Weil wir alle mal müssen: das richtige WC für jedermann

Das erste WC wird historisch um das Jahr 1700 in England dokumentiert; hierbei handelte es sich um das erste Klosett oder auf Englisch „closet“, welches mit einer Wasserspülung verbunden war. Daher steht die Abkürzung auch für die englische Bezeichnung „water closet“, also für ein Wasser-Klosett.

Seit dieser Zeit wurden viele verschiedene Modelle an WCs erfunden, entwickelt und eingebaut. Vom Grundsatz her existieren allerdings nur zwei Arten von montierten WCs, nämlich das an einer Wand hängende WC und das auf einem Boden stehende WC. Alle weiteren WC-Ausführungen sind entweder der einen oder anderen Version an WCs zuzuordnen. Im Folgenden wollen wir Ihnen einen Überblick bieten, wo die Unterschiede der einzelnen Varianten liegen, welches Zubehör für WCs erhältlich ist und wie Sie genau die Variante finden, die am besten in Ihr Badezimmer passt.

Braucht eine starke „Schulter“ zum Anlehnen: Das an einer Wand hängende WC

Unter einem an der Wand hängenden WC  bleibt der Boden für die Reinigung frei
Unter einem an der Wand hängenden WC bleibt der Boden für die Reinigung frei
Ein an einer Wand hängendes WC hat keine direkte Verbindung zum Boden, sondern es wird an einer Wand befestigt; somit „hängt“ dieses WC gewissermaßen über dem Boden. Der Vorteil eines solches WCs ist, dass es äußerst reinigungsfreundlich ist. Der Grund und die Erklärung dafür ist ganz einfach und leicht nachvollziehbar: Unterhalb des an einer Wand hängenden WCs ist es sehr einfach, die gesamte Bodenfläche zu reinigen. Ein weiterer Vorteil eines solchen WCs ist, dass es über eine geringere Einbautiefe verfügen muss und kann, als dies bei einem Stand-WC der Fall ist. Wichtig ist aber bei einem an einer Wand hängenden WC, dass dieser WC-Stil nur dann angebracht werden kann, wenn vorab ein sogenanntes Vorwandinstallations-System installiert und eingefügt wurde. Dies bedeutet konkret, dass der Spülkasten des Wand-WCs in die Vorwand eingebaut wurde und somit nicht sichtbar ist. Die Betätigung der Spülung erfolgt über das Drücken eines meist rechteckigen, an der Wand montierten Hebels.

WC Montage – Vorwandinstallation

Bei der Montage einer WC Vorwandinstallation müssen alle wichtigen Bestandteile und Sanitärinstallationen hinter eine Vorwand oder eine Installationswand verlegt werden. Zu diesen Bestandteilen zählen insbesondere der Spülkasten, die Rohrleitungen, die Anschlüsse und diverse andere kleinere WC-Utensilien. Die Vorwand wird so hergestellt, dass ein Ständerwerk mit angemessenen Platten verkleidet wird. Nach der Verkleidung wird das verkleidete Ständerwerk verputzt und gefliest. Ferner wird es mit Mosaikteilen beklebt oder aber der Nutzer entscheidet sich dafür, die fertige Vorwand entsprechend der Badausstattung zu verkleiden.

Es gibt zwei Möglichkeiten oder Variationen für eine Vorwand: Die eine Möglichkeit ist die halbhohe Variante, die nur 1,20 m hoch ist. Die zweite Variation richtet sich nach der Raumgröße, diese ist dann raumhoch. Die WC-Vorwand wird frei im Raum platziert, wobei die Entscheidung getroffen werden muss, ob sie vor eine Wand montiert wird oder aber frei steht. Sollte sich der Nutzer für eine halbhohe, montierte Vorwand entscheiden, hat dies für ihn den Vorteil, dass dadurch weitere zusätzliche Ablageflächen geschaffen werden.

Eigenständig und standfest: Das auf dem Boden stehende WC

Die verlieren nie die Bodenhaftung:  Stand-WCs
Die verlieren nie die Bodenhaftung: Stand-WCs
Ein auf dem Boden stehendes WC steht direkt auf dem Boden. Für die Hygiene und Reinigung des WCs hat diese Bauart die Folge, dass der Boden unterhalb des WCs nicht gewischt werden kann, sondern nur um das WC herum. Bei einem WC, welches auf dem Boden steht, befindet sich der Spülkasten zumeist gemeinsam mit der Sitzvorrichtung vor der Wand und ist somit, im Gegensatz zum Wand-WC, sichtbar und nicht in hinter einer Vorwand versteckt. Der Nutzer betätigt bei einem Stand-WC die Spülung direkt per Knopf, welcher in dem Spülkasten integriert ist.
Kombinationen aus Wand- und  Stand-WC werden inzwischen seltener eingesetzt
Kombinationen aus Wand- und Stand-WC werden inzwischen seltener eingesetzt
Allerdings existiert auch eine Kombination aus beiden Systemen, nämlich das Stand-WC, welches mit dem Vorwandinstallations-System in Verbindung gebracht wurde; allerdings ist diese Art von Kombinations-WC recht unüblich und wird heutzutage kaum noch eingebaut und verwendet.

Ergänzend sei an dieser Stelle noch erwähnt, dass das Stand-WC mit zweierlei Arten von Abflussrohren verbunden werden kann, nämlich entweder mit einem waagerechten oder einem senkrechten sogenannten Abgang.

Standardmaße und Materialien für WCs

Ein WC hat in Deutschland ein Standardmaß, je nach Einbausystem. Das WC, welches an der Wand hängend eingebaut und mit einer Vorwandinstallation verbunden wurde, hat eine Tiefe von etwa 54 cm und eine Breite von etwa 35 cm bis zu einer Tiefe von 59 cm und einer Breite von 37 cm. Das WC wiederum, welches vor der Wand mit einem Spülkasten steht, also ein Stand-WC, hat eine Tiefe von etwa 63 cm und eine Breite bis 35 cm bis zu einer Tiefe von 69 cm und einer Breite von 37 cm. Dies sind die Standardmaße der WCs, die in Deutschland hergestellt und produziert werden. Außerdem werden diese WCs in der Regel aus sogenanntem Sanitärkeramik hergestellt, einem Werkstoff, der aus Kalkstein und Quarzsand besteht.

Saubere Sache – kein WC ohne WC-Sitz

WC-Sitze gibt es in den  verschiedensten Ausführungen, zum Beispiel mit Foto-Print
WC-Sitze gibt es in den verschiedensten Ausführungen, zum Beispiel mit Foto-Print
Es gibt kaum einen Gegenstand, der so oft in Berührung mit dem menschlichen Körper kommt wie der WC-Sitz. Bezeichnend für WC-Sitze ist daher die Tatsache, dass sie in den letzten Jahren das Schattendasein und die Einfarbigkeit verlassen haben und vielmehr zu einem Tummelplatz der Kreativität und des Einfallsreichtums geworden sind. Dem WC-Sitz wurden bereits die verschiedensten Modelle, Ausführungen und Darstellungen gewidmet. Technisch mit Absenkautomatik versehen, behindertengerecht, stark belastbar (für gewöhnlich bis 160 kg) und ziemlich strapazierfähig, hierdurch zeichnen sich die meisten, modernen WC-Sitze aus. Dabei sollte ein WC-Sitz immer aus einem leicht zu reinigendem, hygienisch unbedenklichen Material wie Kunststoff oder Holz gearbeitet sein.

Klopapierhalter und WC-Bürste – Das richtige WC-Zubehör

Zum WC-Zubehör zählt sicherlich der WC-Papierhalter oder der WC-Papierroller. Neben jenen, die bereits in die Mauer oder die Wand des Raumes eingelassen sind, werden etliche moderne Modelle angeboten, die so aufgestellt werden können, wie es der WC-Nutzer am bequemsten empfindet. Dabei sind Modelle aus Edelstahl oder Chrom, sowohl aus optischen als auch aus hygienischen Gründen, sehr beliebt. Ebenso zählt zum typischen WC-Zubehör natürlich auch die WC-Bürste. Diese kann ebenfalls fest an die Wand festgeschraubt oder geklebt oder aber auch freistehend gekauft werden. Die verwendeten Materialien sind in der Regel Edelstahl, aber auch Kunststoff.

Kurioses aus der Welt der WCs

Besonders erwähnenswert erscheint in diesem Zusammenhang die sogenannte Variation des Dusch-WCs. Über 50% der japanischen Haushalte verfügen bereits über ein solches Dusch-WC. Während in Europa und speziell in Deutschland für diesen Hygienebereich das Bidet eingebaut und benutzt wird, können die japanischen Dusch-WCs neben der Duschfunktion auch einen Warmluftfön aufweisen, ebenso gehört dazu eine Geruchsabsaugung. Erweiterte Modelle bieten auch Massageduschen, beheizbare WC-Brillen, eine automatische Deckelanhebung, ein Strudel zur Schlüsselreinigung, ebenso eine Fernbedienung und sogar eine Memory Funktion. Das Warmwasser ist hierbei auf eine Temperatur von 38 Grad C begrenzt.

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