WER SICH TRAUT, TRAUT SICH IM FREIEN …
Zugegeben, eine schicke Hochzeitsfeier in einem luxuriösen Hotel oder Restaurant hat schon was. Wer sich jedoch dafür entscheidet, im Frühling oder Sommer zu heiraten, sollte es einmal in Betracht ziehen, den heimischen Garten oder Park dafür in Anspruch zu nehmen. Gibt es etwas Schöneres, als sich unter einem blühenden Apfelbaum, bei Vogelgezwitscher das Ja-Wort zu geben? „Jaaaaa!", würde mein Freund jetzt antworten – mal ganz abgesehen davon, dass ihn allein die Frage in Schockstarre versetzen würde…
VON ANNE TIMM
Ihn würde vermutlich eher das Thema Junggesellenabschied interessieren. Dieser voreheliche Brauch stammt übrigens aus dem antiken Griechenland. Die Tradition wurde in England bei der sogenannten „Stag Night“ weitergeführt, bei der die Väter überprüften, ob sich der Bräutigam ausreichend mit den ehelichen Pflichten auskennt, was meiner Meinung nach ruhig wieder mehr in den Fokus des Interesses rücken sollte. Heute ist der Junggesellenabschied nicht mehr nur dem Bräutigam und seinen Kumpels vorbehalten, wobei sich die „exotische Tänzerin“ weiterhin hartnäckig als obligatorisch erweist. Beliebt sind auch typische Aufgaben, wie Küsse sammeln oder mit einem Bauchladen Krimskrams zu verkaufen, um so die lustige Truppe zu finanzieren. Erlebnis pur verspricht auch eine Schatzsuche mit Bollerwagen und Kompass, die durchaus zu einem Campingausflug erweitert werden kann. Für die Ruhigeren unter euch, ist ein Wellnesstag im Spa mit Sekt sehr zu empfehlen. Da bleibt genug Zeit zum Verteilen der wertvollen Ratschläge an die Braut.
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EHE es dann wirklich zur Sache geht, steht noch eine wichtige Sache aus: der Polterabend. Bei jenem vorchristlichen Ritual, sollen durch das Zerschlagen von Geschirr, böse Geister vertrieben werden. Um die Ehe unter einem guten Stern stehen zu lassen, müssen die Scherben dann vom künftigen Brautpaar gemeinsam zusammengekehrt werden. Aber liebe Gäste, bitte kein Glas oder gar Spiegel mitbringen! Diese Scherben bringen ganz und gar kein Glück.
Hochzeitsparty: Zur Sache Schätzchen
Unser Favorit ist die Hochzeitsfeier unter freiem Himmel. Nicht nur weil dies die Brautentführung oder eventuelle Flucht der zu Vermählenden erleichtert. Eine Hochzeit im Grünen hat ihren ganz eigenen Charme. Lange Tafeln mit strahlend weißen Tischdecken wirken im Garten ganz anders, als in einem Raum mit Kronleuchter. Extra für festliche Anlässe gibt es bezaubernde Pavillons und Außenlampen, falls Kerzen allein nicht ausreichen. Nicht nur praktisch, sondern auch sehr dekorativ sind vereinzelte Stehtische mit weißen Hussen, auf denen das Sektgläschen, während des Small Talks, abgestellt werden darf. Auch für Kinder bietet ein Fest im Freien hervorragende Beschäftigungsmöglichkeiten, wie zum Beispiel eine eigene Hüpfburg oder ein Trampolin. Zur späteren Stunde darf es ruhig etwas kuscheliger werden. Neben Heizstrahlern sorgen Feuerschalen für eine warme Atmosphäre beim Sterne betrachten. Zudem wissen wir alle, dass schummriges Licht dem Teint am ehesten schmeichelt.
Die Hochzeitsnacht: In Heaven…
So romantisch die Hochzeitsnacht – idealerweise im Himmelbett – auch gewesen sein mag: Anstrengend ist so eine Heirat schon ein wenig.
 
Falls es also nicht direkt in den wohlverdienten Honeymoon geht, ist zumindest ein entspannter Tag mit Whirlpool und Sauna angesagt. Denn das Letzte, was nach der Traumhochzeit fehlt, ist der riesen Zoff im Anschluss. Also dann – lasst die Tauben steigen!

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