Ratgeber Feldbetten und Schlafsäcke – Schlafkomfort für unterwegs

Feldbetten und Schlafsäcke sind praktische Schlafmöglichkeiten für unterwegs. Ob auf Ausflügen, Outdoor-Trips oder für längere Campingreisen – ein guter und erholsamer Schlaf benötigt etwas Komfort. Dennoch müssen die Feldbetten und Schlafsäcke schnell auf- und abgebaut werden können sowie gut zu transportieren sein. Wir haben uns einmal für Sie auf dem Outdoormarkt umgesehen und die wichtigsten Informationen zu Feldbetten und Schlafsäcke sowie Details, worauf Sie beim Kauf achten sollten, zusammengetragen.

Das Feldbett – vom Militär- zum Campingequipment

Campen  mit Komfort: mit Feldbetten müssen Sie nicht auf dem harten Boden  schlafen
Campen mit Komfort: mit Feldbetten müssen Sie nicht auf dem harten Boden schlafen
Ein Feldbett ist ein zusammenklappbares Bettgestell, das mit einem reißfesten Stoff bezogen ist. Seinen Namen trägt das Feldbett aufgrund seines Ursprungs aus dem Militärbereich. In Kriegszeiten konnten die Soldaten das tragbare Bett zu den verschiedenen Schauplätzen mitnehmen oder damit auch flexible Krankenstationen und Lazarette ausstatten. Heute bietet sich das Feldbett für Campingreisen, Trekkingtouren, Ausflüge und Outdoorveranstaltungen an, denn durch die leicht erhöhte Liegeposition schafft das Feldbett einen Abstand zum Bodenreich, sodass es damit gleichzeitig vor Kälte und Feuchtigkeit schützt. Des Weiteren ist es auch in Gebieten mit vielen Krabbelwesen wie Insekten oder sogar Schlangen und Skorpionen durchaus von Vorteil, wenn nicht direkt auf dem Erdboden genächtigt wird. Gegen fliegende Besucher empfiehlt sich auch bei Feldbetten die Kombination mit einem Moskitonetz.

Klassische Feldbetten verfügen über ein Metallgestänge mit x-förmigen Füßen. Bei Feldbetten für Campingreisen und Outdoorveranstaltungen sind unter der Klappliege meistens zwei oder drei u-förmige Standfüße angebracht. Die Bespannung der Feldbetten besteht aus Kunststoffnetzen oder Segeltuch. Häufig werden Feldbetten mit zusätzlichem Equipment wie beispielsweise Isomatten, Luftmatratzen oder Schlafsäcken genutzt, um den Schlafkomfort noch mehr zu erhöhen.

Beim Kauf sollte eine Feldbett-Variante gewählt werden, die für das eigene Körpergewicht und die individuelle Statur ausgerichtet ist. Denn bei einem zu schmalen Feldbett "baumeln" häufig die Arme während des Schlafes hinunter. Auch ein zu kurzes Feldbett kann insbesondere bei großen Menschen für Unbehagen sorgen. Denn dann liegen die langen Beine mit den Unterschenkeln oder den Waden direkt auf dem Gestänge, was dauerhaft zu Schmerzen führt. Als weitere Faustregel gilt: Je größer das Körpergewicht, desto robuster sollte das Material der Bespannung sein.

Der Vorteil von Feldbetten liegt auf der Hand: Durch die faltbare Ausführung lassen sich Feldbetten zu einem handlich kleinen Paket zusammenlegen, das einfach transportiert werden kann und wenig Platz einnimmt. Das Aufstellen ist unproblematisch und geschieht schnell. Insbesondere im Gegenzug zu Luftmatratzen – die ja nun erst einmal aufgepumpt werden müssen – ist ein Feldbett weitaus schneller einsatzbereit.

Schlafsäcke – Kuschelhöhlen für Camping und Outdoor

Mit  dem Schlafsack überstehen Sie auch die kälteste Campingnacht
Mit dem Schlafsack überstehen Sie auch die kälteste Campingnacht
Der Schlafsack ist eine Schlafhülle, die den Körper mit Ausnahme von Kopf beziehungsweise Gesicht wärmen und schützen soll. Sie ersetzen in dieser Funktion die Bettdecke, das Kopfkissen und in Teilen sogar die Matratze. Um den Schlafkomfort noch weiter zu erhöhen, werden Schlafsäcke im Camping- und Outdoorbereich häufig in Kombination mit Luftmatratzen und Isoliermatten genutzt. Schlafsäcke bestehen aus Materialien wie Baumwolle, Leinen, Seide, Vlies oder Kunstseide. Damit sie angenehm warmhalten, werden sie mit Daunen oder Kunstfasern gefüttert. Ganz innovative Schlafsackhersteller bieten sogar Stretchvarianten an, die sich als sehr anschmiegsam und elastisch herausgestellt haben.

Schlafsäcke werden in unterschiedlichen Formen und mit verschiedenen Öffnungsvarianten angeboten. Der klassische Schlafsack hat eine rechteckige Form und verfügt über einen langen Reißverschluss an der Seite; diese Modelle bieten dabei den Vorteil, dass sie leicht geöffnet werden können, um beispielsweise kurz die Toilette aufzusuchen. Ein Schlafsack in reiner Schlupfform ohne Verschluss könnte bei wirklich dringenden Bedürfnissen für Unruhe sorgen. Neben der rechteckigen Form werden Schlafsäcke auch in einer "Mumienform" angeboten. Hier wurden dem Schlafsack Kapuzen und Ärmel angenäht, um den Körper warm aber auch beweglich zu halten. Des Weiteren läuft ein Mumienschlafsack am Fußende spitz zu. Der Mumienschlafsack kann mit einem schützenden Biwaksack kombiniert werden, der zusätzlich noch Feuchtigkeit und Wind abhält. Diese Kombination wird in der Regel bei Übernachtungen im Freien genutzt, wenn nicht auf ein Zelt oder eine andere Unterbringung zurückgegriffen werden kann. Für sehr unruhige Schläfer empfiehlt sich ein Schlafsack mit Ärmeln und Beinen. Dieser im "Overall-Design" gefertigte Schlafsack hält angenehm warm und macht jede Bewegung mit.

Gerade bei der Verwendung des Schlafsackes im Außenbereich kommt es auf dessen Wärmeleistung, sein Gewicht und sein Packmaß an – kriterien, die vor dem Kauf berücksichtigt werden sollten. Aber natürlich eignen sich Schlafsäcke nicht nur für den alleinigen Gebrauch im Außenbereich. Der verhältnismäßig dünne und meist ungefütterte Hüttenschlafsack zum Beispiel ersetzt in Almhütten oder Jugendherbergen aus hygienischen Gründen das Bettzeug. Den gleichen Zweck verfolgen Schlafsäcke mit der Bezeichnung "Inlett". Bei diesen Schlafsäcken handelt es sich um Innenschlafsäcke, die zusätzlich zum oberen Schlafsack oder separat benutzt werden können. Sie bestehen aus hautfreundlichen Materialien wie Baumwolle oder Seide und saugen daher den in der Nacht abgesonderten Schweiß besonders gut auf. Damit tragen Inlett-Schlafsäcke auch zur Hygiene und zur Schonung des normalen Schlafsackes bei. Das leichte Material des Innenschlafsacks lässt sich leicht und schnell reinigen. In Hitzeperioden eignet sich dieser Schlafsack auch als alleinige "Hülle" für den geruhsamen Schlaf.

Wenn jedoch extreme Touren mit entsprechend niedrigen Temperaturen anstehen, sollte über die Anschaffung eines Expeditionsschlafsackes nachgedacht werden. Diese Schlafsäcke werden traditionell auch von Bergsteigern genutzt, da diese auch bei starken Minusgraden warmhalten. Expeditionsschlafsäcke verfügen über eine effektive Dämmung aus Kunstfasern oder Daunen. Kunstfasern haben hierbei den Vorteil, dass sie unempfindlich gegen Nässe und Feuchtigkeit sind. Dafür sind Kunstfaser-Schlafsäcke jedoch schwerer als ihre Kollegen mit Daunenfüllung. Dafür leistet eine hochwertige Daunenfüllung wiederum eine höhere Wärmedämmung. Je höher der Daunenanteil in der Schlafsackfüllung ausfällt, desto besser sind also die Dämmeigenschaften. Schlafsäcke mit Daunenfüllung sind jedoch etwas empfindlich in puncto Feuchtigkeit und Nässe.

Bei der Auswahl eines Schlafsacks ist daher seine Zweckbestimmung entscheidend. Des Weiteren sollte der Schlafsack natürlich der Körpergröße und Silhouette entsprechen. Um Schlafsäcke optimal transportieren zu können, empfehlen sich weiterhin ein strammes Aufrollen und ein Befestigen der Schlafsackenden mit elastischen Bändern. So steht dem nächsten Outdoor-Trip nichts mehr im Wege.
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