerlegt. Damit keine Brüche innerhalb des Motivs entstehen, müssen Sie hier beim Anbringen an die Wand sehr sauber und sorgfältig arbeiten! (Sehen Sie dazu auch den Punkt „Tapezierzubehör“ weiter unten.) Nur so können Sie sich an fehlerfreien Sonnenuntergängen, Großstadtsilhouetten und Co. erfreuen! Unser Tipp: Wenn Sie etwas Individuelleres haben möchten, dann nehmen Sie doch eins Ihrer liebsten Fotos und lassen es im Fachhandel auf XXL-Format vergrößern!

Vliestapeten – die Unverwüstlichen

Die  robuste Antwort auf Tapeten? – Vliestapeten
Die robuste Antwort auf Tapeten? – Vliestapeten
Vliestapeten unterscheiden sich von herkömmlichen Tapeten primär durch die Beschaffenheit des Materials: Sie sind strapazierfähiger und leichter zu verarbeiten als normale Tapeten und außerdem schwer entflammbar. Der Grund: Durch die Kombination aus Zellulose und Textilfasern entsteht eine robuste, fast schon unverwüstbare Struktur der Vliestapete. Auch kleinere Risse im Putzuntergrund sind für Vliestapeten kein Problem – einfach drüber kleben, fertig! Übrigens brauchen Sie hier die Tapetenbahnen gar nicht mit Kleister bearbeiten, einweichen lassen, falten, wieder entfalten und dann erst auf die Wand anbringen. Verwenden Sie stattdessen einen eigens für diese Art von Tapeten hergestellten Spezialkleber, der einfach auf die Wände aufgetragen wird. Anschließend die zurechtgeschnittenen Bahnen ansetzen und vorsichtig mit einer Tapezierbürste glatt streichen. Das spart Zeit und Nerven!

Bordüren – das i-Tüpfelchen der Wandgestaltung

Bordüren  dienen nicht nur zur Dekoration der Wand, sondern können auch  Tapetenübergänge gekonnt überdecken
Bordüren dienen nicht nur zur Dekoration der Wand, sondern können auch Tapetenübergänge gekonnt überdecken
Sind Ihre Räume bereits fertig gestrichen oder tapeziert, es fehlt Ihnen aber noch ein besonderer Akzent? Hierfür eignen sich Bordüren und Borten besonders gut. Zudem können Sie nicht exakte Tapezier-Abschlüsse oder Unebenheiten ganz einfach unter einer hübschen Bordüre verschwinden lassen. Haben Sie eine Bordüre oder Borte für Ihr Zuhause ausgewählt, lässt sich diese genauso einfach an der Wand anbringen wie herkömmliche Tapeten (siehe oben). Markieren Sie aber an der Wand entlang die Höhe, auf die Sie die Bordüre kleben wollen, damit auch nichts „schief“ geht! Am besten nehmen Sie dazu einfach eine Wasserwaage zur Hand oder spannen sich eine Schnur von einem Punkt zum anderen, um eine gerade Kante zu bekommen.

Dabei gibt es sehr unterschiedliche Bordüren, die je nach Einrichtungsstil oder Zimmerart gewählt werden können. So kann im Bad eine Bordüre mit Muschel- und Sandmotiven sehr passend sein, während in der Küche, Bordüren mit Obst-, Gemüse- oder Kaffeemotiv eine entsprechende Wirkung erzielen können. Auch für das Kinderzimmer gibt es lustige Bordüren, da eine ganze Tapete mit bunten Motiven nicht besonders beruhigend auf ein energiegeladenes Kind wirkt.

So geht’s garantiert nicht schief – Tapezieranleitung und Tapezierzubehör

Das Tapezieren erfolgt (außer bei Vliestapeten, siehe oben) in der Regel nach dem immer gleichen Muster: Zunächst messen Sie die zu tapezierende Wand in Länge und Breite aus, addieren zu jedem Messwert noch einige Zentimeter Spielraum (nervenaufreibendes, millimetergenaues Zurechtrücken bleibt Ihnen so später erspart) und kürzen die Tapete anschließend auf die ausgerechnete Länge. Vorsicht bei Fototapeten und Tapeten mit Mustern, die über die ganze Wandfläche hinweg durchlaufen sollen: Hier müssen Sie an allen Seiten ganz genau zuschneiden, damit die Kanten und Musterbrüche direkt aneinander anschließen. Nach dem Zuschneiden wird das erste Tapetenstück eingekleistert – am besten legen Sie es dazu auf einen Tapeziertisch. Verwenden Sie speziellen Tapetenkleister, in den Sie einen breiten Tapezierpinsel tauchen und von der Mitte ausgehend gleichmäßig nach außen zu den Seitenrändern hin streichen. Haben Sie alles sorgfältig eingekleistert, wird die Tapete gefaltet: Die Bahn wird am einen Ende zu 1/3, am anderen Ende zu 2/3 eingeschlagen. Legen Sie die bereits eingekleisterten Seiten dabei aufeinander, damit die Tapete nicht austrocknet. Achtung, vermeiden Sie Knickkanten! Anschließend circa zehn bis 15 Minuten (Einwirkzeit des Kleisters) warten, alles wieder entfalten und sauber an der Wand anbringen. Dann mit einer Tapezierbürste von oben nach unten und von innen nach außen langsam Luftlöcher und andere Unebenheiten aus der Tapete streichen, eventuell überstehende Ränder abschneiden – fertig!

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