Ruckzuck trockene Wäsche mit dem Wäschetrockner

In Zeiten, in denen alles schnell gehen muss, ist auch das schnelle Trocknen von Wäsche ebenfalls eine typische Eigenschaft, die in diesen hektischen Zeiten gefragt sind. Dafür gibt es Wäschetrockner, die diese Aufgabe in Windeseile übernehmen. Dabei gilt es seitens des Verbrauchers sehr genau beim Kauf hinzusehen und gegebenenfalls verschiedene Preise zu kalkulieren, denn ein Wäschetrockner gehört zu den Geräten, die einerseits Luxus bieten, aber auch einen hohen Stromverbrauch einfordern. Ein Verbraucher kann auf verschiedene Typen von Wäschetrocknern zurückgreifen. Dazu zählen die Ablufttrockner und Wärmepumpentrockner, Einbau-Wäschetrockner oder auch Kondensationstrockner.

Kondensationstrockner und Wärmepumpentrockner

Kondensationstrockner für schnelles Trocknen  der Wäsche
Kondensationstrockner für schnelles Trocknen der Wäsche
Im Vergleich weisen jene Trockner, die mit Wärmepumpen arbeiten, die besten Stromverbrauchswerte aus. Entscheidet sich ein Nutzer für den klassischen Wäschetrockner, so muss er mit etwa 40% mehr Stromverbrauch als ein Wäschetrockner, der mit einer Wärmepumpe arbeitet, rechnen. Insofern kann der Verbraucher, der sich für einen Wäschetrockner entscheidet, der mit einer Wärmepumpe arbeitet, mit einer Stromrechnung für diesen Einsatz rechnen, die jährlich um etwa 30 Euro höher ausfallen wird. Doch so wie die Verbräuche unterschiedlich ausfallen, variieren auch die Anschaffungspreise ebenfalls sehr deutlich. Hierbei entscheidet demnach der Verbraucher bereits beim Kauf, welchen Energieverbrauch er später mit dem Trockner haben wird. Das entspricht den Ergebnissen der Stiftung Warentest, die in ihrer jüngsten Testausgabe (Heft 1/2012) veröffentlicht wurden.

Energieeffizienzklasse

Ablufttrockner  mit sehr guten Energieeffizienzklassen
Ablufttrockner mit sehr guten Energieeffizienzklassen
Die Energieeffizienzklasse für Wäschetrockner orientiert sich an den Vorgaben der europäischen Norm, nämlich der EN 61121. Gerade die Kondens- und Ablufttrockner stehen dabei besonders im Mittelpunkt. Die Möglichkeiten der Einsortierung reichen von A bis G. Hierbei bezieht sich die Einsortierung auf den Energieverbrauch, gemessen in kWh pro kg. Um die Energieeffizienzklasse A zu erreichen, darf der Kondensationstrockner im Verbrauch 0,55 kWh/kg nicht erreichen. Die Klasse B reicht von 0,55 – 0,64 kWh/kg, die Klasse C von 0,64 – 0,73 kWh/kg, die Klasse D reicht von 0,73 – 0,82 kWh/kg, die Klasse E 0,82 – 0,91 kWh/kg, die Klasse F von 0,91 – 1,00 kWh/kg und die letzte Klasse, die Klasse G, liegt bei über 1,00 kWh/kg.

Die europäische Norm verweist darauf, dass herkömmliche Trockner kaum in der A-Klasse einsortiert werden können, sondern dass lediglich solche Trockner, die über eine zusätzliche Wärmepumpe verfügen, in die A-Klassifizierung aufgenommen werden dürfen. Erst diese Geräte erreichen die vorgegebenen Energiewerte. Bei Ablufttrockner liegt der Wert für eine Einteilung in die Klasse A bei unter 0,51 kWh/kg bis Klasse G mit mehr als 0,91 kWh/kg.

Vorteile

Die Vorteile eines Wäschetrockners liegen natürlich auf der Hand. Überall dort, wo Wäsche schnell trocknen muss, ist der Einsatz eines Wäschetrockners ein deutlicher Vorteil. Vor allem bei sehr großen Textilien wie Bettwäsche, Bettlaken, oder auch sehr schwer trocknenden Textilien wie z.B. Winterjacken ist ein Wäschetrockner bares Geld wert.

Natürlich kann der Nutzer aber schon mit der Waschmaschine und der dort genutzten Schleudermöglichkeit Strom sparen. Je höher die Schleudertätigkeit der Waschmaschine ist, desto geringer ist der Einsatz des Trockners hinterher. Als Richtwert gilt: Ein Trockner muss im Vergleich drei- bis viermal so viel Strom verbrauchen wie eine Waschmaschine. An Geräten, an denen die Drehzahl manuell an der Waschmaschine eingestellt werden kann, sollte stets die höchste Drehzahl ausgewählt werden.

Als Richtwert sollte hier die Zahl 1.200 Umdrehungen pro Minute gewählt werden. Ist dies der Fall, muss der Wäschetrockner nur noch 75 Minuten arbeiten, damit die Wäsche trocken ist. Liegt die Zahl der Umdrehungen bei der Waschmaschine höher, zum Beispiel bei 1.600 Umdrehungen pro Minute, muss der Trockner nur noch 65 Minuten die Wäsche trocknen. Entsprechend müssen 85 Minuten Trockenzeit einkalkuliert werden, wenn die Umdrehung der Waschmaschine bei nur 1.000 Umdrehungen pro Minute liegt.

Pflegehinweise

Der Verbraucher sollte beim Einsatz eines Wäschetrockners auf einige wichtige Hinweise achten. Bei den zu trocknenden Textilien sollte darauf geachtet werden, dass keine „Übertrocknung“ stattfindet, weil dies den Wäschestücken schaden könnte. Gleichzeitig sollte ein Nutzer eines Wäschetrockners stets darauf achten, dass das Flusensieb regelmäßig (am besten nach jeder Nutzung) gereinigt wird. Ist dieses nicht sauber, verlängert sich die Zeit des Trocknens (und damit der Energieverbrauch des Gerätes) deutlich. Hierbei sollten die Angaben des Herstellers sehr genau beachtet werden. Außerdem verlängert eine regelmäßige Reinigung des Flusensiebs auch das Leben des Trockners, denn Flusen können sich in Luftschächten und Filtern verfangen und damit die Einsatzdauer des Gerätes deutlich einschränken.

Ebenso sollte der Nutzer darauf Wert legen, dass der Wasserauffangbehälter ebenfalls regelmäßig geleert und je nach Bedarf gesäubert wird.

Preise

Entsprechend den Angaben zur Effizienzklasse weisen jene Trockner, die in die Energieeffizienzklasse A klassifiziert werden, auch höhere Preise in der Anschaffung aus. Es ist derzeit kein hochklassifizierter Wäschetrockner erhältlich, der in die Klasse A klassifiziert wurde und unter 400 Euro liegt. Das bedeutet, der Nutzer kauft mit einem höheren Einkaufspreis auf Dauer einen niedrigeren Verbrauchswert. Es lässt sich letztlich einfach ausrechnen, wie schnell sich eine solche Investition im Haushalt amortisiert, da sich ein Verbrauch, der unter 0,55 kWh/kg bzw. 0,51 kWh/kg liegt, deutlich im Portemonnaie des Nutzers zeigen dürfte und sich damit die höhere Investition schnell gelohnt haben wird.

Ein Kosten- und Energiepreisvergleich macht die Unterschiede zwischen einem Gerät mit der Effizienzklasse C und einem mit der Klasse A schnell deutlich. Während das Klasse C Gerät etwa 400 Euro weniger kostet, verbraucht ein solches Gerät im Jahr etwa 380 kWh mehr als das deutlich teurere Klasse A Gerät. Berechnet man eine durchschnittliche Einsatzdauer von 12 Jahren pro Wäschetrockner, sind das im Verbrauch deutlich mehr als 4500 kWh auf die Gesamtzeit betrachtet. In Euro ausgedrückt entstehen deutlich höhere Stromkosten von etwa 1.100 Euro, die der Nutzer für ein Klasse-C Gerät über die Jahre hinweg mehr an Stromkosten einkalkulieren und ausgeben muss. Zieht man dagegen den höheren Kaufpreis für ein Klasse A Gerät ab, das bei etwa 400 Euro beginnt, spart der Nutzer auf die gesamte Einsatzzeit des Trockners etwa 700 Euro ein. Diese Kalkulation ergibt sich aus einem Durchschnittspreis für Strom von 24 Cent pro kWh und drei durchschnittlichen Trocknereinsätzen pro Woche.

Zusätzliche Informationen

Sicherlich fragen sich jetzt viele Verbraucher, inwieweit die angebotenen Kombigeräte aus Waschmaschine und Trockner sinnvoll sind und das eigene Portemonnaie schonen können. Viele Verbraucher entscheiden sich für solche Kombigeräte, da sie sich hierdurch einen finanziellen Vorteil versprechen. Doch diese Rechnung täuscht in der Praxis, denn es gibt nur einen Grund, warum solche Geräte empfehlenswert sind: Das Einsparen von Stellfläche. Aus Gründen der Energieeffizienz spricht alles gegen eine solche Anschaffung. Die Trommel ist bei solchen Geräten kleiner bzw. muss etwa die Hälfte der Wäsche aus der Maschine entfernt werden, da Wäsche beim Trocknen einen entsprechenden Bewegungsraum benötigt. Zusätzlich benötigen solche sogenannten Waschtrockner auch Wasser zum Trocknen, dementsprechend steigen die Kosten für Energie und Wasser. Aus Verbrauchersicht ist insofern eine solche Anschaffung keine wirkliche Alternative, um Energie und damit auch Geld einzusparen.

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