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Wetterstationen



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Digitale Wetterstationen - Funktion und EinsatzgebieteMit Wetterstationen wissen Sie immer, welches Wetter kommt

Bei vielen Menschen ist nach wie vor das aktuelle Wetter das beliebteste Small-Talk-Thema. Das zeigt, dass in jedem von uns ein kleiner Hobby-Meteorologe steckt. Wer zu Hause genaue Wetterdaten erfassen möchte, muss sich längst nicht mehr mit analogen Thermometern und Barometern zufrieden geben. Techniker haben inzwischen handliche digitale Wetterstationen entwickelt, die eine Vielzahl an meteorologischen Größen messen können. So können neben Innen- und Außentemperatur unter anderem auch Luftdruck, Luftfeuchtigkeit, Tageshöchst- und Tagesniedrigsttemperaturen abgelesen werden. Bei modernen Messstationen lassen sich außerdem noch Wetter-Prognosen für die nächsten Tage abrufen.

Aufbau einer Wetterstation

Eine digitale Wetterstation für den Privatgebrauch setzt sich aus mindestens zwei getrennten Teilen, der Hauptstation und den Sensoren für die Messdaten, zusammen. Die Sensoren-Fühler sollten an exponierter Stelle (Balkon, Fenster oder Garten) angebracht werden. Von dort aus sammeln sie dann die aktuellen Wetterdaten und übermitteln diese an die Hauptstation, wo sie auf einem kleinen LC-Display angezeigt werden. Meist lassen sich die Daten auch für eine gewisse Zeit speichern und können so später wieder abgerufen und mit aktuellen Wetterdaten abgeglichen werden. Einfache digitale Wetterstationen verfügen oft nur über ein Thermometer für die Innen- und Außentemperatur. Hygrometer und Barometer können zusätzlich über Luftfeuchtigkeit und Luftdruck informieren.
Umfangreichere Ausführungen beinhalten auch einen Regen- und einen Windmesser (Anemometer) für den Außenbereich und manche Stationen können sogar den Grad der Bewölkung oder der Sonneneinstrahlung messen. Alternativ werden auch Webcams eingesetzt.

Wetterstation mit Funk oder Kabel?

Für die Übertragung der Daten von den Messelementen zur Hauptstation gibt es zwei Möglichkeiten. Für die heimische Einrichtung ist eine Funkanbindung der Außensensoren oft die beliebteste Lösung. Meist geschieht dies über die häufig benutze 433-MHz-Frequenz des 70-Zentimenter-Bands, was aber den Nachteil hat, dass andere Geräte, die die gleiche Frequenz verwenden, den Empfang stören können. Neuere Modelle nutzen deshalb die 868 Mhz-Frequenz.
Weitere Nachteile der Funkübertragung sind die verminderte Reichweite und das alle verwendeten Sensoren eine eigene Stromversorgung benötigen, welche in manchen Fällen aber über Solarzellen abgedeckt werden kann.
Bei einer Kabelanbindung ist die Stromversorgung der externen Fühler, sowie eine störungsfreie Übertragung garantiert. Einziger Nachteil ist hier, dass die Kabel lang genug sein müssen, um bis zu den Sensoren zu reichen.

Datenübertragung und -verarbeitung per Computer

Unter den Wetterstationen, die sich an einen PC anschließen lassen, sind die mit einem USB-Anschluss wohl die bekanntesten. Diese Anschlussmöglichkeit erweitert die Funktionen der Wetterstation. Editieren
Mit der Hilfe von Auswertungssoftware lassen sich die von den Sensoren gesammelten Daten auf dem PC noch besser darstellen, als auf dem kleinen Bildschirm der Hauptstation. So lassen sich auch Diagramme und Statistiken erstellen.
Neben den USB-Wetterstationen gibt es auch Stationen, die ihre Daten über serielle Kabel, DFÜ-Verbindungen (analog, ISDN oder Funk), LAN oder WLAN weiterleiten. Sogenannte Internet-Wetterstationen beziehen zusätzliche Daten aus dem Web mit ein. So lassen sich auf europäischer Ebene meist mehr als 10.000 (postleitzahlengenau) Orte, darunter 1.000 Städte ansteuern. Ambitionierte Hobby-Wetterkundler können so nicht nur das örtliche Wetter abfragen, sondern intensivere Wetterforschung betreiben.

Einsatzbereiche von Wetterstationen

Das verfolgen von Wetterdaten und die Erstellung von Prognosen ist nicht nur von globaler Bedeutung, sondern auch auf lokaler Ebene von Interesse. So gibt es neben dem privaten Gebrauch auch viele Möglichkeiten, die Wetterstationen gewerblich zu nutzen. Land- und Forstwirte sind ebenso auf das örtliche Wetter angewiesen, wie Boots- und Schiffsführer. Auch für Veranstalter von Freiluftveranstaltungen ist eine detaillierte regionale Wettervorhersage eine wertvolle Entscheidungshilfe.

Vor- und Nachteile digitaler Wetterstationen

Durch die Entwicklung digitalisierter Messmethoden entfallen viele eintönige Arbeiten, die an analogen Messstationen noch per Hand durchgeführt werden mussten. Außerdem müssen die Daten nicht erst digitalisiert werden, was oft zu Übertragungsfehlern geführt hat. Bei den modernen Wetterstationen erfolgen Speicherung und Digitalisierung ganz automatisch.
Einzige Nachteile sind, dass eine Stromversorgung benötigt wird und nicht alle neuen Modelle auch den Wetterverlauf berücksichtigen.